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IAA: "Zukunft erleben" ohne Tesla
 

IAA: "Zukunft erleben" ohne Tesla

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Warum Google bei der IAA ist und Nissan lieber auf der CeBit

Foto: Katrin Börsch
Foto: Katrin Börsch
Früher war die IAA in Frankfurt Pflichttermin für Autobauer und Zulieferer. Man zahlte Millionen für einen prestigeträchtigen Auftritt auf dem Messegelände. Jetzt die Wende: Rund ein Dutzend Automarken sind dieses Jahr nicht dabei.
Auf dem Foto sehen Sie einen schicken blauen Flitzer von Aston Martin. Er steht derzeit in Frankfurt im Rampenlicht, jedoch nicht auf der 67. Internationalen Automobil Ausstellung. Auf dem Messegelände werden die IAA-Besucher den britischen Sportwagenbauer vergeblich suchen, die Marke präsentiert sich lieber bei Pret a Diner in der Junghofstraße, einer exklusiven Restauration. Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel die IAA am Donnerstag offiziell eröffnet, werden sie und die bis zum 24. September erwarteten eine Million Besucher beim Rundgang nicht auf Marken wie Nissan, Fiat, Alfa Romeo, Chrysler, Peugeot, Mitsubishi, Volvo, Jeep oder Rolls-Royce stoßen. Und auch wenn das Motto dieser IAA „Zukunft erleben“ lautet, auf die zukunftsweisenden Elektrolimousinen von Tesla werden wir verzichten müssen. Der Hersteller präsentiert sich, wie man hört, lieber in Eigenregie.

Immerhin 994 Aussteller – zehn Prozent weniger als noch 2015 – aus 39 Ländern sind auf der insgesamt 200 000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche der IAA vertreten, darunter rund 50 Automarken. Die veranstaltende VDA freut sich auch über Neulinge aus China wie WEY oder Chery und Wiedereinsteiger wie McLaren. Doch wie erklärt sich der Schwund an Automarken bei der IAA? Vermutlich durch eine andere Ausrichtung im Marketing, denn Autobauer wie Volvo oder Ford sind ebenso wie Aston Martin auch dem Pariser Autosalon ferngeblieben. Vielleicht glaubt man auch, die in einen Messestand investierten Millionen besser einsetzen zu können? Rund 170 Euro kostet der Quadratmeter Ausstellungsfläche Miete – ohne Extras. Wenn BMW also gleich die Halle 11 in Beschlag nimmt, geht das leicht in die Millionen. Standaufbau, Personal, Catering, Werbemittel, Promis und Show kommen da ja noch mit auf die Rechnung. 2015 haben die großen Player angeblich zwischen 20 und 80 Millionen Euro für ihren IAA-Auftritt auf den Tisch gelegt.

Bei der Investition will man natürlich auch bestmöglich wahrgenommen werden und sich von der Masse abheben. In diesem Jahr werden laut VDA 228 Weltpremieren auf der IAA gezeigt, dankbares Futter für die rund 10.000 akkreditierten Journalisten aus aller Welt. Die aktuellen Themen sind moderne alternative Antriebe und es geht vor allem um eine sich weiterentwickelnde Digitalisierung. Darum sollte es nicht wundern, wenn auf der IAA auch Firmen wie SAP, IBM, Google und Facebook vertreten sind. Nissan aber verzichtet auf einen IAA-Auftritt, seine zutiefst computerisierten Vehikel hat der japanische Automobilhersteller bereits im März auf der CeBit vorgestellt ...

Es geht bei der IAA längst nicht mehr nur um Autos im engeren Sinn. So veranstaltet Mercedes-Benz gemeinsam mit South by Southwest die „me Convention“, bei der vom 15. bis zum 17. September in der Festhalle die führenden Köpfe der Technologie-, Design- und Kreativwirtschaft, etwa die Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, Zukunftsthemen diskutieren. Flankiert wird die Convention durch eine abendliche Eventreihe im Bahnhofsviertel. Das Maxie Eisen, der Club Michel, das AMP, Pracht sowie Chez Ima und die Galerie Rundgänger werden zu den Schauplätzen besonderer Auftritte von DJs, Poetry Slammern und Künstlern. Zu den Highlights dürften aber drei Konzerte im Velvet Club gehören: Am Donnerstag von Yung Hurn & Live From Earth, am Freitag tritt Gossip-Frontfrau Beth Ditto auf und am Samstag sind die Beginner am Start – leider gab es dafür nur ein begrenztes Gratisticketkontingent.


67. IAA: Fachbesuchertage: 14./15.9., Publikumstage: 16.9. bis 24.9., 9–19 Uhr, Messegelände, Ludwig-Erhard-Anlage 1, www.iaa.de
13. September 2017
Nicole Brevoord
 
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