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Eintracht Frankfurt-SC Freiburg 2:1
 

Eintracht Frankfurt-SC Freiburg 2:1

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Den Pokal fest im Blick

Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler
Der Glaube versetzt Berge. Das 2:1 der Eintracht-Frauen gegen den SC Freiburg am vergangenen Sonntag ist ein Beleg dafür. Die Mannschaft hat damit zum 14. Mal den Einzug ins Pokalfinale geschafft.
Die gern und oft zitierte Körpersprache stimmte von der ersten Minute an. Schnell gab es schon die erste Ecke für Eintracht Frankfurt. Konsequentes frühes Anlaufen der Gegnerinnen und daraus resultierende Ballgewinne sorgten für eine Anfangsoffensive, in der allerdings Freigang und Feiersinger scheiterten. Dass das erste Tor für den SC Freiburg fiel, lag an einem genialen Diagonalball von Rebecca Knaak in der 14. Minute übers halbe Feld, den Marie Müller auch deshalb gnadenlos verwandeln konnte, weil Camille Küver sich übertölpeln ließ und im Laufduell der beiden 23-er das Nachsehen hatte. Mit steilen Bällen in die Spitze suchte der SC Freiburg sein Glück und auch Letícia Santos ließ sich einmal überlaufen, konnte dann aber doch klären.

Der frühe Rückstand sorgte indes nur für eine kurze Irritation mit seltsam unkontrollierten Pässen von Küver und Dunst ins Nichts, schnell zeigten die Frankfurterinnen wieder, dass sie das Endspiel in Köln unbedingt erreichen wollten. Prašnikar und Freigang suchten den Abschluss, auch Küver hatte gleich mehrere Chancen. Es reichte aber zunächst nur für Aluminiumtreffer und die Eintracht-Spielerinnen mussten mit einem Rückstand in die Pause gehen.

Vollkommen unbeeindruckt vom Spielstand nutzte Lara Prašnikar die zweite der beiden Möglichkeiten, die sich ihr gleich nach Wiederanpfiff boten. Nach einem Lattentreffer konnte sie dann nach einer Ecke im Gewusel vorm Tor der Breisgauerinnen den Ball über die Linie drücken. Der Lohn für ihre oft giftige Spielweise. Ein satter Schuss von Laura Feiersinger wurde von Lena Nüding spektakulär geklärt. Aber die Frankfurterinnen blieben dran und setzten nach. Als habe sie wegen ihres Fehlers beim 0:1 etwas gut zu machen, gelang der 17-jährigen Camilla Küver in der 63. Minute das sehenswerte, technisch perfekte 2:1. Ein zu knappes Ergebnis, denn lange agierten die Mannschaften auf Augenhöhe bei vielleicht leichten spielerischen Vorteilen für die Eintracht. Immerhin waren noch fast dreißig Minuten zu spielen und der SC lauerte auf Konter. Die Siegtorschützin Camilla Küver hatte das Spiel in dieser Phase so wahrgenommen: „Die letzten 20 Minuten waren ein totaler Kampf und wir wollten es nur noch über die Zeit bringen.“

Die Eintracht konnte den Sieg schließlich sicherstellen. „Man hat gesehen, dass alle unbedingt den Finaleinzug wollten“, kommentierte Trainer Niko Arnautis das Spiel, und Kapitänin Tanja Pawollek pflichtete ihm bei: „Jede hat zu jeder Sekunde daran geglaubt und das hat man auch gemerkt. Wir haben den Sieg einfach erzwungen.“ In der Euphorie des Triumphes ließ sich Lara Prašnikar noch zu folgender Aussage hinreißen: „Jetzt sind wir im Finale. Wir sind heiß und können es kaum abwarten. Jetzt fahren wir nach Köln und holen den Pokal!“

Die Widersacherinnen in Köln am 30. Mai kommen aus Wolfsburg. Das zweite Halbfinale am Sonntag endete 2:0 für die Wölfinnen gegen den Klassenprimus Bayern München. Der VfL, der in der Champions League ausgeschieden ist und fünf Punkte hinter den – in der Liga seit siebzehn Spielen ungeschlagenen – Münchnerinnen auf Platz zwei steht, kann sich wohl nur noch wenig Hoffnung auf die Meisterschaft machen und sieht seine letzte Titelchance der Saison im Gewinn des DFB-Pokals. Den würden allerdings auch die Frankfurterinnen nach sieben Jahren Abstinenz nur zu gerne wieder an den Main holen.
 
6. April 2021, 12.52 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
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