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Gesellschaft
 

Sommerlocation verkauft

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Bye-bye Yachtklub

Die nächtliche Facebookbotschaft von Hans Romanov schlug ein wie eine Bombe: Der Yachtklub bekomme keine neue Saison, das Boot sei verkauft worden und am 31. Oktober sei mit der Lieblingslocation vieler Frankfurter Schluss.
Und wieder eine neue Etappe im Leben des Hans Romanov. Als Klubmacher hat sich der gebürtige Berliner in Frankfurt einen Namen gemacht. Wohlgemerkt – Klub mit K! 1985 verschlug es den gelernten Industriekaufmann und Masseur an den Main und binnen rund dreißig Jahren erweckte er rund 28 Lokale, Klubs und Off-Locations zum Leben. Dem 52-Jährgen ist zu einem großen Teil die Untergrund-Club-Szene Frankfurts zu verdanken. Mal im Ostend, mal im Bahnhofsviertel fand er seine Wirkungsstätte, und zuletzt feierte Frankfurt im Frankfurter Yachtklub, einem Boot an der Alten Brücke am Sachsenhäuser Ufer, auf dem nachmittags lecker Kuchen serviert wurde. Die Location hat Flair und das mag auch das Problem sein, denn dieses Potential erkennen auch andere.

Wie Hans Romanov auf Facebook verkündete: „Liebe Leute und Yachtklubliebhaber, jetzt ist es raus. Der Yachtklub bekommt keine weitere Saison 2013. Er wurde von den Eigentümern verkauft. Bis 31.10.2012 gibt es uns noch täglich und dann nicht mehr. Danke Euch und kommt nochmal vorbei in dieser Saison.“

Dieser Einladung kommen wir gerne nach. Das Entsetzen bei den Yachtklubfans ist indes groß. Was soll denn aus dem Kahn werden? „Es ist anzunehmen, dass es etwas schicker wird. Für diesen Kauf taten sich drei Gastronomen zusammen. Mir noch unbekannt“, ist Romanovs Reaktion. „Ich bin sehr traurig“, sagt der Klubmacher und langjährige Pächter des Boots, dass mal dem Bootsbau Speck gehörte. Dort heißt es, der Pachtvertrag habe sich nicht mehr gelohnt, die Kosten für den Erhalt des Schiffes seien zu groß gewesen - deswegen habe man das Schiff an die drei Gastronomen verkauft. Wer die neuen Eigner sind, will der Vorbesitzer nicht sagen.

Für Romanov kam die Nachricht des Verkaufs völlig unvermittelt. „Am 31. Oktober feiern wir wie immer unsere große Saisonabschlussparty mit verschiedenen DJs und den Slawheads“, sagt Romanov. „Das ist dann gleichzeitig auch unsere Abschiedsfeier.“ Von der nächsten Saison an steht die Location dann unter neuer Leitung, mit der Übernahme wird sich sicherlich auch das Konzept ändern. „Schließlich habe ich das Yachtklub-Konzept kreiert“, sagt Romanov, der noch keine Pläne für die Zeit nach dem Aus des Yachtklubs hat. „Ich muss das jetzt erst mal verarbeiten.“
 
17. September 2012, 12.17 Uhr
nb/ahu
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Journal Frankfurt am 17.9.2012, 14:31 Uhr:
Yep, danke für die Hinweise bezüglich der Slawheads - ist korrigiert und jetzt auch verlinkt :)
Die Red.
 
Gunnar Schmidt am 17.9.2012, 13:53 Uhr:
Und auch in einem Wort, meines Wissens nach, oder?!
 
Dag Mare am 17.9.2012, 13:16 Uhr:
Schade, sehr schade... Die Slow Heads heißen im übrigen Slaw Heads... wenn Ihr das bitte korrigieren würdet...
 
 
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