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Nach dem Fest ist vor dem Fest
 

Nach dem Fest ist vor dem Fest

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Das Model und das Weihnachtsbusiness

Bis Dienstag zeigt die Messe „christmasworld“, was beim Festtagsschmuck, von Ostern bis zu Halloween, derzeit angesagt ist. Zusammen mit Model Katerina Gottesleben forschten wir nach den Weihnachtstrends.
Gerade mal ein Monat ist vergangen, seit dem wir unseren eigenen Weihnachtsbaum bestaunten und schon muss der Einzelhandel bereits an das kommende Weihnachtsfest denken. Ein Schwerpunkt der „christmasworld“ ist, wie der Name bereits verrät, der Christbaumschmuck und der kann nicht nur in Geschäften verkauft werden, er soll auch Läden zur Schaufenster-Dekoration dienen. Wer hier also im Kugelparadies umherirrt, ist sicherlich Fachhändler. Sicher ist auch, dass einjeder Besucher bis einschließlich Dienstag unglaublich viel zu sehen bekommt. Es funkelt allenthalben, Weihnachtssterne leuchten, Millionen Lichtlein glitzern an Kunststofftannen und der Christbaumschmuck schillert in allen Farben des Regenbogens. Der Grat zwischen Schönheit und Kitsch ist zwischen dickbackigen Engeln, kristallig glitzernden Hirschgeweihen und feisten Weihnachtsmännern schmal, doch glücklicherweise ist all das Geschmackssache.

Immer Anfang des Jahres startet die Messe mit einem Veranstaltungstrio ins neue Geschäftsjahr: Paperworld zeigt den Facettenreichtum von Papierartikeln auf, Creativeworld heißt die Messe, die sich dem derzeit vorherrschen Do-it-yourself-Trend verschrieben hat und auf der Christmasworld findet man das ganze Dekoportefolio von der Girlande bis zur Stoffblume. 2901 Aussteller aus 65 Ländern sind derzeit auf dem Messegelände präsent, allein schon bei der christmasworld stellen 944 Fabrikate aus 39 Ländern auf fünf Hallenebenen aus, da sieht der Laie fast den Wald vor Christbäumen nicht.

Auf die Highlights macht uns die Messe während eines Rundgangs aufmerksam und stellt den Fotografen auch gleich zwei dekorative Models zur Seite, die neben all dem Festtagszauber strahlen sollen. Ein Model kennen wir doch: Die Frankfurterin Katerina Gottesleben posiert enthusiastisch neben dem größten Weihnachtsstern der Welt. Der „Stern von Stralsund“ ist rot, sieben Meter hoch, 150 Kilo schwer und besteht aus 12 Einzelteilen. Ein Blickfang ist er, fürs heimische Wohnzimmer in Standardgröße eignet sich der gigantische Stern jedoch leider nicht.

Weiter geht die Tour quer übers Messegelände und das Frankfurter Model erzählt uns unterwegs, dass ihr Buch am 28. Februar erscheint. Noch ist das Manuskript beim Lektorat. „Das ist alles so aufregend“, sagt Katerina Gottesleben. Seit fast schon 12 Jahren macht die charmante Blondine Modelkarriere. „Das ausgefallenste Shooting hatte ich mal im Winter in den Bergen. Da musste ich mit Moonboots und sonst nur mit Bikini bekleidet posen.“ Heute, nach der ganzen Erfahrung würde sie nicht mehr unbedingt jeden Job annehmen. „Ich hab ja auch Verantwortung für mein Kind.“ Ein kluger Schachzug von Katerina Gottesleben dürfte es aber sein, dass ihr Buch just herauskommt, wenn Heidi Klums neue Staffel von „Germany’s next Topmodel“ über die Bildschirme flimmert. Denn in ihrem Roman „Lisa in Paris – Der harte Weg in den Modelolymp“ beschreibt die 29-Jährige, wie das Modelbusiness wirklich ist – jenseits von Modelcastingshows. Vermutlich ist im Modelbusiness wie auch auf der christmasworld nicht alles Gold, was glänzt.

Gold, Silber, Weiß und Rot – die klassischen Weihnachtsfarben also, bleiben auch Weihnachten 2014 en vogue, verrät uns Andrea Jahn von Inge-Glas. „Vor allem Kugeln mit Struktur geben den klassischen Farben einen modernden Dreh.“ Tatsächlich finden wir geribbelte und geriffelte Kugeln. Allerdings sollen „Weihnachtskugeln“ jetzt auch ganzjährig zur Deko dienen. Inge-Glas präsentiert mit der „Celebrate“-Kollektion Kugeln in Pistazie, Türkis und Leuchtgelb. Eine gewagte Kombination. Aber man soll ja ganzjährig die Feste feiern, wie sie kommen. Warum Vögelchen als Christbaumschmuck so beliebt sind, verrät uns Frau Jahn auch gleich. Das Handwerk des Glasbläsers sei früher monoton gewesen und viele Menschen, die sich auf das traditionelle Fertigen von Christbaumschmuck verstünden, hätten früher zur persönlichen Erbauung Vögel in Käfigen gehalten. Das habe die Handwerker dann zu den gefiederten Kreationen inspiriert. Wieder was gelernt…
 
27. Januar 2014, 10.08 Uhr
Nicole Brevoord
 
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