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Panorama
 

Cyberkriminalität

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Massiver Cyberangriff auf Rhein-Main-TV

Foto: Pexels
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Der Lokalsender Rhein-Main-TV muss seit Tagen auf ein Ersatzprogramm zurückgreifen. Grund dafür ist ein Cyberangriff, wie der Sender auf Facebook mitteilt. Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall: Sicherheitsbehörden warnen vor zunehmender Cyberkriminalität.
Immer wieder tauchen Schlagzeilen von Cyberangriffen in deutschen Unternehmen auf. Aktuell wurde der private Regionalsender Rhein-Main-TV, der seit 2003 auf Sendung ist, zum „Opfer eines massiven Cyberangriffs“, wie dieser selbst auf Facebook bekanntgegeben hat. Dieser Angriff habe die technische Infrastruktur komplett lahmgelegt. „Unsere Server sowie die ganzen Sendedaten funktionieren nicht oder sind verschlüsselt“ heißt es dort. Auf Anfrage bestätigt der Lokalsender, dass es noch immer Probleme gebe, sodass die IT-Spezialistinnen und Spezialisten derzeit „alles versuchen, um den regulären Betrieb zu ermöglichen“. „Aus Sicherheitsgründen, kann zum aktuellen Zeitpunkt nichts Weiteres dazu gesagt werden“, teilt eine Sprecherin des Senders mit. Aktuell strahlt der Rhein-Main-TV ein Ersatzprogramm aus.

Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) feststellte, hat sich die Bedrohungslage durch Schadprogramme seit September 2015 deutlich verschärft. Cyberangriffe können erhebliche Schäden und massenhafte Ausfälle bei Unternehmen hinterlassen. Häufig werden Dateien verschlüsselt und für die Freigabe dieser Ressourcen ein Lösegeld gefordert – was im Fachjargon Ransomware (aus dem englischen ransom = Lösegeld) genannt wird.

In der vergangenen Zeit wurden diverse Krankenhäuser, Stadtverwaltungen sowie auch beispielsweise die Hamburger Juwelierkette Wempe zum Opfer solcher digitalen Angriffe. Laut einem Bericht des Hamburger Abendblatts soll die Juwelierkette eine Million Euro in der Kryptowährung Bitcoin für die Freigabe der Daten überwiesen haben. Die betroffenen Unternehmen und Organisationen haben häufig mit Betriebsausfällen zu kämpfen, deren Kosten die Lösegelder übertreffen können.

Doch gegen die digitale Erpressung sind Unternehmen nicht wehrlos. Sicherheitsupdates und Anti-Viren-Softwares können die Verbreitung von Schadsoftwares aufhalten: Datensicherungen und Übungen zur Wiederherstellung helfen im Notfall, den Betrieb schnell wieder aufzunehmen. Gleichzeitig werden die Angriffe auf die Informationsinfrastrukturen im Cyber-Raum zunehmend komplexer und professioneller.
 
4. Oktober 2019, 11.05 Uhr
srp
 
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