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1. FFC Frankfurt-Turbine Potsdam 0:2
 

1. FFC Frankfurt-Turbine Potsdam 0:2

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Gnadenlose Effizienz

Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler
Der Traum von Finale in Köln sollte auch nach dem Viertelfinalspiel gegen den Dauerrivalen weitergeträumt werden. Nur Turbine Potsdam machte dem 1. FFC Frankfurt einen Strich durch die Rechnung und gewann 2:0.
Das wäre ganz sicher ein wunderbarer Abend für eine echte Standortbestimmung für den 1. FFC Frankfurt gewesen. Ein K.O.-Spiel im DFB-Pokal sollte doch helfen, das ganze Potential der Mannschaft abzurufen. Und dann dies: am Ende standen die Frankfurterinnen mit leeren Händen da was Heimtrainer Niko Arnautis als nicht wirklich „verdient“ kommentierte. Denn er sah seinen FFC über weite Strecken dominant. „Wir haben sehr viele Torchancen liegen gelassen, das ist das einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann“, sagte der 37-Jährige in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Unsere Mannschaft hätte mehr verdient gehabt, das ist sehr, sehr bitter, so ausgeschieden zu sein.“ Tatsächlich war es ein munteres Match, das 1.410 Zuschauer, darunter auch der gerade installierte Interimscoach der Frauenfußballnational-Mannschaft nach der Entlassung von Steffi Jones, Horst Hrubesch, zu sehen bekamen. Crnocorgevic tauchte vor dem Tor von Lisa Schmitz auf, Groenen suchte den Abschluss, Pawollek dito, Yokoyama ließ sich den Ball in aussichtsreicher Positionen abluchsen. Ein munteres Hin und Her, bei dem Desiree Schumann gleich mehrfach gefährliche Schüsse zu entschärfen hatte. Mit der Zeit stellte sich eine leichte Überlegenheit der Potsdamerinnen ein, was nach 21. Minuten zur Führung durch Johanna Elsig nach einer Standardsituation führte. Der 1. FFC zeigte gleich eine Reaktion, ein weiterer Versuch von Crnogorcevic wurde von Schmitz aus dem rechten unteren Eck gefischt. In der 35. Minuten hatte dann Svenja Huth ihren Auftritt und markierte das frühe 0:2. Da zeigte sich die gnadenlose Effektivität der Gäste, die schneller, weit wendiger und zielorientierter zu agieren schienen. „Ich muss meiner Mannschaft Riesenkomplimente machen“, sprach Potsdam-Trainer Matthias Rudolph die „Missstände“ an, mit denen die Turbinen unter der Woche zu kämpfen hatten. Noch kurz vor dem Spiel fielen mit Lia Wälti und Tabea Kemme zwei weitere Leistungsträgerinnen aus. „Wir konnten erst zwei Stunden vorm Spiel entscheiden, wer spielt und in welchem System wir auflaufen.“ Und er schaffte es, seine geschwächte Mannschaft stark zu reden. So kam es zu einer „sensationellen Leistung“, einzig seine Torhüterin wollte er dabei herausheben. Dann fragt prompt ein Frankfurter Journalist (ein Schelm, wer Böses dabei denkt) Rudolph nach der Ex-Frankfurterin Svenja Huth und der gerät – ganz unvermittelt – ins Schwärmen. „Das war eine sensationelle Leistung. Vorm Spiel habe ich sie tatsächlich in die Verantwortung genommen aufgrund all der Ausfälle. Sie ist eine der beste Spielerinnen Deutschlands, ich bin glücklich, dass sie vor zweieinhalb Jahren den Schritt nach Potsdam gemacht hat.“ Eine quirlige Stürmerin wie sie würde Frankfurt heute nur allzu guttun. Denn die kleine Urgewalt wirbelte die Frankfurter Abwehr, meist über rechts, mitunter auch über links kommend ganz alleine durcheinander, dass so manche Gegnerin nur hinterherhechlern konnte. Ganz egal, wer in der zweiten Halbzeit dem nächsten Tor näher war, es fiel keines mehr. Immerhin kann man den Frankfurterinnen nicht vorwerfen, nicht bis in die letzte Minute der Nachspielzeit versucht zu haben, noch einen Treffer zu erzielen. Nur leider wechselte Niko Arnautis mit Shekiera Martinez (76. Minute). Julia Matuschewski (86. Minute), die gleich einen Freistoß schießen durfte, der auch das Ziel verfehlte, und Lise Overgaard Munk (89. Minute) Stürmerinnen ein, während Kumi Yokoyama gegen ihre gefühlt drei Köpfe größere Gegenspielerin Rahel Kiwic hoffnungslos auf verlorenem Posten stand und Sturmkollegin Crnogorcevic selbst beim Stand von 0:2 noch Hakentricks spielte, was nur bedeuten konnte, dass sie den Ernst der Lage nicht begriffen hatte. Ein bisschen mehr Zielstrebigkeit hier und da hätte tatsächlich nicht schaden können.
14. März 2018
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
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