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Eigenes Wahlprogramm fürs Viertel
 
Eigenes Wahlprogramm fürs Viertel
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Grünes Nordend
Foto: Christina Weber
Foto: Christina Weber
Auf die Belange der Wähler im Nordend wollen die Grünen besonders eingehen – denn hier sind sie stärkste politische Kraft. Daher haben sie für den Stadtteil sogar ein eigenes Wahlprogramm entwickelt.
Im Nordend haben die Grünen viel Einfluss – sie sind hier mit acht Sitzen im Ortsbeirat stärkste politische Kraft. Grund genug für die Partei, für den Stadtteil ein eigenes Programm für die Kommunalwahl aufzustellen. „Das steht natürlich nicht im Widerspruch zum stadtweiten Wahlprogramm. Es geht einfach detaillierter auf die Belange des Viertels ein“, erläutert Stadtteilgruppensprecher Christian Bischoff. So ist das Nordend etwa ein besonders stark wachsender Stadtteil, in dem das Thema Wohnen sehr wichtig ist. Daher dreht sich ein Hauptteil des 24 Seiten starken Programms um dieses Thema.

Im Nordend heißen die Spitzenkandidaten Karin Guder und Michael Mirsch (Foto). „Wichtig ist uns, dass die Milieuschutzsatzung, die im Frühjahr in Kraft tritt, auch umgesetzt wird“, betont Guder, die auch Ortsvorsteherin im Ortsbeirat 3 ist. Darüber hinaus sollen künftig mehr als 40 Prozent alle neuer Wohnungen sozial gefördert sein. Bisher sind 30 Prozent vorgeschrieben. Die gleiche Forderung findet sich im allgemeinen Parteiprogramm. Ein Problem sieht Gruber in der Tatsache, dass immer mehr Wohnraum von immer weniger Menschen genutzt wird. In den 60er Jahren lebten im Nordend rund 87.000 Bürger – heute sind es nur noch 56.000 und dennoch ist der Wohnraum knapp wie nie. Aber auch das sei kein Nordend-spezifischer Trend, sondern eine Entwicklung die überall beobachtet werden kann, räumt Guder ein.

Die Grünen scheuen sich hier nicht vor polarisierenden Themen, genau wie in allen anderen Teilen Frankfurts. „Wir wollen auch im Nordend die Zahl der Parkplätze minimieren“, sagt Guder. Auch wenn hier Parkmöglichkeiten ohnehin rar sind – man setze auf mehr Raum für Radfahrer, etwa mit mehr Stellplätzen für Räder, erläutert sie weiter. Zudem soll die Lebensqualität mit weniger Autoverkehr gesteigert werden. Dafür sollen Carsharing-Angebote sowie der Öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut werden. Inzwischen hätten sie sich auch mit der umstrittenen Quartiersgarage arrangiert, erklärt Mirsch. Denn die Grünen konnten hier den Kompromiss aushandeln, dass für hundert neue, unterirdische Parkplätze oberirdisch dreißig verschwinden. Hier entstehen nun Grünflächen, die auch für Urban Gardening genutzt werden können.

Zudem haben die Grünen im Nordend eine neue Begegnungsstätte in Planung. Im ehemaligen Merianbad soll ein Raum für Sitzungen und Sprechstunden bereitgestellt werden. Das Vorhaben, einen Deckel über den Abschnitt der A661 zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße zu bauen, begrüßen sie. Denn so würden mehr Grünflächen entstehen und wenn das neu entstehende Areal nicht zu dicht bebaut werde, hätte man auch eine Frischluftschneise fürs Viertel, so Mirsch.
16. Februar 2016
Christina Weber
 
Christina Weber
Jahrgang 1983, Studium Online-Journalismus, seit 2014 Volontärin beim Journal Frankfurt – Mehr von Christina Weber >>
 
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Leser-Kommentare

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Thomas Bäppler Wolf am 18.2.2016, 12:15 Uhr:
Aha...und wo bleibt ein Satz zum Innovationsviertel, wegen dem die Grünen eine Grünfläche und eine Frischluftschneise zerstören wollen? Dazu kein Wort. Absolute Wählerverarsche.
 
 
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