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Fortsetzung des Rechtsstreits
 

Fortsetzung des Rechtsstreits

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Von Ratten und Männern

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Hat Thomas Bäppler-Wolf nur seine Meinung über den Rennklub-Vize kundgetan oder hat er ihn beleidigt? Das Amtsgericht hatte eine entsprechende Klage zurückgewiesen. Jetzt geht der Streit in die nächste Runde.
Travestiekünstler, Kabarettist und SPD-Stadtverordneter Thomas Bäppler-Wolf, alias Bäppi, hat eine spitze Zunge. Will sagen: Er sagt, was er denkt: mal pointiert, mal bissig, mal lässt sich darüber streiten. Und zum Streitthema ist auch ein Kommentar geworden, den Bäppler-Wolf vor einem Jahr etwa unter einen Artikel der Frankfurter Rundschau zum Rennklub geschrieben hat. Darin macht der Frankfurter keinen Hehl daraus, dass er mit der Rennbahn nicht viel anzufangen weiß und das Gebaren des Rennklubs, der sich weigert, das Areal an die Stadt herauszugeben, nicht gutheißt. Unter anderem kommentierte er den Weggang des Präsidenten mit den Worten: „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Mal sehen, wann die adlige Oberratte geht.“ Der Kommentar in seiner Gänze stieß dem Vizepräsidenten des Rennklubs, Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels, wohl bitter auf. Zumindest stand plötzlich eine Beleidigungsklage im Raum, die Staatsanwaltschaft hatte einen Antrag auf Strafbefehl beim Amtsgericht gestellt. . Bäppler-Wolf dazu: "Ratten sind doch sehr intelligente Tiere, ich kann da keine Beleidigung erkennen." Doch die Richterin kritisierte zwar die allgemeine Wortwahl Bäppler-Wolfs in seinem Kommentar, befand aber, dass es sich um eine Kritik in der Sache handele, die vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt werde und nicht etwa um eine persönliche Beleidigung. Doch der Streit geht jetzt weiter.

Laut Oberstaatsanwältin Nadja Niesen hat die Staatsanwaltschaft „sofortige Beschwerde gegen die Entscheidung des Amtsgerichts eingelegt.“ Jetzt müsse das Landgericht entscheiden. Das wäre ganz im Sinne von Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels. Die Begründung des Gerichtes will er so nicht anerkennen. Man könne laut Richterin zwar sagen, dass es sich bei dem Kommentar um eine Beleidigung handele, er als Beleidigter scheine das aber hinnehmen zu müssen, weil er eben einen Bürgerentscheid initiiert habe. "Entweder es ist eine Beleidigung oder nicht", sagt der Graf. "Das werde ich, egal wie das Ergebnis des Gerichts jetzt ausfallen sollte, weiterverfolgen."

„Ich finde das interessant, wie er Politik über das Gericht macht“, sagt Bäppler-Wolf über den Grafen. „Aber ich möchte das nicht weiter kommentieren, weil ich mich lieber intensiv mit meiner politischen Arbeit beschäftige. Der Herr Graf wird auch in diesem Fall wieder die Staatskasse bemühen, wie er es immer tut. Der Fall hat bis jetzt mehr gekostet, als es vielleicht an Bußgeld ergeben hätte. Aber bitte, wenn er meint. Der Herr Graf und der Rennklub sind ja im Verschleudern von Staatsgeldern top. Siehe ein Bürgerentscheid für 1,3 Millionen Euro, an den sich nicht gehalten wurde. Das ist die Demokratie des Grafen und seines Vereins. Ich und auch meine Partei sehen der Sache gelassen entgegen. Es ist ja nur ein kleiner Prozess im Vergleich zu den 12 anderen, die der ehrenamtliche Stadtrat gegen seine Stadt führt. Der Rubikon ist für den Herrn Grafen nicht mehr weit. Und wenn der Herr Graf, der Rennklub oder die BFF/AFD mit diesem Vergleich nichts anfangen können, dürfen sie mich gerne anrufen. Ich erklär es dann.“

Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels stellt indes klar, dass es insgesamt neun Verfahren gebe, die unmittelbar mit dem Rennklub zu tun hätten, wovon nur drei vom Klub selbst initiiert worden seien. Dabei gehe es um eine Feststellungsklage wegen der angeblich nicht rechtzeitig zugestellten Kündigung, um eine Stufenklage und eine Zahlungsklage. Weitere Klagen habe die Stadt veranlasst. Diese agiere, so der Graf, "rechtsbrüchig".
 
