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Pulse of Europe setzt Zeichen in Frankfurt
 
Pulse of Europe setzt Zeichen in Frankfurt
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Menschenkette für Europa
Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Immer mehr Menschen strömen zu den Treffen von Pulse of Europe. Am Sonntag versammelten sich mehr als 4000 Menschen auf dem Goetheplatz, um für ein vereintes Europa einzustehen - und bildeten eine lange Menschenkette am Main.
„Blijft bij ons“ stand auf den großen Bannern, die am Sonntag beim jüngsten Pulse of Europe Meeting auffielen. Der Appell "Bleibt bei uns" richtete sich an die niederländischen Nachbarn, die am Mittwoch bei ihren Regierungswahlen über die Zukunft des Landes entscheiden. Mit dem rechtspopulistischen Geert Wilders liegt ein bekennender Europagegner in den Umfragen auf den vorderen Plätzen.

Mehr als 4000 Unterstützer trafen sich am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein, um für ein vereintes Europa zu demonstrieren. Mit Bannern, Europaflaggen und blauen Bändern zeigten die Europafreunde Farbe, ergänzt mit weißen und roten Schildern demonstrierten sie in den Nationalfarben des Nachbarlandes.

Seit Anfang Januar treffen sich die Unterstützer jeden Sonntag auf dem Goetheplatz, um sich für ein vereintes Europa einzusetzen und auf die Wichtigkeit der Europäischen Union aufmerksam zu machen. Gegründet nach Brexitvotum und Trumpwahl, zieht die Initiative von Daniel und Sabine Röder immer weitere Kreise. In den letzten Wochen zeigten zunehmend mehr Menschen Flagge für Europa.

Selbst die britische Zeitschrift „The Guardian“ berichtete am Wochenende über die Initiative aus Frankfurt, die mittlerweile auch die europäischen Nachbarländer erreicht hat. Am Sonntag gingen Menschen in mehr als 40 Städten auf die Straße, neben zahlreichen deutschen Orten etwa auch in Paris, Amsterdam, Bath und Lissabon.
13. März 2017
Nicole Nadine Seliger
 
Nicole Nadine Seliger
Jahrgang 1987, Studium der Germanistik, Anglistik und BWL, Leidenschaft für Sport, seit 2016 beim JOURNAL Frankfurt – Mehr von Nicole Nadine Seliger >>
 
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Roland Tatzel am 14.3.2017, 18:26 Uhr:
Jede offene Kritik an der EU ist uns bei Pulse of Europe willkommener als gleichgültiges Schweigen. Insofern lese ich Ihre Anmerkungen mit Interesse. Richtig, die EU hat dringenden Reformbedarf. Das leugnet auch Pulse of Europe nicht. Wir sind keine verträumten EU-Romantiker. Weil die EU wieder eine bürgernahe Politik betreiben muss, die auch die Souveränitätsansprüche der Nationalstaaten berücksichtigt- auch deswegen demonstrieren wir jeden Sonntag. Man kann sich enttäuscht von der EU und von Europa als Wertegemeinschaft abwenden, man kann aber auch zu Reformen aktiv beitragen wollen. Wir haben doch alle die Wahl, uns entweder als "Wutbürger" in die Schmollecke zu stellen oder für ein besseres und geeintes Europa auf die Strasse zu gehen. Wenn es in Europa zahllose poltikverdrossene Menschen gibt, dann sollte man diese Menschen jedenfalls nicht den rechtsgerichteten Nationalisten überlassen. Also, kommen Sie zu Pulse of Europe. Das offene Mikrofon steht dort auch für kritische Beiträge zur Verfügung.
 
Whizzbizz am 14.3.2017, 14:15 Uhr:
Wenn Europa sich mehr um die Eigenheiten der einzelnen Mitgliedsstaaten kümmern würde, statt einem blinden Normierungswahn zu folgen - um noch die einigermaßen harmlose Dummheit der EU zu erwähnen (es gibt auch andere) - dann würde ich da gerne mitmarschieren. So bin ich zwar gegen eine "Renationalisierung" und gegenseitige Verteufelung der Nationalstaaten, wie sie derzeit in beängstigender Dummheit aufkommt - allen voran Ungarn und Polen - aber Europa muss auch etwas Konkretes gegen diese Unzufriedenheit tun, vor allem im sozielen Bereich (z.B. Lobbys gegenüber etwas "kritischer" auftreten.)
 
 
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