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Protest gegen Auftritt Meuthens an der FUAS
 

Protest gegen Auftritt Meuthens an der FUAS

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Studierende besetzen Audimax

Foto: Michael Müller
Foto: Michael Müller
Die Frankfurt University of Applied Sciences hat eine Podiumsdiskussion zur Europawahl veranstaltet. Mit dabei: AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen. Dagegen haben Studierende massiv protestiert. Im Vorfeld der Veranstaltung besetzten sie den Audimax.
Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences haben am vergangenen Freitag gegen den geplanten Auftritt von AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen protestiert. Meuthen ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Europawahl am 26. Mai und sollte am Abend bei der Podiumsdiskussion zur Europawahl auftreten. 16 Studierende besetzten am Mittag den Audimax der Fachhochschule im Nordend, in dem abends die Podiumsdiskussion stattfinden sollte. Gespräche zwischen den Studierenden und der Hochschulleitung, in denen es um eine freiwillige Räumung ging, scheiterten. Daraufhin machte die Hochschule von ihrem Hausrecht Gebrauch und stellte Strafantrag gegen die Studierenden. Der Raum wurde gegen 13.45 Uhr durch die Polizei geräumt. Laut Polizei sei es im Audimax zu Sachbeschädigungen und Schmierereien gekommen. Eine Person habe sich festgekettet, sich aber nach Gesprächen mit den Beamten freiwillig wieder losgemacht. Pressesprecherin der Polizei, Chantal Emch sprach von „wüsten Zuständen“. So seien beispielsweise Kabel durchgeschnitten und Prospekthalter gelöst worden. Die Personalien der Studierenden wurden festgestellt und Anzeige erstattet. Die Podiumsdiskussion konnte am Abend wie geplant stattfinden. Dabei waren Vertreter aller Bundestagsparteien: Sven Simon (CDU), Katarina Barley (SPD), Terry Reinkte (Grüne), Dietmar Bartsch (Die Linke), Nicola Beer (FDP) und Jörg Meuthen (AfD).

Die Einladung Meuthens zu der von der FUAS zusammen mit Pulse of Europe organisierten Podiumsdiskussion zur Europwahl hatte bereits Wochen im Voraus für heftige Diskussionen gesorgt. Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ hatte gefordert, den AfD-Politiker auszuladen. Im Interview mit dem JOURNAL FRANKFURT verteidigte Hochschulpräsident Frank Dievernich die Entscheidung, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Als staatliche Institution sei die Fachhochschule zu Neutralität verpflichtet und habe daher alle im Bundestag vertretenen Parteien zu der Diskussionsveranstaltung eingeladen, sagte der Präsident im Gespräch. „Wir wollen den Zuhörern eine Debatte bieten und Positionen deutlich werden lassen. Als Hochschule, die Werte wie Vielfalt und Integration vertritt, Weltoffenheit fördert und schützt sowie sich gegen Rassismus wendet, wollen wir Stärke zeigen. Wir halten das aus. Wir sind die besseren Demokraten.“

Das vollständige Interview mit Frank Dievernich lesen Sie hier.
8. April 2019
Helen Schindler
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Michael Risse am 10.4.2019, 10:51 Uhr:
Genau ! Wegen Herrn Meuthen,oder anderen Politikern Randale zu machen,geht gar nicht !Das sind krypofaschistische Methoden,so a'la SA(SturmAbteilung) oder SS(SaalSchutz),Man muss sich mit der AfD oder politischen Parteien oder Andersdenkenden geistig /argumentativ auseinandersetzen.
Aber das macht ja mehr Mühe,als rumkrakelen ! Man muss vielleicht vorher ein paar Bücher lesen,und sich gründlich vorbeiten.
Die Aktion in der FUAS wird der AfD weitere Wähler zugeführt haben,und in der Konsequenz kann das so enden,das die AfD ihren eigenen Saalschutz in Zukunft mitbringt,und dann gibt es ganz derbe Haue.
Ausserdem,mit welcher Berechtigung haben diese Pausenclowns eigentlich den Saal verwüstet ?
 
Uwe Looschen am 9.4.2019, 08:45 Uhr:
Hr. Deutschmann, Protest ja. Aber kein Vandalismus und Besetzung von Allgemein-Eigentum sowie dessen mutwillige Teilzerstörung. Demokratie muß akzeptieren, dass es eigene, solche aber auch andere Meinungen gibt. Und wenn einem die andere Meinung nicht paßt, dann darf man nicht zu Gewalt greifen. Das hatten wir schon in unserer Geschichte und ist bekanntlich nicht gut ausgegangen.
 
Ulrich Deutschmann am 8.4.2019, 14:40 Uhr:
Das waren ja noch schöne Zeiten, als Studenten protestieren durften. Studierendenprotest klingt irgendwie blöd. Um die Genderforschung nicht zu erzürnen könnte es ja auch der Studenten (m/w/divers) - Protest tun. Vorschlag zur Güte.
 
 
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