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Foto: Trotz 6:0-Sieg ein bitterer Tag für Eintracht-Verteidigerin Camilla Küver: Sie hat sich beim Spiel gegen Jena am Freitag das Kreuzband gerissen. © Detlef Kinsler
Foto: Trotz 6:0-Sieg ein bitterer Tag für Eintracht-Verteidigerin Camilla Küver: Sie hat sich beim Spiel gegen Jena am Freitag das Kreuzband gerissen. © Detlef Kinsler

Eintracht Frankfurt – FC Carl Zeiss Jena 6:0

Getrübte Freude nach Kantersieg

So richtig freuen konnten sich die Eintracht Frankfurt-Frauen nach dem Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena nicht. Die schwere Verletzung von Camilla Küver überschattete den klaren 6:0-Sieg und den vorübergehenden Sprung auf Tabellenplatz zwei.
Cheftrainer Niko Arnautis nahm in seinem Statement nach dem Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena das Wort „Highlightspiele“ in den Mund und erinnerte damit an die beiden letzten Auftritte seiner „Mädels“ gegen den VfL Wolfsburg (wo sie unglücklich verloren haben) und das Pokal-Aus gegen den FC Bayern München (nach einem schwer umkämpften Spiel) – beides auswärts. „Ein solches Spiel so anzunehmen zeigt, dass wir gereift sind“, kommentierte der Coach den klaren Sieg über das Tabellenschlusslicht.

Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, scheinen solche Matches psychologisch schwierig zu sein. Die Fans der Eintracht-Männer wissen ein Lied davon zu singen, wie ihre Lieblinge gerade gegen „kleinere“ oder gar unterklassige Teams (wie im Pokal) oft mehr als schlecht aussehen. Nur gut, dass die Eintracht Frankfurt-Frauen sich daran kein Beispiel nehmen. Auch wenn die Adlerträgerinnen drei Minuten länger als in Wolfsburg brauchten, um in Führung zu gehen, übten die Gastgeberinnen von der ersten Sekunde an Druck auf die Gäste auf und Shekiera Martinez hätte schon früh einen Fehler der Torfrau Laura Kiontke ausnutzen können.

Der Treffer von Barbara Dunst in der 7. Minute war dann ein besonders sehenswerter. Halblinks von der 16-Meterraum-Grenze schlenzte sie den Ball rechts in den Winkel. Ein Traumtor, das der Eintracht in die Karten spielte. Arnautis’ Elf ließ den Jenaerinnen kaum Raum zur Entfaltung, trotzdem konnten die Thüringerinnen Konter fahren. Kein Wunder bei der offensiven Ausrichtung der Eintracht, diesmal wieder mit Küver auf links und Santos auf rechts während Hanshaw auf der Bank blieb. Aber da Freigang schon in der 19. Minute zum 2:0 nachlegte, wurde Jena schnell der Schneid abgekauft. Acht Minuten später fiel nach einer Prašnikar-Ecke das 3:0 durch ein Eigentor von Denise Landmann. In der 34. Minute schaltete sich sogar Sophia Kleinherne in den Angriff ein, konnte von der Torauslinie eine scharfe Flanke platzieren, die Prašnikar verwerten konnte.

Das Spiel war im Prinzip gelaufen, auch wenn sich die Jenaerinnen nicht aufgaben und nach wie vor – wie Trainerin Anne Pochert bemerkte – Nadelstiche setzen wollten. Was für die gute Moral die SGE zurzeit spricht, zeigte sich direkt nach der Halbzeitpause. Die Eintracht sah ihre Chance, noch etwas fürs Torverhältnis tun zu können. Denn das könnte, so eng wie die Mannschaften zurzeit an der Spitze zusammenstehen, am Saisonende noch wichtig werden. In der 49. Minuten gelang Dunst ein weiterer Kunstschuss, bevor Martinenz drei Minuten danach das halbe Dutzend nicht minder sehenswert voll machte. Jena drohte jetzt ein Debakel. Doch dann kam der unheilvolle Moment, als sich Küver, immer eine unermüdliche Antreiberin, ohne Fremdverschulden verletzte und vom Platz getragen werden musste. „Man kann uns keinen Vorwurf machen, dass wir uns nach der Verletzungspause ein paar Minuten haben hängen lassen“, würde Kleinherne später sagen. „Wir haben danach irgendwann noch einmal zurück ins Spiel gefunden und die Null gehalten.“

Einen Fehler der Innenverteidigerin konnte Samira Sahraoui nicht nutzen, weil die eingewechselte Leonie Köster klären konnte. Am Samstag kam dann die Nachricht, dass sich Camilla Küver das Kreuzband gerissen hat und ihren Kolleginnen voraussichtlich sechs Monate fehlen wird. „Unsere junge Defensiv-Allrounderin wird uns als Leistungsträgerin auf, aber auch neben dem Platz sehr fehlen“, äußerte sich Sportdirektor Siegfried Dietrich nach der schlimmen Diagnose. „Wir alle wünschen Camilla beste und schnelle Genesung und einen guten Heilungsverlauf.“ Da schließen wir uns vom JOURNAL FRANKFURT natürlich an.
 
15. November 2021, 11.07 Uhr
Detlef Kinsler
 
 
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