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Warnstreiks in München und Frankfurt
 

Warnstreiks in München und Frankfurt

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Ufo gegen Lufthansa

Foto: © Lufthansa
Foto: © Lufthansa
Die Gewerkschaft Ufo fordert 1,8 Prozent mehr Gehalt. Nun hat sie ihre Mitglieder am kommenden Sonntag zum Streik am Münchener und Frankfurter Flughafen aufgerufen. Lufthansa bezeichnet den Warnstreik derweil als „rechtswidrig“.
Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) hat ihre Mitglieder zum Streik aufgerufen. Mitarbeitende bei Lufthansa sollen am kommenden Sonntag an den Drehkreuzen München und Frankfurt ihre Arbeit niederlegen. Zwischen 6 und 11 Uhr sollen fünf Stunden lang alle Lufthansa-Flüge mit LH-Flugnummer mit Abflügen in Frankfurt oder München von Flugbegleiterinnen und -begleitern und Pursern bestreikt werden. Laut Ufo-Vorsitzendem Daniel Flohr seien weitere Streikaufrufe gegen alle fünf Airlines des Lufthansa-Konzerns – Lufthansa, Germanwings, Eurowings, Lufthansa CityLine und Sunexpress Deutschland – jederzeit möglich.

Hintergrund des Warnstreiks ist die Forderung der Gewerkschaft nach 1,8 Prozent mehr Gehalt für das Kabinenpersonal. Die Lufthansa lehnt diese Forderung ab. Die Tarifverhandlungen seien „abschließend gescheitert“ heißt es von Seiten der Ufo. Grund dafür sei, dass der Arbeitgeber wiederholt und abschließend klar gemacht habe, keine Verhandlungen über die Forderung aufzunehmen oder diese tariflich zu regeln. Lufthansa habe bereits mitgeteilt, dass kein Notfallflugplan für die Kundinnen und Kunden erstellt werde. „Das Unternehmen spekuliert anscheinend darauf, genügend Streikbrecherinnen und -brecher zu finden, die bereit sind, auf ihr Streikrecht zu verzichten. Das Risiko von kurzfristigen Streichungen, falls dies misslingt, ist den Kundinnen und Kunden gegenüber völlig unverantwortlich“, so der Ufo-Vorsitzende. Flohr behält sich weitere Warnstreiks vor: „Wo es weitere Arbeitsniederlegungen geben wird, hängt nun einzig und allein davon ab, ob Lufthansa an den Verhandlungstisch zurückkehrt, um unsere übermittelten Forderungen zu verhandeln.“

Lufthansa hat den Streik derweil als rechtswidrig bezeichnet: „Unser klares Ziel ist es, am Sonntag das volle Flugprogramm aufrechtzuerhalten. Streiks der Ufo bei Lufthansa sind rechtswidrig, da die Gewerkschaftseigenschaft der Ufo und die Vertretungsbefugnis des Ufo-Vorstands nach wie vor ungeklärt sind.“ Lufthansa lehnt Gespräche mit der Gewerkschaft seit Monaten ab, da sie bezweifelt, dass Ufo nach den internen Querelen einen rechtmäßig bestimmten Vorstand habe. Die Gewerkschaft hat einen heftigen Führungsstreit hinter sich, in dessen Verlauf zahlreiche Vorstände und Beiratsmitglieder zurückgetreten waren. Zuletzt hatte das Arbeitsgericht in Frankfurt in erster Instanz geurteilt, dass Ufo die Tarifverträge bei der Lufthansa rechtmäßig gekündigt habe. Lohr bezeichnet das Argument der Airline als vorgeschobenen Grund, mit dem sie bewusst „die große Eskalation“ suche.
 
15. Oktober 2019, 12.23 Uhr
hes
 
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