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Ginnheimer Spargel und Paulskirche
 

Ginnheimer Spargel und Paulskirche

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Millionen für Frankfurter Wahrzeichen

Foto: Deutsche Funkturm
Foto: Deutsche Funkturm
Der Bund beteiligt sich mit insgesamt 44 Millionen Euro an der Sanierung des Ginnheimer Spargels und der Paulskirche. Das beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestags am gestrigen Donnerstagabend. Der Ginnheimer Spargel soll wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Der Ginnheimer Spargel, der zweithöchste Fernsehturm Deutschlands, soll wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. An einer möglichen Wiedereröffnung der Publikumsbereiche wird sich der Bund mit maximal 50 Prozent der Kosten beteiligen. Eine erste Machbarkeitsstudie geht von Gesamtkosten in Höhe von 49 Millionen Euro aus. Der Haushaltsausschuss des Bundes hat am gestrigen Donnerstagabend knapp 25 Millionen Euro aus Mitteln der Kulturförderung bewilligt. Demnach sollen eine Million Euro im kommenden Jahr und bis zum Jahr 2026 weitere knapp 24 Millionen Euro an die Telekom-Tochter Deutsche Funkturm (DFMG) fließen. Damit könnte der Turm, der seit Ende der 1990er Jahre für die Öffentlichkeit geschlossen ist, wieder zum Ausflugsziel werden. In 238 Metern Höhe soll eine Aussichtsplattform geschaffen werden – damit würde der Europaturm die höchste offene Aussichtsmöglichkeit in Deutschland bieten. Auch die ehemaligen Restaurant- sowie die Aussichtsebene sollen wieder für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht werden. „Eine mögliche Wiedereröffnung des Europaturms ist ein Marathon – der heutige Beschluss ein erster Schritt auf diesem Weg“, findet Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer von Deutsche Funkturm.

Kurz zuvor war das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt worden. Das war die Voraussetzung dafür, dass der Bund Gelder für die Sanierung bewilligt. Der Großteil des Gebäudes steht seit Jahren leer. Aktuell wird der Funkturm für Radio und TV sowie für die Kommunikation von Polizei und Feuerwehr genutzt. Mit der Bundesförderung könnte nun neben der technischen Verwendung eine weitere Funktion als Publikumsmagnet hinzukommen. Die Förderung steht in einer Reihe mit der Erneuerung von Funktürmen im gesamten Bundesgebiet. Mit 18,5 Millionen Euro beteiligt sich der Bund etwa am Umbau des Hamburger „Telemichels“. Auch in Dresden steuert der Bund die Hälfte der Baukosten für die Erneuerung des Funkturms bei.

19,5 Millionen Euro für Sanierung der Paulskirche

Auch die Stadt darf sich freuen, denn sie bekommt einen Millionenzuschuss für die Sanierung der Paulskirche. Im nächsten Jahr sollen 500 000 Euro fließen, insgesamt hat der Bund 19,5 Millionen Euro zugesichert. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der in den vergangenen Monaten intensiv beim Bund um Mittel geworben hatte, bedankte sich bei Haushaltsobmann Johannes Kahrs und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). Die Größenordnung der Unterstützung mit fast 20 Millionen Euro mache laut Feldmann deutlich, dass seine vielen Gespräche in Berlin Gehör gefunden hätten. Haushaltsobmann Kahrs hatte sich bei Besuchen im Sommer vor Ort ein Bild gemacht und versprochen, sich für eine substanzielle Beteiligung des Bundes einzusetzen. In einem weiteren Schritt will sich Kahrs für eine Beteiligung des Bundes am „Haus der Demokratie“, dem geplanten Demokratiezentrum der Paulskirche, stark machen. Währenddessen ist Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (SPD) zuversichtlich, dass aufgrund der zugesicherten Gelder „das 175-jährige Jubiläum der Paulskirche im Frühjahr 2023 im Gebäude selbst gefeiert werden kann“.
 
15. November 2019, 12.10 Uhr
Helen Schindler
 
Helen Schindler
Jahrgang 1993, Studium der Politikwissenschaft an der Goethe-Universität, seit 2017 beim Journal Frankfurt – Mehr von Helen Schindler >>
 
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Leser-Kommentare

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Doris Soric am 16.11.2019, 09:43 Uhr:
Der Europaturm steht ein (oder 2) Steinwürfe von uns entfernt und manchesmal möchte ich das auch ... einen Stein werfen. Der Turm und ich hatten Anfangs ein gutes Verhältnis, dass dann aber brökelte. Wie im Artikel erwähnt ist dort oben seit geraumer Zeit ein Haufen wichtiger Technik. Was keiner dünkt: Die läuft in heißen Sommern s**heiß und muss gekühlt werden. Ganz offenohrig: Seit 3 Jahren brummt und rauscht unser Wahrzeichen in der heißen Jahreszeit Tage und Nächte hindurch und was das Zeug hält,. Also wenn Bockenheim, Ginnheim und Dornbusch sich nächtens vom Alltag und der brüllenden Hitze erholen wollen, rauscht und brummt der Ginnheimer Spargel (brav unter der erlaubten Emissionsgrenze). Telekom und Umweltamt zeigen sich unbeeindruckt (siehe Emissionsgrenze). Also bitte: die schönen Milliönen bitte gerne auch in einen Schallschutz investieren. Und weil ich grad so beleidigt bin werd’ ich nochmal spielverderbern: Der Spargel steht nicht in Ginnheim sondern in Bockenheim (siehe Wikipedia). Somit müsste er Bockenheimer Spargel heißen ... ich nenne ihn ‚Brummkreisel‘!
 
 
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