Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Ausstieg dreier Moscheen aus Bundesprojekt
 

Ausstieg dreier Moscheen aus Bundesprojekt

0

Integrationsdezernentin warnt vor Stigmatisierung

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Drei Frankfurter Moscheegemeinden sind aus einem Bundesprojekt ausgestiegen, das Radikalisierung von Jugendlichen verhindern soll. Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg warnt nun vor Stigmatisierung.
Unter dem nicht ganz eingängigem Namen "Professionalisierung der Jugendarbeit in Moscheegemeinden" wurde auf Bundesebene im September 2015 ein Projekt ins Leben gerufen. Es ist ein Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“, das mit jährlich 130.000 Euro geförderte wird. Gemeinsam mit Fachkräften sollten neue Wege gefunden werden, um Radikalisierung von Jugendlichen zu verhindern. Das Projekt war auf fünf Jahre ausgelegt.

Vor wenigen Tagen schockiert dann die Nachricht, dass drei Frankfurter Moscheengemeinden aus dem Vorzeigeprojekt ausgestiegen sind. Es handelt sich dabei um die Abubakr Moschee, die Tarik Ben Ziad Moschee und den Moscheeverein "Toleranz unter Nationen". Die Begründung: Nach fast einem Jahr Zusammenarbeit gebe es immer noch keine brauchbaren Ansätze oder wenigstens eine fruchtbare Projektarbeit.

„Dass es bei der Konzeption des Projekts Probleme und Missverständnisse zwischen den verschiedenen Akteuren gab, gehört zu den Anlaufschwierigkeiten, die ein solches Projekt mit sich bringen kann“, sagte nun Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) zu dem Vorfall. Zudem betont sie, dass diese Schwierigkeiten intern geklärt werden müssen und nicht in der Öffentlichkeit. Eskandari-Grünberg warnte außerdem vor einer Stigmatisierung der Moscheegemeinden und Vereine, weil sie die Ausgestaltung des Projekts kritisieren.

„Jugendarbeit muss auf Augenhöhe stattfinden“, so Eskandari-Grünberg. „Daher werden wir an einer Fortführung der Professionalisierung der Jugendarbeit in den Moscheegemeinden festhalten und sie in ihrer Jugendarbeit unterstützen“, so die Integrationsdezernentin weiter. Erst einmal solle gemeinsam über das weitere Vorgehen beraten werden. Die Erklärung gab sie in Abstimmung mit den Vorständen der drei betroffenen Moscheegemeinden ab.
 
16. Juni 2016
Christina Weber
 
Christina Weber
Jahrgang 1983, Studium Online-Journalismus, seit 2014 Volontärin beim Journal Frankfurt – Mehr von Christina Weber >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Nach dem antisemitischen Terroranschlag von Halle (Saale) meldet sich nun die Jüdische Gemeinde in Frankfurt zu Wort. Sie verurteilt mit deutlichen Worten die Versäumnisse der Politik im Umgang mit Antisemitismus in der Gesellschaft und fordert zum Handeln auf. – Weiterlesen >>
Text: Nathanael Reuter / Foto: Stadt Frankfurt
 
 
Die CDU-geführte Landesregierung in Hessen meldet einen historisch niedrigen Unterrichtsausfall. Die Opposition widerspricht vehement und warnt vor einer Verschlechterung der Bildungsqualität. Sie werfen der Landesregierung Zahlenspielereien vor. – Weiterlesen >>
Text: nre / Foto: Pexels
 
 
Die AfD-Fraktion im Hessischen Landtag zweifelt an der Berechnung der Sitzverteilung nach der Landtagswahl im Herbst 2018 und erhebt nun Einspruch. Demnach stehe der Partei ein zusätzliches Landtagsmandat zu – die aktuellen Mehrheitsverhältnisse sind damit in Gefahr. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: © Peter Wolf
 
 
 
Hessen gegen Rechtsextremismus
0
Kein Platz für Menschenfeindlichkeit
In den vergangenen Monaten sorgten rechtsextremistische Vorfälle in Hessen immer wieder für Aufsehen in ganz Deutschland. Das Land Hessen will nun mit verschiedenen Maßnahmen gegen Rechtsextremismus vorgehen. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Symbolbild © Bernd Kammerer
 
 
Die Römer-Koalition hat am vergangenen Mittwoch den Doppelhaushalt für 2020/2021 vorgestellt. Schwerpunkte sind die Themen Bildung, Wohnen und Klimaschutz. Die Einführung des Freizeit- und Kulturtickets wurde ebenfalls beschlossen. – Weiterlesen >>
Text: Nathanael Reuter / Foto: © Stadt Frankfurt
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  192