Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
Startseite Alle NachrichtenPanorama
Ärger zwischen Alexander Lorz & Fridays for Future
 

Ärger zwischen Alexander Lorz & Fridays for Future

1

Streiks mit finanziellen Folgen

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Nachdem Hessens Kultusminister Alexander Lorz vergangene Woche behauptet hatte, die Fridays for Future-Demonstrierenden hätten ihr Ziel erreicht, fordern diese nun eine Entschuldigung. Derweil gab es in Mannheim erstmals Bußgeldbescheide wegen des Fernbleibens vom Unterricht.
Vergangene Woche hatte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) den Schülerinnen und Schülern der Fridays for Future-Demonstrationen Strafen angedroht, sollten sie nach den Sommerferien weiter während der Unterrichtszeit demonstrieren. Gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit sagte der CDU-Politiker, es bringe nichts, „jetzt noch weiter der Schule fern zu bleiben“. Die Schülerinnen und Schüler sollten die Demonstrationen zum Ende der Sommerferien einstellen. Sie hätten ihre Forderungen erreicht: Der Klimaschutz sei als zentrales Thema in Politik und Medien angekommen.

Eben diese letzte Behauptung wollen die Demonstrierenden von Fridays for Future so nicht stehen lassen. Fridays for Future Hessen fordert nun eine öffentliche Entschuldigung des Ministers. Er solle seine „nachweislich falsche Aussage“, die Schülerinnen und Schüler hätten ihr Ziel erreicht, richtigstellen. In dem Schreiben heißt es: „Es ist aus unserer Sicht schockierend, wie ein Mitglied der hessischen Landesregierung so schlecht über die Ziele der europaweit größten Klima- und Schülerbewegung informiert sein kann.“ Der Kultusminister gebe damit offen zu, den Schülerinnen und Schülern auf der Straße nicht zuzuhören. Mit seinen Aussagen verleugne er, dass Schülerinnen und Schüler und Studentinnen und Studenten deutschlandweit und auch in Hessen das konkrete Gespräch – auf Basis der bereits im April gefassten Bundesforderungen– mit den Politikerinnen und Politikern gesucht hätten, darunter auch mit seiner eigenen Parlamentsfraktion. „Die Einhaltung genannter Forderungen, und nichts anderes, ist unser Ziel. Hätte Herr Lorz sich auch nur grundlegend mit unserer Bewegung auseinandergesetzt, wäre dies auch für den Kultusminister völlig klar.“ Das Schreiben sei in leicht abgeänderter Form an die CDU-Fraktion-Hessen, die Landesregierung und Herrn Lorz persönlich gegangen.

Derweil haben in Mannheim erstmals Eltern von schulpflichtigen Kindern, die aufgrund einer Fridays for Future Demonstration dem Unterricht fernblieben, einen Bußgeldbescheid erhalten. Medienberichten zufolge sind vier Familien von Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums im Mannheimer Stadtteil Vogelstang betroffen. Sie hätten jeweils eine Geldstrafe in Höhe von 88,50 Euro erhalten. Dabei gehe es um das unentschuldigte Fehlen von jeweils zwei Schulstunden. Doch die Demonstrierenden zeigen sich solidarisch: Bei der Demonstration kommenden Freitag wollen sie Spenden für die betroffenen Schülerinnen und Schüler einsammeln, um die Kosten decken zu können. So twitterten Fridays for Future Mannheim: „Wir lassen uns nicht einschüchtern, tragen die Kosten gemeinsam und gehen weiter auf die Straße!“

 
18. Juli 2019, 10.05 Uhr
Helen Schindler
 
Helen Schindler
Jahrgang 1993, Studium der Politikwissenschaft an der Goethe-Universität, seit 2017 beim Journal Frankfurt – Mehr von Helen Schindler >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Uwe Looschen am 19.7.2019, 08:11 Uhr:
Die FFF-Jünger sollten mal bei sich selbst anfangen, Energie und CO2 einzusparen. Bsp. Shisha-Bars. Die jungen Leute demonstrieren für ein besseres Klima. Gehen aber nach der Demonstration oder nach der Schule in eine Shisha und rauchen kräftig 1-2 Shishas. Dass Shishas unheimlich viel CO2 erzeugen, wissen die Klimakritiker wohl nicht? Jede Shisha-Bar muß sogar einen CO2-Wächter haben, damit keiner umfällt und sich vergiftet. Das ist Klimaverschmutzung auf höchstem Niveau; unterstützt von den vermeintlichen Klimaschützern.
Das gehört zur Wahrheit auch dazu. Ich fordere die FFF-Bewegung auf, dass diese sich für ein Verbot von Shisha-Bars einsetzen; zum Wohle der Umwelt. Und zum Wohle der eigenen Gesundheit.
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Kronzeuge sagt weiter im Falk-Prozess aus
0
„Herr Falk tut mir leid“
Vergangenen Donnerstag ging die Befragung des Hauptbelastungszeugen Etem E. im Prozess gegen Alexander Falk weiter. Mit jedem Prozesstag wird es schwieriger, zu durchblicken, was wahr ist und was nicht. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Thomas Robbin/picture alliance/imageBROKER
 
 
Überraschungsaus für Netflix-Serie
1
„Skylines“ soll abgesetzt werden
Die in Frankfurt spielende Netflix-Serie „Skylines“ steht vor dem Aus. Das verkündete der Hauptdarsteller Edin Hasanovic am Donnerstag über seine Social-Media-Kanäle. Eine Bestätigung des US-Unternehmens steht noch aus. – Weiterlesen >>
Text: Armin Heinrich / Foto: © Netflix
 
 
Nach monatelangen Auseinandersetzungen haben sich Lufthansa und die Gewerkschaft UFO auf ein Schlichtungsverfahren im Tarifstreit geeinigt. Zusätzlich wird es ein Moderationsverfahren geben, um die grundsätzlichen Konflikte beider Parteien zu lösen. – Weiterlesen >>
Text: Nathanael Reuter / Foto: © Lufthansa Group
 
 
 
Das Frankfurter Frauenreferat feiert 30-jähriges Bestehen. Das Fachamt setzt sich dafür ein, das Lebensumfeld von Frauen und Mädchen in Frankfurt, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus in allen Belangen entscheidend zu verbessern. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: Frauenreferat Frankfurt
 
 
Ausstellung am Hauptbahnhof
0
125 Jahre Bahnhofsmission
Seit 125 Jahren gibt es in Deutschland die Bahnhofsmission. Anlässlich des Jubiläums tourt eine Ausstellung durch Deutschlands Bahnhöfe. Noch bis zum kommenden Sonntag macht sie Halt am Frankfurter Hauptbahnhof. – Weiterlesen >>
Text: Armin Heinrich / Foto: ahe
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1508