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Eintracht Frankfurt in der Europa League
 

Eintracht Frankfurt in der Europa League

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Ein Abend, den niemand vergessen wird

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Eintracht Frankfurt kann Europa: Nach dem Sieg in Marseille gewannen die Frankfurter am Donnerstagabend auch gegen Lazio Rom. Nach dem 4:1 Erfolg im heimischen Stadion sprach Adi Hütter von einem "fantastischen Abend". Ein Sonderlob gebührt den Fans.
Sensationell, grandios, fantastisch - die Spieler von Eintracht Frankfurt waren voll des Lobes, als sie nach Abpfiff in der Mixed Zone über den 4:1 Sieg gegen Lazio Rom sprachen. Doch ihre Begeisterung bezog sich nicht nur auf den überraschend deutlichen Erfolg gegen die Italiener, sondern auf die eigenen Fans. Schon vor dem Anpfiff hatten sich die Eintracht-Anhänger eine Choreografie einfallen lassen, die das halbe Stadion einbezog. Während die Fankurve einen riesigen Adlerkopf abbildete, erinnerte die Gegentribüne an den UEFA-Pokalsieg der Frankfurter 1980: „Hier holten wir den Pokal – Auf ihr Schwarz-weißen Helden holt ihn nochmal“ war da zu lesen.



© Bernd Kammerer

In jeder Minute des Spiels wurde klar: Hier freuen sich die Anhänger so richtig auf den europäischen Auftritt ihres Teams. „Es war keine Minute ruhig“, sagte Torhüter Kevin Trapp anschließend und ergänzte: „Das war mit die beste Stimmung, die ich je in einem Stadion erlebt habe.“ Auch Marco Russ zollte den Fans seinen Respekt: „Wir hatten uns auf ein Spektakel gefreut. Für solche Abende spielst du Fußball.“ Selbst der unterlegene Gästetrainer Simone Inzaghi bezeichnete die Atmosphäre im ausverkauften Stadion als grandios. Eintracht-Trainer Adi Hütter sprach angesichts der Begeisterung auf den Rängen von Gänsehaut-Momenten und einer "Nacht, die ich nie vergessen werde".

Auch aus sportlicher Sicht war der zweite Spieltag in der Europa League einer, an den sich die Frankfurter gerne erinnern werden. Mit einem sehenswerten Volleytreffer von Danny da Costa gelang der Eintracht bereits in der 4. Minute die Führung. Das frühe Tor habe die Mannschaft beflügelt, sagte Hütter anschließend bei der Pressekonferenz. Dennoch war der Ausgleich der Römer 19 Minuten später durch Marco Parolo verdient, denn nach der Führung hatte die Eintracht etwas in ihren Offensivbemühungen nachgelassen. Nur fünf Minuten später gingen die Gastgeber erneut in Führung: Nach Vorarbeit von Sébastien Haller und Mijat Gacinovic traf Filip Kostic zum Halbzeitstand.

Zwei Platzverweise für Lazio Rom
Diesmal ging die Eintracht besser mit dem Vorsprung um und spielte weiter offensiv. Als Luka Jovic in der 52. Minute mit einem gefühlvollen Lupfer zum vorentscheidenden 3:1 traf, waren die Römer nur noch zu Zehnt auf dem Platz: Dusan Basta musste mit gelb-rot nach wiederholtem Foulspiel vorzeitig in die Kabine gehen, in der 59. Minute folgte Joaquín Correa mit einer roten Karte nach einem Foul an de Guzman. Die Spieler von Lazio, allen voran Ciro Immobile, kämpften zwar um den Anschluss, blieben aber glücklos. Die Eintracht vergab durch Haller und den eingewechselten Ante Rebic dagegen gleich mehrere Chancen auf weitere Tore. Das 4:1 durch da Costa in der Nachspielzeit (90+4) war dann „der krönende Abschluss eines tollen Abends“, wie es Hütter formulierte.

Gute Ausgangslage in Gruppe H
Dank der makellosen Bilanz mit zwei Siegen aus zwei Spielen geht die Eintracht mit einer perfekten Ausgangsposition in die nächste Begegnung in der Europa League. Am 25. Oktober kommt der zyprische Vertreter Apollon Limassol in die Commerzbank-Arena. Russ warnte davor, bereits vom Einzug in die nächste Runde zu träumen. „Es sind noch viele Spiele und Punkte zu holen, wir dürfen nicht nachlassen“, sagte der Verteidiger und erinnerte daran, sich zunächst auf die Partien in der Bundesliga zu konzentrieren: „Es bringt nichts, in der Europa League in die zweite Runde zu kommen und in der Bundesliga auf den Abstiegsrängen zu sein.“

Ohne Torró gegen Hoffenheim
Nach einer kurzen Regenerationszeit geht es für die Frankfurter am Sonntag in Hoffenheim weiter. Beim Spiel gegen den punktgleichen Tabellenelften werden die Adler ohne Lucas Torró antreten. Wie Hütter nach dem Sieg gegen Rom mitteilte, war der Bruder des Spaniers überraschend verstorben. Gegen Rom wollte der Mittelfeldspieler dennoch auf dem Rasen stehen, gegen Hoffenheim wird er aber definitiv fehlen. Es war der traurige Wermutstropfen an einem sonst perfekten Frankfurter Abend.
4. Oktober 2018
Nicole Nadine Seliger
 
Nicole Nadine Seliger
Jahrgang 1987, Studium der Germanistik, Anglistik und BWL, Leidenschaft für Sport, seit 2016 beim JOURNAL Frankfurt – Mehr von Nicole Nadine Seliger >>
 
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