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Radklassiker Eschborn - Frankfurt
 

Radklassiker Eschborn - Frankfurt

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John Degenkolb will zweiten Sieg am 1. Mai

Foto: © Nicole Nadine Seliger
Foto: © Nicole Nadine Seliger
Dieser Termin hat in Frankfurt Tradition: Am 1. Mai kurven jährlich Tausende Radfahrer durch die Mainmetropole. 2019 werden es so viele sein, wie noch nie in der Geschichte des Radrennens. Lokalmatador John Degenkolb möchte zum zweiten Mal bei den Profis triumphieren.
Wenn die Radprofis am 1. Mai über die Ziellinie an der Alten Oper fahren, will Profi John Degenkolb (Foto) ganz vorne dabei sein. Auch wenn er sein enttäuschendes Ergebnis beim Klassiker Paris-Roubaix vor wenigen Tagen noch nicht ganz verkraftet habe und „etwas geknickt nach Hause gefahren“ sei, freut er sich auf sein Heimrennen, das er 2011 bereits gewinnen konnte. „Es ist fantastisch, jedes Jahr als einer der Favoriten an den Start zu gehen“, sagte er bei der Pressekonferenz am Dienstag. Die kommenden 14 Tage werde er nutzen, um sich zu erholen und auf den Klassiker am Main vorzubereiten. Der Lokalmatador ist sicher, dass sein Team das Frankfurter Rennen hochmotiviert angehen wird, auch wenn es der Abschluss der kräftezehrenden Frühjahrsklassiker ist. „Wir kommen nicht hierher, um Handkäs‘ zu essen“, sagte er und schickte eine Kampfansage an die anderen 153 Profis: „Ich bin bereit, hier nochmal einen großen Sieg zu feiern.“

Ein Norweger will historischen Sieg
Zu seinen größten Konkurrenten zählen 2019 die anderen deutschen Topfahrer um Nils Politt, eben erst Zweiter bei Paris-Roubaix, Emanuel Buchmann und den Deutschen Meister Pascal Ackermann. Auch der Norweger Alexander Kristoff ist am Start, der das Rennen bereits in den vergangenen vier Jahren gewann. „In der Renngeschichte bin ich der Fahrer mit den meisten Siegen. Das ist cool, auch weil es ein Rennen mit so viel Tradition ist.“, sagte der Norweger. Siegt er auch beim Rennen in zwei Wochen, würde ihm Historisches gelingen: Noch nie hat ein Profi-Radfahrer bei einem Ein-Tages-Klassiker fünfmal nacheinander triumphiert. Das Spektakel wird in diesem Jahr in 190 Länder übertragen.



Um diese Trophäe geht es beim Rennen am 1. Mai © Nicole Nadine Seliger

Selektive Strecke im Taunus
Die Strecke ist bei der 58. Ausgabe zwar 25 Kilometer kürzer als im Vorjahr, aber mindestens genauso schwer. Gleich viermal müssen die Profis nach dem Start in Eschborn den berüchtigten Mammolshainer Berg hinauffahren, auch der Feldberg und die Billtalhöhe müssen erklommen werden. Insgesamt 3.222 Höhenmeter gilt es zu bewältigen. Die sogenannte Mainschleife in der Frankfurter Innenstadt soll schließlich für spektakuläre Bilder der Radfahrer zwischen Hochhäusern sorgen, wie Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports, erzählte. Im zehnten Jahr nacheinander kommen die Fahrer schließlich nach 187,5 Kilometern an der Alten Oper ins Ziel.

Ein Radfest für alle
Neben dem Profirennen der höchsten World Tour-Kategorie bieten die Veranstalter zahlreiche weitere Wettkämpfe an. „Jeder von 2 bis 99 Jahren kann hier bei einem Rennen mitfahren“, sagte Nathanael Bank, Projektleiter von Eschborn – Frankfurt. Dem Veranstalter ist es wichtig, kein elitäres Event, sondern ein Radfest für die ganze Familie zu organisieren. Schon die Kleinsten können beim Laufradrennen ihre ersten Meter fahren, in einem Parcours ihre Geschicklichkeit auf zwei Rädern testen oder einen Fahrsimulator ausprobieren. Unterstützt werden sie dabei vom ehemaligen Profi Jens Voigt. Zudem stehen lizensierte Wettkämpfe in den Nachwuchsklassen auf dem Programm.

So viele Jedermänner wie nie
Einen neuen Teilnehmerrekord wird es 2019 bei der Skoda Velo Tour geben, die sich an Jedermänner aller Altersklassen richtet. Mit 5500 Anmeldungen gibt es bereits zwei Wochen vor dem Rennen mehr Teilnehmer als im vorigen Jahr. Wer mitfahren möchte, kann zwischen drei Streckenprofilen wählen: der kürzesten 40 Kilometer langen Distanz und den 87 Kilometer beziehungsweise 100 Kilometer langen Routen, die auch über den Feldberg führen. Nachmeldungen sind online noch bis zum 26. April möglich.
17. April 2019
Nicole Nadine Seliger
 
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