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Hacker stellen persönliche Daten ins Netz
 

Hacker stellen persönliche Daten ins Netz

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Hessische Politiker von Hackerangriff betroffen

Foto: red
Foto: red
Unbekannte Hacker haben persönliche Daten hunderter deutscher Prominenter und Politiker ins Netz gestellt. Betroffen sind auch hessische Spitzenpolitiker. Das Motiv hinter der Tat ist noch ungeklärt.
Auch viele hessische Politiker sind vom Hackerangriff betroffen: Unbekannte haben persönliche Daten und Dokumente von Hunderten deutscher Prominenter und Politiker ins Netz gestellt, darunter Ministerpräsident Volker Bouffier, der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel, Chef der hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer und Grünen-Chef Kai Klose. Unter den Opfern des Angriffs sind mit Ausnahme der AfD alle Parteien im Bundestag, außerdem Prominente wie der Moderator Jan Böhmermann, die Rapper Casper und Sido oder der Schauspieler Til Schweiger.

Laut Medienberichten befinden sich unter den veröffentlichten Informationen keine politisch brisanten Dokumente. Die Kriminellen hätten wohl wahllos alles veröffentlicht, was ihnen in die Hände fiel: abgelichtete Personalausweise, Briefe, Rechnungen, Chats mit Familienmitgliedern, Kreditkarteninformationen, Adressen, Telefonnummern. Wo die Daten abgesaugt wurden, ist bisher nicht geklärt. Sie seien wohl schon mehrere Jahre alt, reichten aber bis Ende Oktober 2018. Bereits im Dezember wurden die Informationen auf einem anonymen Twitter-Account veröffentlicht.

Vom SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel etwa ist eine veraltete Handynummer aufgeführt. „Einige der geleakten Daten wirken wie ein zufälliger Beifang aus den illegalen ausgespähten Mobiltelefonen und Datenbanken“, so Schäfer-Gümbel. In anderen Fällen seien aber Dokumente öffentlich zugänglich gemacht, die entschieden zur Privatsphäre der Betroffenen gehörten. Gemäß aktuellem Wissensstand seien aus der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und aus der HessenSPD keine wichtigen Daten abgeflossen. „Das ändert aber nichts daran, dass dieses Eindringen in persönliche Daten ein Angriff auf Personen und die Institutionen unseres Landes ist, der von den zuständigen Behörden aufgeklärt und mit allen Mitteln verfolgt werden muss“, betont Schäfer-Gümbel.

Warum der Angriff erst vergangenen Donnerstagabend bemerkt wurde, obschon besagter Twitter-Account 17.000 Follower hat, ist unklar. Das Konto ist inzwischen gesperrt. Auch zum Motiv hinter der Tat gibt es bislang keine Hinweise. Das nationale Cyber-Abwehrzentrum ist gemäss Tagesschau am Freitagmorgen zu einer Krisensitzung zusammengekommen. Dazu zählen Verfassungsschutz, BKA und BND. Auch das Wiesbadener Innenministerium geht dem Fall nach.
 
4. Januar 2019, 12.56 Uhr
Isabel Hempen
 
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Leser-Kommentare

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Uwe Looschen (Pringles-AUTOMATde) am 5.1.2019, 10:59 Uhr:
Der beste Datenschutz ist immer noch, seine eigenen Daten nicht preis zu geben. Wer alles mögliche ins Internet von sich selbst einstellt und wahrlich sich in allen sozialen Medien tummelt, kann doch niemand so naiv sein zu denken, dass die eigenen Daten geschützt geschweige denn geheim sind bzw. bleiben.
Daher sollte jeder prüfen, ob man wirklich die sozialen Medien benötigt. Viel angenehmer, entspannter und zielführender ist noch die analoge Kommunikation: sich begegnen und sprechen.
 
 
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