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WM-KOLUMNE VON OMID NOURIPOUR, TEIL 4
 

WM-KOLUMNE VON OMID NOURIPOUR, TEIL 4

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Ballpumpe, Köttbullar und die Ananas

Foto: Die Grünen
Foto: Die Grünen
Als Fußballfan verfolgt der Frankfurter Politiker und Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour die WM in Russland. Für das JOURNAL Frankfurt schreibt er über seine Sicht auf die WM.
Geht es Ihnen auch so? Seitdem Ausscheiden der deutschen Mannschaft ist die Luft raus aus dem WM-Turnier. Vor dem Bundestag auf der Fanmeile herrscht gähnende Leere. Geistig habe ich mich schon in den Schweden-Urlaub verabschiedet. Wer hätte das gedacht, dass die Fanmeile in Stockholm zu diesem Zeitpunkt im Jahr belebter ist als der Köttbullarstand bei Ikea?

Die Schweden haben es mit Kampfgeist und ein paar Baumstämmen in Menschengestalt ins Viertelfinale geschafft. Schauen wir mal, wohin ihr weg sie noch führt. Nicht ohne Grund steht in Schweden der älteste Baum der Welt. Eine Fichte die über 8000 Jahre alte ist. Wenn es diesmal nicht klappen sollte, ist ein WM Titel für die Schweden im nächsten Jahrtausend sicher drin.

Der ewige Fluch ist zudem gebrochen. England gewinnt zum ersten Mal ein Elfmeterschießen bei einer Fußballweltmeisterschaft. Gareth Southgate, der englische Trainer, der 1996 den entscheidenden Elfer gegen uns verschoss, hat Pep Guardiola den Rang des bestangezogenen Trainers abgelaufen. Jogi erhält noch einmal die Chance in zwei Jahren bei der Europameisterschaft anzugreifen. Und niemand weiß warum.

Die Lage im politischen Berlin hat sich während des Transferfensters scheinbar beruhigt. Merkel bleibt, Seehofer bleibt, zumindest vorerst, die CSU bleibt nervig. Wer nicht bleibt, ist der Prince. Wir verlieren unseren Leader und eine starke Persönlichkeit, eine von wenigen, die es heute noch gibt im Fußball. Es bleibt uns nichts anderes, als ihm für seine Verdienste für den Verein zu danken. Am Ende des Tages geht die Familie natürlich immer vor, denn Fußball ist eben nur die schönste Nebensache der Welt. Aber natürlich nicht die Eintracht, weil keine Nebensache.

Zur Nebensache sind auch gute Schiedsrichterentscheidungen geworden. Felix Brych verbringt ab jetzt den Sommer auf Balkonien und die verbliebenen Herren mit Pfeife dürfen weiter alles durchgehen lassen, um den Spielfluss nicht zu stören. Die fünf bis sechs minütigen Extrazeiten haben sicherlich einen positiven Effekt auf die Verkaufszahlen in der Spirituosen- und Snackindustrie. Mittlerweile kann man sich guten Gewissens noch einen Äpplewoi in der 89. Minute nachgießen, ohne Angst haben zu müssen, dass es beim Trinken nichts mehr zu sehen gibt.
Zu sehen gibt’s einiges bei Neymar. Für die Schauspieleinlagen erhält er von mir die Goldene Ananas. Ein weiterer Teil seiner Schmierenkomödie ist genauso unnötig wie die Fortsetzung von Dirty Dancing. Ich hole schon mal die Ballpumpe, vielleicht kriegen wir noch ein bisschen Leben in dieses Turnier.
 
6. Juli 2018, 10.31 Uhr
Omid Nouripor
 
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