Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Diskussion im Le Méridien mit Zana Ramadani
 

Diskussion im Le Méridien mit Zana Ramadani

1

Der Islam und seine Kinder

Foto: Joerg Schulz/Chuck Knox Photography
Foto: Joerg Schulz/Chuck Knox Photography
Zana Ramadani nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um den Islam geht – auch aus autobiografischen Motiven heraus. Jetzt kommt sie zu einer Lesung und Diskussion über ihre Thesen nach Frankfurt.
Sie selbst bezeichnet sich als Rebellin. Und ist Mitglied der CDU. Sie hat die Frauenrechtsgruppe in Deutschland mitgegründet und hat sich später wieder von ihr distanziert. Wer sich der Person Zana Ramadani nähert, muss seine Vorurteile, seine Meinungen und Weltbilder, auch seine gedanklichen Schubladen neu sortieren. Das gilt auch für ihr aktuelles Buch „Die verschleierte Gefahr“. Mit dem hat sie einen echten Nerv deutscher Befindlichkeit getroffen. Das Buch rangiert seit Wochen auf Bestseller-Listen weit oben, auch in Talkshows ist die resolute junge Frau gern gesehener Gast. Nicht nur weil sie sich charmant und bestimmt ausdrücken kann – sondern auch, weil sie jene Stimme repräsentiert, die man in Diskussionen um den Islam, Ramadani würde präzisieren, den politischen Islam, oft genug vermisst.

Zana Ramadani wurde 1984 im mazedonischen Skopje geboren, kam mit sieben Jahren in Deutschland an und wuchs im Siegerland auf – es war keine einfache, keine unbeschwerte Kindheit. Es sind Szenen, wie sie sich in vielen muslimischen Familien abspielen, die sie in ihrem Buch schildert: „Ich musste mich emanzipieren vom Islam – und damit letztendlich von meiner Mutter und deren Bestreben, mich ins Joch zu spannen, das jeder guten muslimischen Frau umgebunden wird.“ Sie habe sich als Jugendliche nicht für Sex und Drogen interessiert, sie habe einfach nur frei sein wollen in ihren Entscheidungen und selbständig leben. Die Mutter aber habe gewütet: Ich solle mich benehmen, so werde mich kein Mann mehr heiraten. Immer öfter telefonierte sie mit ihren Brüdern, meinen Onkeln. Einer von ihnen lebte in Holland, der andere in Nordrhein-Westfalen. Und eines Abends waren sie plötzlich da."

Es empfangen sie Schläge ihres Vaters, als sie von ihrer Arbeit als Auszubildende zurückkehrt, die Mutter stachelt ihn an, bezeichnet ihre Tochter als Hure – später kommen die Verwandten. Sie flüchtet vor ihnen ins Frauenhaus. Sie entschied sich für ein Leben ohne Religion und veraltete frauenverachtende Werte. Für sie ist das Kopftuch „das Leichentuch der freien Gesellschaft“ und ein „Fuck you!“ gegenüber jeder freien unverschleierten Frau und gegenüber jedem Mann.

Sie kritisiert die gesellschaftliche wie politische Kurzsichtigkeit gegenüber gewalttätigen Muslimen und die fortdauernde Diskriminierung der Frau im Islam, die gleichzeitig Unterdrückte und Unterdrückerin ist. In ihrem Buch erläutert sie, dass wir den politischen Islam nicht als kulturelle Eigenart verharmlosen dürfen, wenn wir unsere freiheitlich- demokratische Grundordnung verteidigen wollen und wenn die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung von Mann und Frau weiterhin für alle gelten soll.

Sie prangert öffentlich das vorgestrige Geschlechtsbild im Islam an und erhält dafür viel Zuspruch aber auch Morddrohungen. Für die Menschenrechtsaktivistin gehört ein Islam, der den Koran wort-wörtlich nimmt, der Regeln aus dem Mittelalter einfordert und Frauen missachtet, der Kinderehen stiftet und junge Männer radikalisiert, der die westliche Kultur sowie die hier existierenden Gesetze ablehnt, nicht zu Deutschland.

