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Coronavirus

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Erster Todesfall in Hessen

Foto: Fusion Medical Animation
Foto: Fusion Medical Animation
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen steigt weiter, inzwischen ist der erste Todesfall bekannt. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, wurden weitere Maßnahmen ergriffen; der Frankfurter Flughafen hat die Einreisebestimmungen verschärft.
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist inzwischen auf 381 gestiegen. Das teilte das Sozialministerium am Dienstagabend mit. Damit ist die Zahl um weitere 39 Infizierte gestiegen. In Frankfurt sind aktuell 51 Menschen betroffen. Zuletzt war es bei den gemeldeten Fallzahlen zu Verwirrung gekommen, da Abweichungen und unterschiedliche Zahlen kommuniziert wurden. Dies sei, wie das Sozialministerium nun mitteilte, auf eine uneinheitliche Art der Datenübermittelung zurückzuführen. Während in der Vergangenheit Fallzahlen auch telefonisch mitgeteilt wurden, werde man nun, „um eine größtmögliche Transparenz und einheitliche Datenquelle zu gewährleisten“ ausschließlich diejenigen Fallzahlen veröffentlichen, die bis Fristende über den gesetzlich festgelegten Meldeweg erfolgt sind.

Seit Dienstag ist auch der erste Todesfall in Folge einer Covid-19-Infektion in Hessen bekannt. Das gab die Stadt Wiesbaden am gestrigen Dienstagabend bekannt. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Patienten der Wiesbadener Klinik, der aufgrund der Symptomatik sofort nach seiner Einlieferung isoliert und auf der Intensivstation behandelt wurde. Nach Informationen des Hessischen Rundfunks handelt es sich um einen 68-jährigen Mann, der an einer Vorerkrankung litt.

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Bürgermeister Oliver Franz (CDU) drückten in einer offiziellen Stellungnahme ihr Beileid aus und sagten: „Der Fall zeigt, dass auch die beste medizinische Versorgung manchmal nicht mehr hilft und man die Gefahren, die vom Coronavirus SARS-CoV-2 ausgehen, nicht unterschätzen darf.“

Bürgermeister Uwe Becker in Quarantäne

Wie Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) am Dienstag bekannt gab, werde er sich aufgrund der Corona-Infizierung des CDU-Politikers Friedrich Merz 14 Tage lang in häusliche Quarantäne begeben. Becker war vergangenen Donnerstag zuletzt im direkten Kontakt mit Merz, bei dem ein am Sonntag durchgeführter Corona-Test positiv ausfiel.

Maßnahmen werden weiter verschärft

Um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen wurde seitens der EU ein 30-tägiges Einreiseverbot ausgesprochen. „Deutschland wird das sofort umsetzen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Videogipfel zum Vorgehen in der Coronavirus-Krise. Auch der Frankfurter Flughafen ist davon betroffen. Dort werden bereits seit Dienstagabend alle ankommenden Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger von der Bundespolizei abgewiesen. Die betroffenen Fluggesellschaften seien dazu aufgerufen, ihre Passagiere wieder zurück zu transportieren. Ausnahmen gelten bei Diplomatinnen und Diplomaten, Forschenden sowie Pflegepersonal. Darüber hinaus dürfen Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger mit Aufenthaltsrecht sowie Menschen aus Großbritannien, Island, Norwegen und der Schweiz einreisen.

Bad Homburg hat ebenfalls die Maßnahmen verschärft und untersagt ab sofort Ansammlungen von mehr als fünf Personen auf öffentlichen Plätzen. Das teilte die Stadt auf ihrer Webseite mit. Darüber hinaus verweist die Stadt auf den Sicherheitsabstand von zwei Metern, den es einzuhalten gelte. Damit wolle man die Übertragungswege für das Coronavirus unterbinden. „In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, die Regeln konsequent zu beachten, um die in anderen Ländern beobachtete, rasche Ausbreitung des Virus bei uns zu vermeiden“, begründete Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) die Entscheidung.

Weitere Großveranstaltungen abgesagt

Nachdem die Uefa gestern die Verlegung der Fussball-Europameisterschaft im Sommer 2020 bekannt gegeben hat, wurde nun ein weiteres sportliches Großereignis abgesagt. Der Radklassiker Eschborn-Frankfurt, der seit 1968 jährlich am 1. Mai stattfindet, und an dem über 4000 Hobbysportlerinnen und -sportler teilnehmen, muss verschoben werden. Das gaben die Veranstalter nun bekannt. Ein Ersatztermin werde noch gesucht. „Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, denn der 1. Mai steht seit über 50 Jahren für den Fahrradfeiertag. Aber derzeit ist ein unbeschwertes, gemeinsames Feiern des Fahrrades nicht möglich“, sagt Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports.

Verlauf der Abiturprüfungen unklar

Seit vergangenem Montag, dem 16. März, sind flächendeckend alle Schulen und Kitas in Deutschland geschlossen. Noch bis zum Dienstagabend hieß es, die anstehenden Abiturprüfungen werden dennoch wie geplant am Donnerstag beginnen, da die notwendigen Schutz-Bedingungen gewährleistet werden können. Nun soll am heutigen Mittwoch, den 18. März, noch einmal neu verhandelt werden.

Während noch über die anstehenden Abiturprüfungen verhandelt wird, haben die fünf hessischen Universitäten in Frankfurt, Darmstadt, Kassel, Marburg und Gießen bereits Regelungen bezüglich ihrer ausgeschriebenen Prüfungen getroffen. Dort werden alle Prüfungen bis zum 20. April ausgesetzt. Lediglich in Marburg sollen mündliche Prüfungen stattfinden.

Blut spenden weiterhin möglich

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz ruft dazu auf, weiterhin Blut zu spenden. Auch in Zeiten der Grippewelle und des Coronavirus sei man auf Spenderinnen und Spender angewiesen, um die Patientinnen und Patienten weiterhin mit Blutpräparaten behandeln und versorgen zu können. Dabei achte man darauf, das Risiko für Spenderinnen und Spender möglichst gering zu halten. So würden Spendewillige schon im Eingangsbereich der Blutspendeeinrichtungen befragt. Wer etwa mit erhöhter Temperatur und anderen Erkältungssymptomen zum Spendetermin komme, werde weggeschickt. In den Räumlichkeiten würden die Spenderinnen und Spender zudem räumlich voneinander getrennt, um Ansteckungen zu vermeiden.

Angela Merkel hält TV-Ansprache

Für den heutigen Mittwochabend hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, sich in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung zu wenden. Es ist das erste Mal im Laufe ihrer Amtszeit, dass sich die Kanzlerin in solcher Form an die Bürgerinnen und Bürger wendet. Um was es dabei genau geht, ist noch unklar. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung gehe es jedoch nicht um die Verkündung neuer Restriktionen, sondern um einen Appell, sich an die geltenden Schutzmaßnahmen zu halten. Die aufgezeichnete Ansprache wird im ZDF nach der heute-Sendung gegen 19.20 Uhr und in der ARD nach der Tagesschau gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt.

>> Einen Überblick über alle Meldungen zum Cornonavirus finden Sie hier.
 
18. März 2020, 13.31 Uhr
ez/sie
 
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