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Gesellschaft
 

Wem gehört die Stadt?

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Aktivisten besetzen Garten der ehemaligen OB-Villa

Wieder einmal wird besetzt. Diesmal campieren einige Aktivisten im Garten der ehemaligen Oberbürgermeister-Villa auf dem Sachsenhäuser Lerchesberg - für "eine Stadt für alle" und gegen Fluglärm.
Die Überwachungskameras sind mit Plastiktüten verhangen, fünf Zelte stehen im Vorgarten der ehemaligen Oberbürgermeister-Villa auf dem Sachenhäuser Lerchesberg. Einige der rund 30 Aktivisten aus dem Umfeld des Netzwerkes „Wem gehört die Stadt?“ und der Occupy-Bewegung, die am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr den Vorgarten der ehemaligen Oberbürgermeister-Villa in Sachsenhausen enterten, haben hier sogar übernachtet. Für die seit Jahren ungenutzte Dienstvilla des OB gab die Stadt Ende August bekannt, einen Käufer gefunden zu haben. Damals galt die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung als reine Formsache und diese wurde nach damaligen Angaben Anfang Oktober erwartet.

Die Besetzung des Gartens sei das „Warm up“ für den am Samstag im gesamten Rhein-Main-Gebiet geplanten Aktionstag „Wem gehört die Stadt?“, erklärte Andi, einer der Mitorganisatoren der Besetzung, auf Anfrage. Mit dieser Aktion und einer Demo, die am Samstag, den 28. September um 16 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof startet, wollen sie, wie in den vergangenen Wochen und Monaten auch viele andere Hausbesetzer, beispielsweise der Blaue Block, der ein leerstehendes Gebäude im Gallus besetzte, auf die nicht nur in Frankfurt herrschende Wohnungsproblematik aufmerksam machen.

Im laufenden Jahr wurden und werden in Frankfurt mehrere riesige Immobilienprojekte realisiert, es entstehen gänzlich neue Stadtviertel, viele Gebäude werden luxussaniert. Die Gentrifizierung sämtlicher Frankfurter Stadtteile schreitet zusehends voran und treibt die Mieten vielerorts in die Höhe. „Viele Ortsansässige werden über kurz oder lang gezwungen sein, ihr Heim zu verlassen“, ist sich Andi sicher. „Unerwünschte Menschen, etwa Obdachlose oder Menschen mit Migrationshintergrund sollen aus den Vierteln vertrieben werden und diesem Prozess wollen wir uns entgegen stellen. Wir wollen eine Stadt für alle! Und in einer Stadt für alle sollten alle Bedürfnisse berücksichtigt werden.“ Daher fordert das Aktionsbündnis „Keine Profite mit der Miete! Ausstieg aus dem profitorientierten Wohnungsmarkt, das Verbot spekulativer Leerstände und Anerkennung und Förderung selbstorganisierter Wohn- und Statteilprojekte.“

Doch das ist nicht das einzige, was die Aktivisten umtreibt: Im Garten der ehemaligen OB-Villa inmitten eines Stadtbezirkes, in dem die Bewohner vom Fluglärm geplagt sind, wollen die Besetzer – gemeinsam und einvernehmlich mit den Nachbarn, wie Andi sagt – gegen den weiteren Ausbau des Flughafens und gegen den Lärm demonstrieren.

Erst mal, so Andi, hatten die Aktivisten dem Liegenschaftsamt mitgeteilt, dass sie bis zum Samstag im Garten der Villa campieren wollten. Daraufhin, so sagte er, sei ihnen mitgeteilt worden, sollten sie bis Samstagmittag nicht gegangen sein, werde eine Räumung erfolgen.
„Heute Abend wird aber erst mal noch ein bisschen gegrillt und überlegt, wie wir weiter vorgehen und wie lange wir bleiben werden“, so Andi entspannt, der sich über die tatkräftige Unterstützung der Nachbarn, die „von der Aktion total begeistert sind und uns mit Kaffee und Snacks unterstützen“ sehr erfreut zeigte.
 
27. September 2013, 12.15 Uhr
mim
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Ebony Prince am 28.9.2013, 13:14 Uhr:
Dieter Baden gehört zu den Leuten die glauben das Caps Lock ihnen recht gibt...
 
dieter baden am 28.9.2013, 12:50 Uhr:
DUMME FRAGE;WEM DIE STADT GEHÖRT!! NICHT DEN CHAOTEN;DEM MOB.
Wie tief ist unser Land gesunken. Das Fluglärmthema ist am Ende seit der Wahl. HESSEN HAT DEN FLUGHAFEN gewählt. Alle opportunistischen Parteien die unsinnige Forderungen stellten wurden abgestraft. SOGAR IN FRANKFURT SÜD !!!
Unerträglich das randalierende rechtbrechende Chaoten immer mehr tun was sie wollen,sich irgendeinen Grund suchen um Krawall zu machen.
 
 
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