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Kurz vor der Räumung

IvI-Unterstützer appellieren an Stadt und Universität

Das Institut für vergleichende Irrelevanz soll weiterexistieren. Zu den Unterstützern haben sich derweil altgediente Hausbesetzer gesellt, die das Verhalten von Stadt, Land und Universität verurteilen.
Die beiden Vertreter des Aktionsbündnis 15.2., die sich Moshe Anhan und Elena Ebel nennen, machen unmissverständlich klar, was sie von der geplanten Räumung des Gebäudes im Kettenhofweg halten. "Die Situation könnte einen eskalierenden Charakter bekommen", sagt Herr Anhan, der im übrigen schildert, dass in der Myliusstraße, wo das Aktionsbündnis das leerstehende Sigmund-Freud-Institut kurzzeitig okkopierte, vor allem das Wissenschaftsministerium auf eine Räumung durch die Polizei drängte. "Das hat uns erschüttert", sagt er. Hier werde kritische Wissenschaft ausgerechnet vom zuständigen Ministerium verunmöglicht. Auch Asta-Vorstand David Malcharczyk bestätigt, dass Staatssekretär Ingmar Jung die Räumung beschleunigt habe. Die Myliusstraße wurde unter anderem als Reaktion auf die gerichtlich bestätigte Räumungsanordnung gegen das Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Beschlag genommen - allerdings unter Duldung des Sigmund-Freud-Instituts, das auf die Sanierung seines Gebäudes wartet und derzeit in anderen Räumen der Universität mehr schlecht als recht untergebracht ist.

Die Bewegung um das IvI erhält derweil nicht nur Unterstützung von einstigen Besetzern wie Dietmar Flucke, der mit der Idee eines IvI-Cubes bei der Uni-Leitung vorerst scheiterte. Auch der einstige Leiter des Sigmund-Freud-Instituts, Wolfgang Leuschner, schlug sich öffentlich auf die Seite der Besetzer. Erst mit einem Beitrag in der Frankfurter Rundschau, dann auch auf dem Podium einer Pressekonferenz im Studierendenhaus. Leuschner, der vor elf Jahren aus dem Freud-Institut ausschied, bekräftigte, dass die kritische Wissenschaft und insbesondere auch die wissenschaftliche Psychologie und Psychoanalyse an den Rand gedrängt werde. "Sie nimmt Partei gegenüber den Gewaltverhältnissen, sie ist per se gesellschafts- und kulturkritisch." Das sei unter der derzeitigen Leitung der Universität nicht mehr gefragt. Den Besetzern gab er mit auf den Weg: "Ich bin 1960 in den SDS eingetreten. Damals waren wir 30 bis 40 Leute, wir sind uns treu geblieben und haben weitergearbeitet, obwohl der Großteil der Studenten sich nicht dafür interessiert hat. Bleiben Sie dran, geben Sie nicht auf." Neben Leuschner waren noch weitere einstige Köpfe der Hausbesetzer-Szene anwesend. Die Situation, sagt einer, ähnele der damaligen sehr.
 
5. März 2013, 10.14 Uhr
nil
 
 
Fotogalerie: Das IvI von innen
 
 
 
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