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Frauen-Fußball-Bundesliga
 

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Kann der 1. FFC Frankfurt die Saison fortsetzen?

Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler
Die Vereine der Flyeralarm Frauen-Bundesliga haben sich deutlich für die Fortsetzung der Saison ausgesprochen. Wie die männlichen Kollegen trainieren sie und stehen in den Startlöchern. Eine Entscheidung könnte am 6. Mai fallen.
Auch wenn der Spielbetrieb in der Frauenfußball-Bundesliga aufgrund der Corona-Krise über den 30. April hinaus vorerst ausgesetzt wurde, trafen sich die Vereine am Tag vor dem 1. Mai für eine außerordentliche Managertagung, um mit dem DFB und dem Ausschuss Frauen-Bundesligen ein Meinungsbild zur aktuellen Lage einzuholen. Elf von zwölf Klubs sprachen sich dabei für eine Fortsetzung der Saison unter strikter Einhaltung der Vorgaben zum Gesundheitsschutz aus, „sofern die behördliche Verfügungsgrundlage sowie politischen Genehmigungen dafür im Laufe der Woche vorliegen sollten.“ Ein Verein, der 1. FC Köln, enthielt sich der Stimme.

„Auf Grundlage dieses Meinungsbildes werden die DFB-Gremien nun die weitere Vorgehensweise abstimmen. Zur umfassenden Meinungsbildung lag den Klubs das Konzept „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ vor, das bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs bestmögliche medizinische Rahmenbedingungen gewährleisten soll“, gab das Sidi Sportmanagement die Informationen an die Medienvertreter weiter. „Die gemeinsam von DFB und DFL erarbeiteten Vorgaben sehen unter anderem strenge Hygienevorgaben, engmaschige Testungen sowie kontinuierliches Monitoring vor. Das Konzept für die Flyeralarm Frauen-Bundesliga entspricht grundsätzlich den Inhalten für die beiden Ligen der DFL. Es unterscheidet sich lediglich in organisatorischen Nuancen, beispielsweise bei der Personenzahl für die festgelegten Zonen im Innen- und Außenbereich der überwiegend kleineren Stadien. Für die Flyeralarm Frauen-Bundesliga sind hierbei rund 130 Personen pro Spiel vorgesehen.“

„Wir haben ein klares positives Meinungsbild der Vereine erhalten, dies ist die Grundlage, die weiteren Maßnahmen bezüglich der Fortführung des Spieltriebes vorzubereiten“, kommentierte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg das Treffen. „So können wir bei einer entsprechenden Anpassung der behördlichen Verfügungslage handeln. Die Vereine der Flyeralarm Frauen-Bundesliga haben in schwierigen Zeiten Verantwortung gezeigt.“ Siegfried Dietrich, Vorsitzender des DFB-Ausschuss Frauen-Bundesligen, unterstreicht: „Für die Flyeralarm Frauen-Bundesliga war es wichtig, dass sich die große Mehrheit der Vereine für die grundsätzliche Fortführung der Saison 2019/20 ausgesprochen hat und damit zusammen mit dem DFB die internen Voraussetzungen geschaffen wurden, bei grünem Licht der Politik unter Beachtung der behördlichen Vorgaben wieder in den Spielbetrieb einzusteigen und den roten Faden der DFL in Sachen Krisenbewältigung weiter verfolgen zu können. Dieses deutliche Bekenntnis ist vor allem dadurch zustande gekommen, weil die DFL mit ihrem beispiellosen Solidarfonds auch die höchste Spielklasse der Frauen wirtschaftlich unterstützt. Das ist ein großartiger Schulterschluss in schwierigen Zeiten, ein starkes Zeichen, das gar nicht hoch genug zu bewerten ist.“

Im Zuge einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs steht den Klubs der Frauen-Bundesliga und denen der 3. Liga ein Solidarfonds von 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dieser wurde von der DFL, beziehungsweise den vier Champions League-Teilnehmern, bereitgestellt. Aus diesem Topf sollen zunächst die ansonsten durch die Klubs unmittelbar zu tragenden Kosten für die Testungen zentral gezahlt werden. So sieht es ein Beschluss des DFB-Präsidiums vor, der einstimmig getroffen worden ist. Der Restbetrag wird ohne Abzüge an die Klubs zur Unterstützung für die Durchführung der weiteren Spiele der Saison ausgezahlt. Diese Auszahlung wird anteilig nach jedem durchgeführten Spieltag erfolgen.
 
4. Mai 2020, 10.34 Uhr
Detlef Kinsler
 
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