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Tibethaus am Hülya-Platz
 

Tibethaus am Hülya-Platz

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Das Backhaus wurde geräumt

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Seit Samstag hatten mehrere Initiativen das ehemalige Tibethaus, das auch unter dem Namen Backhaus bekannt ist, besetzt. Heute Morgen wurde das Gebäude von der Polizei geräumt. Derzeit sind acht Menschen in Gewahrsam.
Seit Samstag wurde das ehemalige Tibethaus, auch Backhaus genannt, am Hülya-Platz besetzt. Mit der Aktion wollten sich die Initiativen gegen mögliche Immobilienspekulation wehren. Sie fordern, dass die gesamte Anlage erhalten bleibt und einer sozialen Nutzung dient. Wie die Polizei gestern mitteilte, haben die Eigentümer Strafantrag gestellt, weshalb die Polizei verpflichtet sei, das Gebäude zu räumen. Mehrere Mannschaftswagen machten sich heute morgen gegen 6 Uhr auf den Weg zum Hülya-Platz, um das besetzte Backhaus zu räumen. Nach einer Aufforderung der Polizei, das Haus zu verlassen, wurden die ersten Aktivistinnen und Aktivisten vor der Tür weggetragen.



Die Initiative Social Hub verkündete am Abend vor der Räumung, keine militante Verteidigung zu planen. Doch so ganz friedlich verlief die Räumung trotzdem nicht: Während in der Schloßstraße ein Räumpanzer stand, trug die Polizei einige der Aktivistinnen und Aktivisten, die „solidarity is stronger – fight for our Backhaus“ sangen, aus dem Gebäude. Derzeit befänden sich acht Menschen in der Gefangenensammelstelle, da sie ihre Identität den Beamtinnen und Beamten nicht mitteilen wollten.



Der Auslöser für die Besetzung des Gebäudes sei ein Gespräch mit einer Bewohnerin des angrenzenden Altenheims gewesen, die sich besorgt zeigte über die damaligen Pläne. Demnach sollte das Haus abgerissen werden und ein größerer Neubau entstehen, der „vielen älteren Menschen im Pflegeheim ihren oftmals einzigen Raum an der frischen Luft genommen“ hätte. „Das klang für uns so dramatisch, dass wir uns entschlossen hatten, uns ab sofort in den Kampf um das Ensemble einzubringen“, so die Initiative. Wenig später sei ein Nutzungskonzept entstanden, das sie vergangenes Jahr im Ortsbeirat und bei Stadtteilrundgängen vorgestellt haben. Trotz des Zuspruchs aus der Nachbarschaft habe man es allerdings nicht geschafft, die Stadt dazu zu bringen, das zum Kauf stehende Gebäude zu erwerben.
 
8. Oktober 2019
ez
 
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Leser-Kommentare

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Ralph Lange am 10.10.2019, 13:00 Uhr:
Bockenheim braucht Wohnungen statt neue links-alternative Zentren. Die Stadt sollte mit den Investoren sprechen und sich um moderate Mieten bemühen.
 
Thomas Szymanski am 8.10.2019, 14:22 Uhr:
"Typisch für unsere Stadt. So verschwindet ein weiteres und sicherlich historisches Haus aus einem Stadtteil, wie bald das Lokal "Zur Sonne" in Frankfurt-Bornheim. - Sofern es nicht schon geschehen ist. Es ist eine Schande, dass sogar sehr alte und denkmalgeschützte Häuser einfach nur wegen irgendwelchen Investoren verschwinden, als wären sie nie da gewesen. Es ist eine traurige Entwicklung, die wir Bürger uns nicht mehr gefallen lassen dürfen. - Da muss einigen Politikern hier in der Stadt der Kopf gründlich gewaschen werden! " - Thomas Szymanski, Puppenspieler und Schauspieler
 
 
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