Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Sport
Startseite Alle NachrichtenSport
Keep calm and do burpees! #freeletics
 

Keep calm and do burpees! #freeletics

0

Von Männern mit Dackel

Foto: Patrick Schabe
Foto: Patrick Schabe
Glotzende Menschen und düstere Parks: Freeletics macht nicht unter allen Umständen Spaß. Nach sieben Wochen stellt unsere Kunstredakteurin gereizt fest, dass die Kälte nicht das größte Problem des Winters ist.
Menschen, die in der Öffentlichkeit Sport machen, scheinen eine ganz besondere Anziehungskraft auszuüben – zumindest bekomme ich den Eindruck, sobald ich mein Training draußen absolviere. Dabei ist es egal, ob ich tatsächlich etwas befremdlich wirkende Burpee Frogs mache und schnaufend und prustend durch die Gegend hüpfe oder ob es ganz gewöhnliche Sit-ups oder Laufeinheiten sind: Immer, aber auch wirklich immer bleibt mindestens eine Person stehen und gafft, manchmal wird auch etwas gesagt. Da kommen dann so hochmotivierende Sprüche wie „na, jetzt aber schnell“ oder „hop, hop, hop“. Ganz ehrlich: Das nervt.

Über die fröhlichen Damen und Herren, denen so locker ein flotter Spruch über die Lippen geht, kann ich vielleicht sogar noch hinwegsehen, die sind wenigstens gut gelaunt. Schlimm sind jene Herren – es tut mir leid, dass ich jetzt Klischees bedienen muss – über 60, die wahlweise mit Dackel oder Enkelkind im Schlepptau in einem Meter Entfernung stehenbleiben und einfach mit unbewegter Miene starren. Da kann der Dackel auf den Rasen kacken oder das Enkelkind sich Schlamm in den Mund stopfen, Opi hat die Welt um sich herum vergessen und glotzt. Manchmal bin ich versucht, den Herren Snacks anzubieten, damit sie ihr Erlebnis noch entspannter genießen können.

Vielleicht sollte ich mich nicht darüber aufregen, das eigentliche Problem ist wohl auch eher, dass es gar nicht so einfach ist, einen gescheiten Trainingsplatz zu finden. Die Philosophie von Freeletics ist, dass sich dieser Sport überall ohne besonderes Equipment ausüben lässt. Dass dies sehr leicht daher gesagt ist, weiß jeder, der sich schon mal in Mainz auf die Suche nach einer Klimmzugstange gemacht hat. Keine Chance, ich muss mindestens 20 Minuten mit der Straßenbahn fahren, um ein geeignetes Fußballtor zu finden, das nicht in einem Hochsicherheitstrakt eingeschlossen vor der Allgemeinheit geschützt wird.

Dazu kommt, dass viele Parks nachts nicht ausreichend beleuchtet sind. Gerade im anbrechenden Winter ein echtes Problem. Mit der Kälte komme ich zurecht, aber in einem stockfinsteren Park zu trainieren, ist wirklich nicht besonders prickelnd. Mal abgesehen davon, dass ich ein Angsthase bin und hinter jedem Gebüsch einen Axtmörder vermute, habe ich auch keine Lust, mir die Haxen zu brechen, weil ich den Weg vor mir nicht sehe. Zum Glück bin ich eine brotlose Journalistin ohne geregelten Tagesablauf und kann auch mal zur Mittagszeit ein kleines Workout einlegen. Aber eine Petition für besser ausgebaute und vor allem öffentlich zugängliche Sportplätze und mehr Licht im Park zu schreiben, wäre dennoch eine Überlegung wert - das könnten doch vielleicht die alten Männer mit Dackel und Enkelkind übernehmen, Zeit scheinen sie ja genug zu haben ...

>> Alle bisherigen Beiträge der Freeletics-Kolumne finden Sie hier.
 
25. November 2014, 10.32 Uhr
Ronja Merkel
 
Ronja Merkel
Jahrgang 1989, Kunsthistorikerin, von Mai 2014 bis Oktober 2015 leitende Kunstredakteurin des JOURNAL FRANKFURT, seit September 2018 Chefredakteurin. – Mehr von Ronja Merkel >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Sport
 
 
Eintracht-Freiburg 0:1
0
Voll fokussiert?
Aufgrund der steigenden Neuinfektionen waren beim zweiten Flutlicht-Auftritt der Eintracht-Frauen keine Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion am Brentanobad erlaubt. Ein Geisterspiel gegen den SC Freiburg, das 0:1 verloren ging, aber nicht wegen der fehlenden Unterstützung. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
Eintracht Frankfurt-Bayer Leverkusen 2:2
0
Verdientes Unentschieden
Hätte, hätte, Fahrradkette. Wären die beiden Heimspiele gegen Hoffenheim und Leverkusen nicht unentschieden ausgegangen, die Eintracht Frankfurt-Frauen könnten weiter mit VfL Wolfsburg und Bayern München das Spitzentrio bilden. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
Eintracht Frankfurt gegen TSG Hoffenheim
0
Nullnummer im Stadion am Brentanobad
Nur zu gerne hätten die Frauen von Eintracht Frankfurt auch ihr drittes Spiel der noch jungen Saison gewonnen. Doch die TSG Hoffenheim trotzte den Adlerträgerinnen ein 0:0 ab. Immerhin konnte der Stadionsprecher vermelden: die SGE bleibt weiterhin ungeschlagen. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
 
Eintracht Frankfurt darf das erste Heimspiel der kommenden Saison vor Publikum bestreiten: 6500 Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen bei dem Spiel gegen Arminia Bielefeld am 19. September dabei sein. Auch der FSV Frankfurt darf erstmals wieder vor Publikum spielen. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: © Eintracht Frankfurt
 
 
Eintracht wird Hauptmieter des Deutsche Bank Parks
0
Der Schlüssel zum Stadion
Seit dem 1. Juli ist Eintracht Frankfurt Hauptmieter des Deutsche Bank Parks. Am Montag fand die symbolische Schlüsselübergabe statt. Bis zur Saison 2023/24 soll die Gesamtkapazität der Arena auf 60 000 Plätze ausgebaut werden. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Eintracht Frankfurt
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  150