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Prozess wegen Mordanschlag beginnt im August
 

Prozess wegen Mordanschlag beginnt im August

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Millionenerbe vor Gericht

Foto: Thomas Robbin/picture alliance/imageBROKER
Foto: Thomas Robbin/picture alliance/imageBROKER
Ab Ende August muss sich der Hamburger Millionenerbe Alexander Falk vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Ihm wird vorgeworfen, 2010 einen Auftragskiller mit dem Mord an einem Frankfurter Anwalt beauftragt zu haben.
In einem Monat beginnt vor dem Frankfurter Landgericht ein Prozess, der auch Vorlage für einen düsteren Krimi sein könnte. Ein 49-jähriger Hamburger Geschäftsmann wird verdächtigt, einen Auftragskiller mit dem Mord an einem Frankfurter Rechtsanwalt beauftragt zu haben.

Der angeklagte Geschäftsmann ist kein Unbekannter: Es handelt sich um Alexander Falk, Sohn des Falk-Stadtplan-Verlegers Gerhard Falk und entsprechend Millionenerbe. Falk Junior kam bereits mit der Justiz in Kontakt: 2008 wurde er wegen Betrugs und Bilanzfälschung vom Landgericht Hamburg zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, von denen er knapp zwei Drittel absaß. 2012 wurde er zudem zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 209 Millionen Euro verurteilt.

Der aktuelle Fall hängt damit zusammen. Der Frankfurter Anwalt war im Kontext des Betrugsvorwurfs gegen Falk mit einer Zivilklage betraut, bei der es ebenfalls um eine Schadensersatzforderung in Höhe von 30 Millionen Euro ging, die durch eine Pfändung von Falks Vermögen durchgesetzt werden sollte. Falk, so der Vorwurf, soll 2009 in einem Hamburger Restaurant einen Mittelsmann, gegen den ein gesonderter Prozess läuft, mit der Tötung des Rechtsanwalts beauftragt und ihm einen Umschlag mit Bargeld, angeblich 200 000 Euro, übergeben haben. Im Februar 2010 wurde das Opfer vor seiner Wohnung angeschossen. Der Schuss ging ins linke Bein, der damals 46-Jährige überlebte.

Der Fall wurde 2010 auch in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ behandelt. Hilfreiche Hinweise gingen damals trotz der ausgeschriebenen Belohnung von 100 000 Euro nicht ein, eine Verbindung nach Hamburg wurde aber dennoch schnell vermutet. Die Polizei ging damals bereits von Rache als möglichem Tatmotiv aus. Schon vor der Tat soll das Opfer Drohungen erhalten haben, unter anderem über einen Anruf von einer Hamburger Telefonnummer. Zudem seien dem Anwalt mehrfach Autos mit Hamburger Kennzeichen in der Nähe seines Hauses in Frankfurt-Harheim aufgefallen.

Der Prozess am Frankfurter Landgericht beginnt am 21. August und wird mindestens bis Ende des Jahres andauern. In den kommenden Monaten sollen in insgesamt 18 Terminen 20 Zeuginnen und Zeugen und mehre Sachverständige befragt werden.
 
17. Juli 2019, 11.40 Uhr
Ronja Merkel
 
Ronja Merkel
Jahrgang 1989, Kunsthistorikerin, von Mai 2014 bis Oktober 2015 leitende Kunstredakteurin des JOURNAL FRANKFURT, seit September 2018 Chefredakteurin. – Mehr von Ronja Merkel >>
 
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