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Neue Katastrophenwarn-App vor
 

Neue Katastrophenwarn-App vor

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Aus Katwarn wird Hessenwarn

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Der hessische Innenminister Peter Beuth hat die neue Katastrophenwarn-App für das Land Hessen vorgestellt: Hessenwarn ersetzt Katwarn und wartet mit neuen Funktionen auf. So soll beispielsweise künftig auch vor Erdbeben und Cyberattacken gewarnt werden.
„Mit Hessenwarn beginnt für Hessen eine neue Zeitrechnung in der präventiven Sicherheitskommunikation. Unsere Sicherheitsbehörden und die Bürgerinnen und Bürger profitieren ganz konkret vom digitalen Fortschritt. Hessen hat mit der Entwicklung der neuen Sicherheits-App Pionierarbeit geleistet“, konstatiert der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU). Die neue App basiert auf dem alten Katwarn-System, verfügt jedoch über eine Reihe neuer Features. Verlässt die Nutzerin oder der Nutzer Hessen, stehen in der Hessenwarn-App die gewohnten Katwarnfunktionen zur Verfügung, sodass Nutzerinnen und Nutzer, die sich außerhalb Hessens bewegen, nicht beide Apps brauchen. Die Landesregierung geht davon aus, dass rund 600 000 Menschen die App benutzen. Die Zahl setzt sich aus Downloadzahlen und Daten von Polizei und Feuerwehren zusammen, die Statistiken über die Reichweite ihrer Warnungen einsehen können.

Die App-Nutzerinnen und Nutzer werden weiterhin vor terroristischen Anschlägen, Bombenfunden, Großbränden, Unwettern und weiteren Gefahrenlagen informiert. Dazu kommen neue Funktionen, die sich frei wählen lassen: In Kooperation mit dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) verfügt die neue App über eine Erdbebenwarnfunktion. In Kooperation mit dem Hessen CyberCompetenceCenter (H3C) gibt es die Möglichkeit, Cybersicherheitswarnungen zu empfangen. Auch Produktrückrufe können über die App empfangen werden. In schwerwiegenden Fällen werden diese Informationen an alle App-Nutzende versandt.

Eine weitere neue Funktion ist die Möglichkeit, aus der App heraus, den Notruf der Polizei und Feuerwehr mit einer Positionsübermittlung rufen zu können. Menschen, die Ortsfremd oder in der freien Natur sind, können so schneller gefunden werden. „Der Notruf mit automatischer Positionsübermittlung bietet ein echtes Sicherheitsplus, da hierüber Hilfe noch schneller geleistet werden kann“, so Innenminister Beuth. Geplant ist, die App so zu erweitern, dass die Funktion auch über den Sperrbildschirm und nicht wie bisher nur über die App aufgerufen werden kann. Bereits im kommenden Jahr ist die Einführung von Wildwechsel-Warnungen geplant. Autofahrerinnen und Autofahrer können dann ihr Handy mit dem Fahrzeug verbinden. Bei Wildwechseln werden sie dann über die Freisprecheinrichtung gewarnt.

Wer die App nicht benutzen möchte oder die technischen Voraussetzungen nicht erfüllt, wird im Katastrophenfall natürlich dennoch gewarnt: Grundsätzlich werden die Bürgerinnen und Bürger über Gefahrenlagen durch die Kommunen mittels Sirenen und Rundfunkdurchsagen informiert, teilte das Land mit. Das Betreiben der App kostet das Land rund 80 000 Euro pro Jahr. Für Benutzerinnen und Benutzer ist die App kostenlos im App-Store oder im Google-Play-Store erhältlich.
 
6. November 2019, 11.57 Uhr
nre
 
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