4. August 2016, 12.29 Uhr
Nicole Brevoord
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Michael Risse am 9.8.2016, 16:56 Uhr:
Korrekturen:Ich schrieb in meiner letzten eiligen Depp-esche:...sobdern,und meinte :sondern(weil ich nüchtern war.) Zwei schwerwiegende Fehler! Erläuterung jetzt folgend.
Das kommt davon,wenn ich unterzuckert,vor dem kargen Mittagsmahl,und davor obendrein noch kein Wein floss,in der panischen Furcht vor dem dräuenden Strafgericht und den Wortgewittern unseres allergnädigsten Herrn und Gebieters,des Grafen Donald Thomasius-Trampel zu Babbler-Wulf,Herr zu Schwatzhausen am Main,
denn ganz unten vergass ich den Adelstitel ! Schande über mich.Der Sklave Risse verdient strengste Bestrafung.
In Ketten mit mir auf die Main-Galeere,mit der wir nichtswürdige Würmer die hochnoble, neue Feudaladelskaste
der Roemer-Koalitionäre,samt deren Gespielinnen,den Fluss bis Aschaffenburg,und wieder hoch bis zur Staustufe Griessheim,auf und ab rudern,zu deren Ergötzung,bei Speis und Trank(Weissweine vom Lohrberg!!)
So,jetzt Mittagsschläfchen!
 
Michael Risse am 9.8.2016, 15:48 Uhr:
Ihro Gnaden, Donald Thomasius Graf Bappler - Wulf,Feudaladeliger der neuen Art,nebenbei Staatsknete-Einsacker mit höchsten Weihen und allergnädigster Protektion versehen,von seinen Mit-Feudaladeligen im Roemer.
In Beantwortung Ihrer Anfrage,wer mich rausliess:Ich ging mit Uli Hoeness, und dann weiter mit den Worten von meinem Ur-Ur-Onkel Caesar Richtung Frankfurt,und vor den Toren der Stadt,in der jetzt Ihro Gnaden geruhen,endgültig
das Heft in die Hand zu nehmen,sprach ich:Veni ,Vidi,Vici!(Für die,die kein Latein hatten:Ich kam,sah,und siegte.)
Also Scherz beiseite:ich bin Freigänger und trage diesen Typ elektronische Fussfessel,mit der man auch ungehindert nach Syrien ausreisen darf.Und von wegen,wer hat mich eigentlich rausgelassen:Auch hier gilt das Motto:
It's not what You know,it's whom You know!"(Für die,die auch kein Englisch gelernt haben:"Es kommt nicht darauf an,was man weiss,sobdern wen man kennt)
Michael Risse,uralter Frankfurter Weinhändler,Steuerzahler,und permanent voll des"süssen Mostes"
(daher die gute Laune,trotz der Machtergreifung von Ihro Gnaden,Donald Thomasius Babbler-Wulf.
 
Thomas Bäppler-Wolf am 9.8.2016, 10:00 Uhr:
Ach Herr Risse...welcher Aufseher hat Sie eigentlich rausgelassen?
 
