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1. FFC Frankfurt-SC Freiburg
 

1. FFC Frankfurt-SC Freiburg

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Nullnummer am Brentanobad

Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler
Zwar legte der 1. FFC Frankfurt dem SC Freiburg am Ostersamstag ein Ei ins Netz, doch der Treffer von Géraldine Reuteler wurde wegen Abseits nicht gegeben. So blieb das Spiel der Tabellennachbarn eine Nullnummer.
Eine Reaktion wollte die Mannschaft des 1. FFC Frankfurt nach der Auswärtspleite gegen den SV Werder Bremen (1:2) vor einer Woche zeigen, doch die erhoffte Wiedergutmachung blieb nur ein Strohfeuer. Ohne Durchsetzungsvermögen sei seine Mannschaft, so Trainer Niko Arnautis, an der Weser aufgetreten. Das sollte sich gegen Freiburg nicht wiederholen. In der Hinrunde hatte man da schließlich in einer verrückten Partie noch 4:3 gewonnen. Die sieben Tore klangen für das erneute Aufeinandertreffen wie ein Versprechen, das aber nicht eingelöst wurde. Und das lag nicht allein an den Gastgeberinnen, auch der diesjährige DFB-Pokalfinalist SC Freiburg (spielt am 1.5. gegen den Sieger der letzten vier Jahre, den VfL Wolfsburg) tat wenig für ein wirklich attraktives Match. „Wir sind gut ins Spiel gekommen“, resümierte Arnautis in der Pressekonferenz, musste seinem Kollegen Jens Scheuer aber beipflichten, dass sein FFC gerade mal zehn Minuten „griffiger“ gespielt habe. „Ich kann mir auch nicht erklären, warum wir uns aus dem Spiel genommen haben“, sagte Arnautis. Er vermutet, dass die Niederlage von Bremen wohl nachgewirkt habe. Schnell standen den anfangs noch aggressiven Balleroberungen fast mehr Ballverluste entgegen, hinzu kamen unverständliche individuelle Fehler und das von ganz erfahrenen Spielerinnen und nicht etwa von den ganz jungen, denen Arnautis und auch Manager Siggi Dietrich Fehler zugesteht. Laura Störzel verschätzte sich beim Kopfball, ließ sich später dann mal überlaufen. Es war der 1. FFC, der Freiburg besser ins Spiel kommen ließ. Und es war immer wieder Torfrau Bryane Heaberlin, die mit ihren Paraden dafür sorgte, dass ihre Frankfurter Mannschaft nicht in Rückstand geriet.

Auch wenn es nicht danach aussah, als könnten die Gastgeberinnen dem Chancenplus des SC etwas entgegensetzen (so ungenau war das Passspiel, zu harmlos die Abschlüsse), lag der Ball in der 39. Minute im Tor der Breisgauerinnen. Géraldine Reuteler nahm den hinter die Abwehr gespielte Kugel auf, stand dabei aber knapp im Abseits. Irgendwie konfus blieb das Spiel auch in der zweiten Hälfte. Da verstolperte selbst eine Jackie Groenen einen Ball, eroberte ihn sich als echte Kämpferin aber zurück, um ihn sofort wieder zu verlieren. Oft gab es ein regelrechtes Gestochere um das Spielgerät etwa an der Außenlinie. Bekam Laura Freigang, vom Stadionsprecher vorab noch als eine der Goalgetterinnen gefeiert, die Kugel in aussichtsreicher Position, suchte sie nicht den direkten Abschluss, sondern spielte quer und suchte eine nicht zwingend besser postierte Mitspielerin. So mutlos hatte man die Frankfurter 10 selten gesehen. Ein Hauch von Gefahr kam gegen Ende auf, als Aschauer wirklich gute Ecken schlug und die eingewechselte Shekiera Martinez die Abwehr beschäftigte ohne sich wirklich durchsetzen zu können. Während der 1. FFC Frankfurt schließlich das Ergebnis als einen Punktgewinn werten musste und Arnautis unumwunden zugab, „es wäre wohl zu viel gewesen, wenn wir heute gewonnen hätten“, ärgerte sich Freiburgs Coach Jens Scheuer und zeigte sich „richtig enttäuscht vom Ergebnis.“ Denn er hatte seinen SC von der 12. bis 87. Minute spielbestimmend gesehen. „Es ist gar keine Frage, wer das Spiel hätte gewinnen müssen, aber wir haben gerade in der ersten Halbzeit zu viele Chancen leichtfertig vergeben.“
23. April 2019
Detlef Kinsler
 
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