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Lyoner Viertel

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Aus Büros werden Wohnungen

Die Bürostadt Niederrad wird zur Wohnstadt. Noch ist das Ganze ein Pilotprojekt - könnte aber angesichts des großen Leerstands bei Gewerbeimmobilien Schule machen.
Ein 17-stöckiger Bauklotz streckt sich in der Bürostadt Niederrad in den Himmel. Doch dem Stadtbild zum Trotze handelt es sich dabei nicht um eine der üblichen Gewerbegebäude, sondern um ein Wohnhaus. Die Dreyer Vierte Verwaltungsgesellschaft hatte das Objekt aus den siebziger Jahren bereits vor zehn Jahren erworben. Und nun konnte Geschäftsführer Gilbert Dreyer und Architekt Stefan Forster das fertige Wohnhaus vorstellen. „Es ist ein Pilotprojekt und war eine Pionierarbeit, denn Wohnen in der Bürostadt war bisher unvorstellbar“, so Dreyer. Dennoch: Infrastruktur sei vorhanden. Einkaufsmöglichkeiten befinden sind in unmittelbarer Nähe, Flughafen und Innenstadt seien in fünf bis zehn Minuten zu erreichen. Auch die Stadt Frankfurt hat einiges zur Realisierung des Gebäudes „Lyoner Straße 19“ beigetragen. Mehr als zwei Millionen Quadratmeter Bürofläche stehen in Frankfurt leer. Der Wohnraum hingegen wird angesichts der steigenden Einwohnerzahl immer knapper. Und so beschloss der Magistrat der Stadt Frankfurt die Umstrukturierung von Büro- in Wohnraum. Stadtrat Edwin Schwarz: „Während bis zur Jahrtausendwende Umwandlungen von Büros in Wohnungen keine Rolle spielten, entstanden 2004 88 von 2 617 neu genehmigten Wohnungen zulasten von Büroflächen. 2009 wurden bereits 313 von 2 739 neu genehmigten Wohnungen unter Aufgabe von Büroflächen genehmigt.“

Im November 2008 wurde das Rahmenkonzept „Von der Bürostadt Niederrad zum Lyoner Viertel“, das die Umstrukturierungspotenziale des Stadtteils nachweist, entwickelt. Mit zwei Bauanträgen des Bauherrn Dreyer wurde die Aufstockung des bestehenden Bürogebäudes um drei Etagen sowie die Nutzungsänderung in 98 Wohnungen und eine Gewerbefläche im April 2009 genehmigt. 14 Monate später ist alles fertig. Die insgesamt 7 000 Quadratmeter sind bezugsbereit. Bei der Innenausstattung der Wohnungen wurde an nichts gespart. Alle Wohnungen – von der Eineinhalbzimmerwohnung bis zum Penthouse im 17. Stock – sind mit edlen Küchen, Bädern, Parkett und Einbauschränken eingerichtet. Und die Mieter? „Das werden wohl überwiegend Wochenendpendler, Mitarbeiter des Flughafens oder der in der Bürostadt ansässigen Unternehmen sein“, so Dreyer. Denn die Mieten sind nicht gerade billig, aber für Frankfurter Verhältnisse im Rahmen. Der Quadratmeter kostet zwischen 12 und 14 Euro. Bisher sind lediglich zehn Prozent der Wohnungen vermietet. Dreyer: „Aber wir haben auch erst vor einigen Wochen mit der Vermarktung begonnen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und hoffen, dass wir bis zum Herbst alles vermietet haben.“
 
15. Juni 2010, 08.25 Uhr
Julia Lorenz
 
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