Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
Startseite Alle NachrichtenPanorama
Walter Dirks-Preis für Bildungsstätte Anne Frank
 

Walter Dirks-Preis für Bildungsstätte Anne Frank

0

„Vorzügliche historisch-politische Bildungsarbeit“

Foto: Bildungsstätte Anne Frank
Foto: Bildungsstätte Anne Frank
Der Walter Dirks-Preis würdigt beispielhafte Menschenrechtsarbeit. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die Bildungsstätte Anne Frank. Die Jury lobt die „vorzügliche historisch-politische Bildungsarbeit“.
Alle zwei Jahre verleiht das Haus am Dom und das Haus der Volksarbeit den Walter Dirks-Preis. Mit ihm soll beispielhafte Menschenrechtsarbeit gerade für nachwachsende Generationen gewürdigt werden. In diesem Jahr kann sich die Bildungsstätte Anne Frank über die Auszeichnung freuen. Nach Einschätzung der Jury leiste die Frankfurter Einrichtung eine „vorzügliche historisch-politische Bildungsarbeit, die nicht zuletzt wegen aktueller menschenfeindlichen Tendenzen im Land wichtig“ sei. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnungen und werten diese als wichtige Anerkennung unserer politischen Bildungsarbeit, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung in der Migrationsgesellschaft einsetzt“, sagt Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank.

„In der Bildungsstätte findet Pädagogik ohne den erhobenen Zeigefinger statt“, sagte Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne). Das macheeine was eine Demokratie stark: Auseinandersetzung, Begegnung auf Augenhöhe, das Aushalten von Irritationen und Widersprüchen, und ein im Gespräch sein und bleiben. „Die Stadt Frankfurt ist sehr stolz auf die Arbeit der Bildungsstätte Anne Frank, deshalb freue ich mich auch besonders über diese Auszeichnung“, so Sorge weiter.

Neben der Dauerausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland“ und wechselnden Sonderausstellungen bietet die Bildungsstätte Anne Frank Workshops für Jugendliche, Fortbildungen und Fachtagungen für Erwachsene sowie Beratung zu den Themen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus und anderen Formen von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Anfang des Jahres wurde die erste hessenweite Beratungsstelle "response." für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt in der Bildungsstätte eröffnet.

„Wir sehen die Entscheidung der Jury als besondere Auszeichnung unseres pädagogischen Ansatzes, der auf Multiperspektivität, interaktive Momente und Peer Group Education setzt“, sagt Mendel. Die Erfahrung zeige, dass Jugendliche unter professioneller Anleitung sehr gut untereinander und miteinander die Geschichte der Shoa verhandeln können – und dabei Fragen an das Hier und Jetzt gleich mit entwickeln. Das Team der Bildungsstätte muss sich laut Mendel immer wieder der Herausforderung stellen, dem von Adorno postulierten Anspruch an Pädagogik, „dass Auschwitz nicht noch einmal sei“, gerecht zu werden – ohne dabei die Jugendlichen mit vorgefertigten moralischen Gebrauchsanweisungen zu überfordern.
23. Mai 2016
wch / PIA
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Fragwürdiges Treffen mit AfD
0
Aufklärung im Mendig-Fall gefordert
Das Treffen mit AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen könnte dem Geschäftsführer der HessenFilm Hans Joachim Mendig zum Verhängnis werden. Zahlreiche Stimmen fordern Aufklärung; bei der Bekanntgabe der Nominierten des Hessischen Filmpreises wird Mendig erstmals nicht anwesend sein. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Jörg Meuthen/Instagram
 
 
Der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz, Robert Schäfer, warnt eindringlich vor rechtsextremistischer Gewalt. Die Szene sei gegenwärtig nicht isoliert und suche vermehrt den Anschluss an die bürgerliche Mitte. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: LfV Hessen
 
 
Amt für multikulturelle Angelegenheiten
0
Das Amt für ein besseres Miteinander feiert Jubiläum
Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) feiert 30-jähriges Bestehen – und beginnt ein neues Kapitel: Es ist ab sofort in der Mainzer Landstraße 293 im Gallus beheimatet. – Weiterlesen >>
Text: hes/ffm / Foto: v.l.n.r. Armin von Ungern-Sternberg, Sylvia Weber, Naika Foroutan, Peter Feldmann © Stadt Frankfurt/Heike Lyding
 
 
 
Im Interview mit Klaus Gietinger
0
„Das Auto ist eine Massenvernichtungswaffe“
In seinem neuen Buch schreibt Klaus Gietinger darüber, warum das Auto keine Zukunft hat. Im Interview mit dem JOURNAL FRANKFURT erzählt er, warum er dafür Morddrohungen erhält und wie er zu den IAA-Protesten steht. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: © Bernd Kammerer
 
 
Ein halbes Jahr nach der Wallraff-Reportage, die Missstände in der Psychiatrie am Klinikum Höchst aufgedeckt hat, hat ein externer Berater einen Zwischenbericht veröffentlicht. Darin kritisiert er vieles, lobt aber auch so manche bereits eingeleitete Veränderung. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Marius Becker/dpa
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1496