Gewidmet hat sie ihr Buch ausgerechnet ihren Eltern: „Ich danke meinem Vater dafür, dass er mich gelehrt hat, Fragen zu stellen, auch unbequeme, und meiner Mutter dafür, dass sie mich unbewusst zu einer Rebellin gemacht hat“, schreibt sie.

>> Das Buch
Zana Ramadani, Die verschleierte Gefahr – Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen, 240 Seiten, Europa Verlag, 17,90 Euro

>> Die Lesung
23. Mai 2017, 18.30 Uhr, Le Méridien Frankfurt, Wiesenhüttenpl. 28-38, 13 Euro (inkl. Welcome Drink), Tickets und Infos: www.frankfurter-stadtevents.de
16. Mai 2017
nil
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Thomas B. Reichert am 17.5.2017, 00:33 Uhr:
Ich nehme jetzt auch einmal kein Blatt vor dem Mund. Keine Religion basiert auf Glauben oder Aberglauben. Religionen sind logisch konstruierte Irrlehren. Der einfache Mensch wird mit Ritualen, Feste, Gemeinschaft, netten Wörtern ... in die Kirche - in das Sozialkonstrukt gelockt, um diese anschliessend je nach sozialen Status zu programmieren.

Jeder Monogott ist demzufolge nichts anderes als eine Personifikation der Lichtenergie .... und damit kann der Theologe natürlich alles sagen. Egal ob JHWH, Gott, Allah .... es ist nichts anderes als ein kollektives Über-Ich .... und deswegen starben Millionen von Menschen? Wir leben in einem Wahn! -Kopfschüttel-

Quelle: Buch Gottesoffenbarung - Aufklärung Gott und Christentum

P.S. Religionen sind ART-Diktaturen.
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Podiumsdiskussion zum Thema Wohnungspolitik
0
Zwei OB-Kandidaten diskutierten, einer fehlte
Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Wohnungspolitik und Wohnen in Frankfurt am Main“ diskutierten die Oberbürgermeisterkandidaten Peter Feldmann und Janine Wissler über die aktuelle Lage in Frankfurt. Eigentlich hätten sie zu dritt sein sollen. – Weiterlesen >>
Text: Martina Schumacher / Foto: Bernd Kammerer
 
 
Der Feuerwehrmann Michael Weingärtner ist seit 2014 bei den Freien Wählern Mitglied. Als OB-Kandidat mehr Transparenz in der Verwaltung, einen optimierten ÖPNV und Low-Budget-Wohnen. – Weiterlesen >>
Text: Katharina Bruns / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
Fakten zur Wahl am 25. Februar 2018
1
Endlich verstehen: Die Oberbürgermeisterwahl
Petra Roth war 1995 die erste direkt gewählte Oberbürgermeisterin der Stadt. Das Verfahren, die Bürger über ihr Stadtoberhaupt abstimmen zu lassen, ist also noch vergleichsweise jung. Die Hintergründe. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: iStockphoto.com/RichVintage
 
 
 
Die Grünen und Jutta Ditfurth hatten sich weit voneinander entfernt. Doch jetzt ruft die Politikerin und Publizistin dazu auf, bei der Oberbürgermeisterwahl grün oder links zu wählen. Der Grund heißt Volker Stein. – Weiterlesen >>
Text: nil / Foto: © Philipp von Ditfurth
 
 
Flörsheimer Journalist in türkischer Haft
0
Deniz Yücel ist frei!
Nach einem Jahr im türkischen Gefängnis ist der Flörsheimer Journalist Deniz Yücel freigelassen worden. Das bestätigte sein Anwalt auf Twitter. – Weiterlesen >>
Text: nic / Foto: Deniz Yücel/WeltN24
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  169 
 
 

Twitter Activity