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"Ride of Silence": Gedenkfahrt für Verunglückte
 
"Ride of Silence": Gedenkfahrt für Verunglückte
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"Nicht jeder, der Fahrrad fährt, ist ein Heiliger"
Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Am Mittwochabend gedachten Radfahrer den verletzten und verunglückten, schwächeren Verkehrsteilnehmern. Damit machten sie sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr stark und forderten mehr Achtsamkeit.
An die 50-60 Radfahrer starteten vom Opernplatz vor der Alten Oper auf die Mainzer Landstraße und fuhren zum ersten Stopp an der Ottostraße. Begleitet wurden sie von der Polizei, die für die Demonstranten den Berufsverkehr blockierte. Die Veranstalter Falko Görres und Christopher Dettki vom Lastenradkollektiv Matemobil hielten an jeder der acht Stationen die Gruppe an. An den Stationen kam es im vergangenen Jahr zu Unfällen. Manch eine Station stand jedoch auch stellvertretend für einen anderen Ort, der für den Ride of Silence zu weit entfernt gewesen wäre. Insgesamt war die Demonstration zwölf Kilometer lang und führte über die Friedensbrücke nach Sachsenhausen, über die Alte Brücke zurück auf die andere Mainseite und hoch, Richtung Norden, bis zum Hauptfriedhof.

An jeder der Stationen rekonstruierten Görres und Dettki den Unfallhergang, den sie aus den Pressemitteilungen der Polizei ableiten konnten. "Vielleicht verstehen wir von den Unfallvorgängen mehr und wissen somit auch besser was wir fordern wollen", so Dettki. Nach den Schilderungen wurde eine halbe Minuten geschwiegen und der Opfer gedacht. Doch Görres und Dettki betonten auch, dass es nicht immer die Schuld der Autofahrer sei. "Nicht jeder, der Fahrrad fährt, ist ein Heiliger", so Görres. Dennoch würden die Fahrradfahrer immer den Kürzeren ziehen.

Beim Ride of Silence wurden auch konkrete Forderungen an die Stadt gestellt: Ein zügiger Ausbau von fahrradfreundlicher Infrastruktur, von Fahrradschnellwegen und eine konsequente Verfolgung von Falschparkern. Im Allgemeinen riefen sie jedoch zu mehr Achtsamkeit vonseiten aller Verkehrsteilnehmer auf.
18. Mai 2017
Tamara Marszalkowski
 
Tamara Marszalkowski
Jahrgang 1987, Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Pädagogik in Frankfurt, seit 2015 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Tamara Marszalkowski >>
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Leser-Kommentare

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Ronald M. Filkas am 22.5.2017, 21:57 Uhr:
Herr Risse fährt Rad? Nach seinem Kommentar kaum zu glauben, hinter dessen Autor man eher einen Autofahrer vermutet. Zur Aufklärung des selbst ernannten Radfahrers: Das Befahren der Einbahnstraßen entgegen der Fahrrichtung für Radfahrer ist dort, wo diese Für-Radfahrer-frei-Schilder stehen, schon länger erlaubt!
 
Michael Risse am 22.5.2017, 13:34 Uhr:
Bin schon wieder zu spät ! Zum Meckern !
Ich fahre tunlichst alle Strecken in der Stadt mit dem Rad, Wegen der Bewegung.Spart Geld.Keine Parkplatzsuche.
Keine Strafmandate. Was mich aber aufregt,ist das diese Gestattung der gegenläufigen Benutzung einer an sich Einbahnstrasse,von so gut wie allen Radfahrern missbräuchlich ausgenutzt wird,und man als Autofahrer bedrängt und schickanös behandelt wird. Die selbsternannten "Gutmenschen",weil eben Radfahrer nutzen eine Duldung um in ein Vorrecht. Da wird auch nicht eine Sekunde darüber nachgedacht,ob und wie der jeweilige Autofahrer,wenn die Radfahrer angeschossen kommen,überhaupt noch reagieren können.
Und dann noch was:Die liebe Polizei oder deren Hilfssheriffs sollten mal beherzt bei Dunkelheit die unbeleuchtet Fahrenden aus dem Verkehr sammeln und mit saftigen Bussgeldern belegen.
Was Herr Lenz am 18.5 schrieb stimmt auch wieder:Die neuen "Flak"scheinwerfer,die von denen benutzt werden,neuerdings,die beleuchtet fahren,blenden.
 
Paul Lenz am 18.5.2017, 22:36 Uhr:
Richtig, Radfahrer sind keine Heilige. Am schlimmsten sind die, die aus lauter Vorsicht ihren Hochleistungsstrahler so hoch eingestellt haben, dass sie ganz weit vorausschauen können - und dabei jeden entgegen kommenden Radfahrer total blenden. Der geblendete Radfahrer sieht dann nicht mehr, ob neben dem Blender freier Platz zum Vorbeifahren ist oder vielleicht ein unbeleuchteter Fußgänger. Auf dem dunkelen Weg zwischen Offenbach und Sachsenhausen am Main entlang kommt man ständig in diese Situation.
 
 
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