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Nightlife
 

Stereobar macht dicht

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Renommierter Szeneclub steht vor Zwangsschließung

Foto: Ptrk9000
Foto: Ptrk9000
Die Stereobar in Alt-Sachsenhausen muss geschlossen werden, so will es die Bauaufsichtsbehörde. Der vermeintliche Grund sind Baurechtswidrigkeiten. Doch die Betreiber der Bar machen die Anwohner verantwortlich.
Mehr als 20 Jahre wurde die Stereobar in Alt-Sachsenhausen betrieben. Nun sind die Betreiber gezwungen ihr Etablissement zu schließen. Der Grund sind Lärmbeschwerden der Anwohner. Aufgrund dieser Beschwerden kam es zu einer Kontrolle der Bar, die letztendlich die Bauaufsichtsbehörde auf den Plan gerufen haben soll. Diese wirft den Betreibern der Stereobar Baurechtswidrigkeiten vor. Der Betrieb einer „Vergnügungsstätte“ sei in Sachsenhausen, aufgrund seines Status als Mischgebiet, baurechtlich nicht möglich, argumentiert die Bauaufsicht. Die offensichtlichen Gegenargumente, dass die Szenelocation bereits seit 20 Jahren bestehe und die Stadt sogar auf ihrer eigenen Website damit werbe, stoßen laut den Betreibern der Stereobar bei der Stadt auf taube Ohren.
Auf Nachfrage ließ ein Sprecher des Planungsamtes verlauten, dass vorher nicht bekannt war, dass das Betreiben der Bar rechtswidrig ist, und dies erst durch die Kontrolle zutage gekommen sei.

Weiter bezeichnete der Sprecher das Betreiben der Bar als „formell und materiell illegal“. Das heißt, dass die Nutzung als „Vergnügungsstätte“ nicht beantragt war, als die Bar eröffnete und dass sie auch nachträglich nicht genehmigt werden könne.

Den Vorschlag des Amtes, aus dem Club eine Apfelweingaststätte zu machen, die wiederum gegen keine Vorschriften verstoße, bezeichnen die Barbesitzer als „schlechten Witz“.

Nun fürchten die Betreiber um ihre finanzielle Existenz, da sie aufgrund der Schließung nicht in der Lage sind, Kredite zurück zu zahlen.
 
9. März 2016, 10.54 Uhr
Noel Gutierrez
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Whizzbizz am 13.3.2016, 10:46 Uhr:
Da kann ich Herrn Holger Steini nur zustimmen: kaum ist mal was in Frankfurt, schon ist es wieder weg. Und seltsamerweise sind es dann immer "baurechtliche" Bedenken. Nawattnu? Vergnügen adé oder Pfusch am Bau?
Und wenn die Herren so gern in Apfelweinkneipen aus dem vorigen Jahrhundert gehen müssen sie uns nicht dazu zwingen, das gleiche zu tun, oder. Braun haben wir schon genug.
 
Warren B. am 11.3.2016, 22:51 Uhr:
So so.,Sachsenhausen ist Mischgebiet und deswegen sind da keine Vergnügungsstätten erlaubt.
Erzählt das mal wer den tausenden die jedes Wochenende hierher kommen um sich in ebensolchen zu vergnügen?
Oder wird jetzt ganz Alt-Sachsenhausen dicht gemacht, weil irgendeinen nichtsnutzigen Bürokraten mal was geritten hat?
 
Holger Steini am 10.3.2016, 13:42 Uhr:
Schade - habe da ein paar schöne Stunden verbracht. Ich verstehe aber den Begriff Vergnügungsstätte nicht - man meint gerade, es wäre ein Puff. Vergnügungsstätten sind in Sachsenhausen baurechtlich nicht möglich - dann müssen ja jetzt alle Kneipen in Alt-Sachsenhausen schließen. Und wenn ich nach Sachsenhaus in das Gebiete ziehe, muss ich mit Lärm rechnen - sorry. Mir tut es leid um die Betreiber. Eine langjährige gut funktionierende Gastronomie ist selten und dann wird es einem genommen.
 
 
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