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Eintracht Frankfurt-MSV Duisburg 3:0
 

Eintracht Frankfurt-MSV Duisburg 3:0

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Silberstreif am Horizont

Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler
„Das hat uns allen gutgetan“, kommentierte Laura Feiersinger den Sieg ihrer Mannschaft gegen Tabellenschlusslicht MSV Duisburg. Ein Silberstreif am Horizont vor dem wichtigen DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg am Samstag.
Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Aufsteiger SV Meppen beim vergangenen Heimspiel am 12. März und der 3:2-Niederlage vergangenen Freitag bei Bayer Leverkusen empfand der Trainer der Eintracht Frankfurt-Frauen, Niko Arnautis, der am 1. April 41 Jahre alt wird, den Sieg seines Teams gegen den MSV Duisburg auch als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk.

Richtig zufrieden sein konnte der Coach nur mit der ersten Halbzeit. Da fielen alle drei Tore, das erste durch Laura Feiersinger in der 20. Minuten, die beiden folgenden durch Sjoeke Nüsken in der 35. und 44. Minute. In der zweiten Hälfte lief die SGE noch Gefahr sich Gegentreffer einzufangen. „Lauft doch mal durch“ hörte man den Trainer früh auf den Platz rufen. Denn da fanden – das hatte man schon im Match gegen Meppen gesehen – die Flanken keine Abnehmerinnen. Küver arbeitete konsequenter nach vorne als ihre Kollegin Hechler rechts, die diesmal für Santos aufgelaufen war. Die Brasilianerin hatte man gegen Meppen besser gesehen. Eine erste Torannäherung von Dunst wurde noch abgeblockt, ein Drehschuss von Freigang ging knapp links vorbei. Feiersinger konnte sich an den Gegnerinnen vorbei tricksen, der Ball landete aber im Aus. Wenig später hatte die Österreicherin mehr Glück, denn da landete der Ball in der 30. Minute im Kasten von Meike Kämper.

„Nicht aufhören, weiter machen“, hörte man darauf Aufmunterungen von der Frankfurter Bank. Feiersinger bediente Freigang, die Kugel zappelte wieder im Netz, die Tormusik war schnell eingespielt, nur der Treffer wurde wegen abseits nicht gegeben. Das 2:0 fiel dann in der 35. Minute durch Sjoeke Nüsken. Nach einem Diagonalball von Kapitänin Tanja Pawollek auf Laura Feiersinger, die für Frankfurts Nummer 8 auflegte. In dieser Phase beherrschte die Eintracht wie über weite Strecken der ersten Hälfte die Partie bei sommerlichen 20 Grad im Stadion am Brentanobad. Freigang scheiterte an Kämper, Dunsts Fernschuss ging daneben, auch Küver scheiterte an der gegnerischen Torhüterin, an der sie elegant rechts vorbeischieben wollte. Dafür gelang Nüsken vor dem Pausenpfiff noch das 3:0.

Ob die Spielerinnen in der zweiten Halbzeit gedanklich schon beim DFB-Halbfinalspiel gegen den SC Freiburg waren, konnte man sich angesichts der Tatsache denken, dass der Tabellenletzte plötzlich zu gleich mehreren Chancen kam. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann nur noch das Nötigste gemacht, sicher auch, weil wir schon das Spiel am Samstag im Hinterkopf hatten“, gab Feiersinger auch unumwunden zu. Sicherlich nachzuvollziehen, dennoch ein wenig bedenklich. Aber wahrscheinlich sollte man die Worte nicht auf die Goldwaage legen, zumal Feiersinger auch erklärte: „Am Samstag wird es ein ganz offenes Spiel, denn in einem Halbfinale wird sich keiner was schenken. Ich hoffe, dass wir dann zeigen, was wir draufhaben und am Ende der glückliche Sieger sind.“ Denn das Endspiel in Köln zu erreichen, um dort auf die Siegerinnen aus dem Spiel der CL-Anwärterinnen Bayern München und VfL Wolfsburg zu treffen, könnte wunderbar von der aktuellen Tabellensituation in der Meisterschaft ablenken.

Trotz vier frischer Kräfte, die Arnautis noch zwischen der 65. und 77. Minuten auf den Platz brachte (Kirchberger war schon in der 46. Minute für Kleinherne gekommen), blieb das Spiel der SGE in einigen Phase nachlässig. So eröffneten sie dem MSV noch unverhoffte Möglichkeiten. Denn eines konnte man den Gästen nicht vorwerfen, dass sie nämlich nicht bis zur letzten Minute daran glauben wollten, noch den Ehrentreffer markieren zu können. Prasnikar konnte keine Impulse setzen, Köster zeigte sich auf rechts ein paar Mal, Martinez wuselte sich gleich an der Torauslinie in Richtung Fünfmeterraum durch. „Dass Shekiera Martinez reinkam, haben wir spontan entschieden. Sie hat sich in der ganzen Woche gut gefühlt und wenn du so eine Spielerin in der Hinterhand hast, ist das auch für die Mannschaft ein wichtiges Zeichen. In erster Linie war es aber einfach wichtig, dass sie ihr Gefühl zu spielen, wiederbekommt. Natürlich ist noch nicht alles zu hundert Prozent wieder da, aber das Allerwichtigste ist, dass ihr Knie hält und wir sind froh, dass wir sie wieder haben“, kommentierte Arnautis die Einwechslung.
 
1. April 2021, 12.11 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
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