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Teestube Jona zieht immer mehr Menschen an
 

Teestube Jona zieht immer mehr Menschen an

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Ein Wohnzimmer für Menschen ohne Wohnung

Foto: ms
Foto: ms
Seit dem Umzug in die Gutleutstraße nehmen immer mehr Menschen das Angebot der Teestube Jona wahr. So sehr dies die Relevanz der Einrichtung zeigt, bringt es auch zahlreiche Herausforderung mit sich.
Es ist das altbekannte Problem in Frankfurt: die Mieten steigen, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Schätzungen zufolge sind etwa 3000 Menschen in Frankfurt obdachlos. Die Teestube Jona möchte für genau diese Menschen ein „Wohnzimmer“ sein. Sie ist die einzige Einrichtung in Frankfurt, die auch in den Abendstunden geöffnet hat. Nach großen Schwierigkeiten mit den Hauseigentümern zog die Teestube Jona im März 2018 vom Hauptbahnhof weg. Seit dem 1. April 2018 ist sie nun in ihren neuen Räumen in der Gutleutestraße.

Der Umzug in die Gutleutstraße soll jedoch nur eine „mittelfristige Zwischenstation“ sein. Ziel sei es immer gewesen, eine Immobilie zu finden, die Räume im Erdgeschoss bietet. Dass die Räume nun im ersten Stock sind, erschwere einiges. Zum einen seien die vielen Stufen für einige Gäste oft zu anstrengend, zum Beispiel, wenn sie vor der Tür rauchen wollen. Zum anderen hätten die Mitarbeiter vor dem Umzug immer wieder Menschen vor der Tür kennen gelernt, die es in geschlossenen Räumen nicht aushalten. Die Möglichkeit, mit diesen Menschen nun vor der Tür Gespräche zu führen oder einen Kaffee vor der Tür zu trinken, fiele nun komplett weg.

Doch die Teestube hat seit dem Umzug noch mit einer größeren Herausforderung zu kämpfen: Immer mehr Menschen nutzen das Angebot der Teestube. Waren es in den alten Räumlichkeiten im Schnitt 70 Besucherinnen und Besucher pro Tag, sind es inzwischen täglich 90 bis 130 Menschen. „Dies zeigt uns, dass unsere Angebote und das Konzept genau das Richtige sind“, sagte Nadine Müller, Leiterin der Teestube Jona. Jedoch fehle es an Personal, derzeit seien zwei Stellen unbesetzt und der Arbeitsmarkt für Sozialarbeiter und Sozialhelfer sei „saharatrocken“, so Stephan Knobel, 1. Vorsitzender der Bahnhofsgruppe e.V.

Wie schon im vergangenen Jahr, veranstaltet die Teestube am 31. Mai einen „Bunten Abend mit Musik, Comedy und Poetry Slam, um auf die Arbeit des Vereins aufmerksam zu machen und Interessierten die Möglichkeit zu geben, die Betreuungseinrichtung kennenzulernen. Initiiert wurde dieser Abend von dem Poetry Slammer Juston Buße, der die Veranstaltung moderiert. „Ich organisiere die Veranstaltung, da ich in der Zeit von 1993 bis 1994 selbst 8 Monate lang obdachlos war und mir damals vorgenommen habe, sollte ich je wieder herauskommen aus dieser Situation, immer etwas zu tun, damit ich es nicht vergesse und damit andere Menschen die Armut in Deutschland wahrnehmen“, sagt Buße. Außerdem mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem die Poetry Slammer Jan Cönig und Gax Axel Gundlach, die Stand up Comedian Melanie Gerland und die Singer-Songwriterin Daria Miller.
21. Mai 2019
Elena Zompi
 
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