Michael Risse am 9.8.2016, 00:09 Uhr:
Liebes staunendes Publikum! Endlich haben wir hier unseren eigenen Donald Trump !
Yeah ! Applaus ! Champagner ! (aber nicht für Alle !)
The winner is:
Ihro Gnaden, Donald Thomasius Graf Bappler - Wulf,Feudaladeliger der neuen Art,nebenbei Staatsknete-Einsacker mit höchsten Weihen und allergnädigsten Protektion versehen,von seinen Mit-Feudaladeligen aus diesem
RömerSumpf(nicht Römer-Topf,denn daraus könnte man/frau wenigstens ein gescheites gebratenes Hühnchen auf den Mittagstisch befördern.
Michael Risse,uralter Frankfurter Kaufmann & beherzter Steuerzahler vor Ort
 
Thomas Bäppler-Wolf am 8.8.2016, 01:35 Uhr:
Frau Yildiz... nochmal....

www.youtube.com/watch?v=rq68A07CDcM
 
Evren Yildiz am 7.8.2016, 22:45 Uhr:
Herr Bäppler-Wolf, es tut mir leid, dass Sie Betrügern aufgesessen sind. Aber das war Ihre eigene Entscheidung, mit deren Nachteilen Sie verantwortlich sind. Dennoch fand ich es nicht fair, dass ein Teil der Verluste auf alle Steuerzahler umgelegt wurde durch entspr. Vereinbarungen mit Lieferanten, Behörden, behördennahen Instituttionen, etc. Und das ist nicht nur gut recherchiert sondern bekannt.
Und das stört mich an Ihrem Verhalten. Mal ganz schnell gegen jemanden anmeckern, aber selbst schon mal Rosinen gepickt. Das macht man nicht.
 
Thomas Bäppler-Wolf am 6.8.2016, 23:22 Uhr:
Und wieder mal Frau Yildiz liegen Sie total daneben. Ich glaube Sie haben sich auf das Theater eingeschossen. Wie ich Ihnen schon vor Monaten versucht habe einzubläuen haben wir nie Subventionen bekommen. Genauso bläue ich Ihnen jetzt ein, dass das Theater nie Probleme hatte. Ich war einer Firma aufgesessen, die gewerbemäßig Firmen betrogen hat. Ich erkläre es Ihnen jetzt nochmal: ERST RECHERCHIEREN, DANN REDEN. Und um meinen Kollegen Dieter Nuhr zu zitieren: Wer keine Ahnung hat.......
 
Evren Yildiz am 6.8.2016, 13:04 Uhr:
Ich finde es ebenfalls unfair, wenn Herr Bäppler-Wolf sich darüber beschwert, dass auf Staatskosten Gerichtsverfahren durchgeführt werden - die er für unsinnig meint -, aber selbst schon viel Steuergelder, Schuldenschnitt, etc. erhalten hat, als es um sein Theater vor ein paar Jahren finanziell nicht so gut bestellt war?!?
 
Thomas Bäppler-Wolf am 5.8.2016, 22:45 Uhr:
Nun Herr Risse, mal sehen was Ihre Konzernzentrale dazu meint.
 
sonnenschein am 5.8.2016, 13:27 Uhr:
Wie recht sie doch haben Herr Risse.
 
Michael Risse am 5.8.2016, 13:19 Uhr:
Bäppler-Wolf ist auch ein Adeliger. Aber von der neuen Sorte. Ein Feudaladeliger,so führt er sich grundsätzlich auf.
Bislang ist er mit seiner ungehobelten Art in dieser immer mehr verprollenden Gesellschaft halt immer ungeschoren davongekommen. "Adlige Oberratte"das erfüllt ganz klar den Tatbestand der Beleidigung. Seitdem er zur Herrschenden Kaste im Römer gehört,meint er aber,ganz im Stile des baltischen Feudaladels,geschützt durch dieses und jenes,durch seine "Mit-Feudaladeligen" vom Politklügel im Römer,noch einen Zacken mehr drauflegen zu können. Er wird seinen Meister finden. Die Sache mit dem DfB Gebäude dort ist die wahre Sauerei.Und jeder der dagegen spricht oder handelt,muss fertiggemacht werden. Und über Verschleudern von Staatsknete braucht sich Ihro Gnaden,Graf Bäppler-Wolf ,gar nicht zu mokieren,weil er und seinesgleichen sind die wahren Blutsauger,Staatsknete Einsacker.
Michael Risse,Frankfurter Kaufmann & Steuerzahler
 
 
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