Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
Startseite Alle NachrichtenPanorama
Neue Reliquie im Dom ersetzt die Geklaute
 

Neue Reliquie im Dom ersetzt die Geklaute

0

Ein Stück Hedwig ist zurück

Foto: nb
Foto: nb
Vor zwei Jahren entwendeten dreiste Diebe eine Reliquie der Heiligen Hedwig aus dem Dom. Der Wert scheint eher immateriell zu sein. Umso mehr ist es von Bedeutung, dass es nun eine neue Reliquie im Dom gibt.
Die heilige Hedwig (1174-1243) war Herzogin von Schlesien und gilt als Patronin der Versöhnung zwischen Deutschen und Polen und als Trösterin der Heimatvertriebenen. Ihre Reliquien werden verehrt, vielleicht sogar zu sehr. Denn am 26. April 2016, also vor fast genau zwei Jahren, war ein Teil des Schädels der Heiligen Hedwig, aufbewahrt in einer Sonnenmonstranz, aus dem Dom St. Bartholomaeus von dreisten Dieben gestohlen worden. Die Polizei ermittelte. Indes kehrt die Heilige Hedwig nun in den Frankfurter Dom zurück, wenn auch in anderer Form, als Knochenreliquie in eine Ikone gefasst, zudem hinter Schloss und Riegel und mit ausgeklügelter Sicherheitstechnik versehen.

Nach dem Raub der Reliquie vor zwei Jahren hatte Stadtdekan Johannes zu Eltz bestürzt reagiert: "Die Reliquie hat für die Gläubigen einen großen immateriellen Wert. Ein solcher Diebstahl ist unfassbar." Doch die Polizei konnte das Diebesgut nicht zurückerlangen und auch die Appelle an den oder die Täter zur Rückgabe blieben unerhört. Daher nahm der Stadtdekan Kontakt zum Erzbistum Breslau auf und bat um einen Knochensplitter der Heiligen. Dieser Bitte kam Erzbischof Józef Piotr Kupny im Oktober 2016 nach. Der Knochensplitter wurde dann von zu Eltz persönlich
aus dem schlesischen Trebnitz, ihrer letzten Ruhestätte nördlich von Breslau, nach Frankfurt geholt.

Die Eichendorff-Gilde Frankfurt, das Heimatwerk schlesischer Katholiken, hatte das Schädelfragment bereits 1975 dem damaligen Stadtdekan Walter Adlhoch am Frankfurter Dom in Obhut gegeben. 2014 wurde es als Geschenk an das Bistum Görlitz überreicht. Von dort kam es umgehend als Dauerleihgabe nach Frankfurt zurück und erhielt einen Platz in der Seitenkapelle am Eingang zur Wahlkapelle der deutschen Kaiser im südlichen Querschiff. Dort fanden sich immer wieder Gläubige zum Gebet und zur Verehrung der Heiligen Hedwig ein.
 
Allerdings galt der materielle Wert des gestohlenen Reliquiengefäßes, das 1955 von einem Goldschmied in Fulda gefertigt worden war, als relativ gering. Der Wert besteht in der Bedeutung des Knochensplitters für Gläubige, die damit die körperliche Anwesenheit der Heiligen wahrnehmen, sagt zu Eltz. Gerade in Zeiten, in denen das deutsch-polnische Verhältnis nicht ganz einfach sei, sei eine solche Heilige, die in beiden Ländern gleichermaßen verehrt werde, von unschätzbarem Wert.
16. April 2018
nb
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Hoher Schaden bei H&M auf der Zeil
0
Heiße Höschen sorgen für Feuerwehreinsatz
Es waren keine Hotpants, die Feuer fingen, aber es war wohl Damenunterwäsche, die an einem Verkaufsstandbrannte und dafür sorgte, dass in der H&M-Filiale mitten auf der Zeil ein Schaden in Höhe von 100.000 Euro entstand. – Weiterlesen >>
Text: nb / Foto: Harald Schröder (Symboldbild)
 
 
Gipsarmiger scheitert beim Banküberfall
0
Gipsarm-Räuber rief: „Ich bin der Wolf of Wallstreet!
Ein skurriler Vorfall beschäftigt seit Mittwochmittag die Polizei und Mitarbeiter einer Bank in Niederrad. Die wurde nämlich von einem Mann mit zwei Gipsarmen aufgesucht, der die Filiale überfallen wollte, aber ohne Beute verschwand. – Weiterlesen >>
Text: nb / Foto: jf
 
 
Es könnte einer der skurrilsten Fälle des Jahres sein: Ein Mann mit zwei blauen Gipsarmen hat am Mittwochmittag eine Bank in der Lyoner Straße betreten und "Überfall" gerufen. Ohne Geld verschwand er wieder. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: nb
 
 
 
Wohnungsdurchsuchung in Harheim
0
Rentner hortete ein ganzes Waffenarsenal
Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Harheim fanden Beamten bei einem 67-jährigen Rentner ein ganzes Waffenarsenal. Neben unzähligen Waffen und Munition hortete er auch Chemikalien zur eigenen Herstellung dieser. – Weiterlesen >>
Text: ms/ots / Foto: Polizei Frankfurt
 
 
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der gemeldeten Einwohner in Frankfurt auf 741 093 gestiegen. Es wird erwartet, dass noch im Herbst die 750 000-Marke geknackt wird. – Weiterlesen >>
Text: ms / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1417 
 
 

Twitter Activity