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Liebe ist meine Religion, Musik ist meine Sprache
 

Liebe ist meine Religion, Musik ist meine Sprache

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Tausende tanzten auf dem Goetheplatz bei Demo für Weltfrieden

Foto: nil
Foto: nil
Am Freitag, kurz vor 22 Uhr, war der Goetheplatz wie verwandelt: Glückliche Menschen lagen sich in den Armen zu den letzten Klängen von Bob Marley. Klar ist: Die Tanzdemo am Weltfriedenstag soll wiederholt werden.
Würden wirklich soviele Menschen dem Aufruf zu dieser Debut-Demo folgen? An einem Freitagnachmittag auf den Goetheplatz gehen mit Transparenten und Bannern und der Musik von C-Rock, Alex Azary oder Ata lauschen? Und vor allem: Würde das Wetter halten? Mit-Organisator Mengi Zeleke hatte dazu eine klare Aussage: "Der Wettergott ist Äthiopier."

Um 16 Uhr war der Platz unter dem Goethe-Denkmal noch weitgehend leer – die Botschaft aber klar: "Wir sind hier, weil Musik läuft. Wir heißt, wir alle: Türken, Italiener, Amerikaner, Deutsche, egal. Liebe ist unsere Religion." Die beiden Initiatoren Christian Rindermann, der als C-Rock auflegt, und Gastronom Sia Sanei hatten vorher in wenigen Wochen ihr Netzwerk geknüpft. Neben den Zelekes, halfen auch die Ardinast-Brüder mit, die unter anderem das Maxie Eisen und das Stanley Diamond betreiben, DJ Ata (der auf der Demo dann ein wunderbares Set hinlegte), Alex Azary vom geplanten Museum für moderne elektronische Musik (Momem) und viele weitere. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erklärte sich zum Schirmherr und hielt am Freitagabend eine überraschend beherzte Rede. Die Zeitläufte sorgten für die passende Rahmenhandlung. Eine Wasserstoffbombe in Nordkorea, die Entschärfung einer Weltkriegsbombe im Frankfurter Westend – da würde man sich wünschen, es wäre so einfach wie auf dem knallbunten Plakat "Techno = Weltfrieden". Zumindest für die Besucher der Demo, die gegen Ende hin zu einigen Tausenden Besuchern anwuchs, keine Utopie. Und auch der Goetheplatz wurde endlich mal einer würdigen Nutzung zugeführt. Warum eigentlich nicht jede Woche? Die Macher der Demo planen in der Tat eine Wiederholung – wenn auch nicht gleich in fünf Tagen.

Und der Wettergott ist wirklich Äthiopier. Pünktlich zum angekündigten Ende um 22 Uhr fing es an zu regnen. Danach zogen einige noch weiter ins AMP an der Gallusanlage oder ins Oye in die Taunusstraße. Und so sah der Verlauf der Demo aus:

3. September 2017
Nils Bremer
 
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