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Kolumne von Patrick Neuntausend
 

Kolumne von Patrick Neuntausend

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Astra vs Apfelwein

Foto: Patrick Neuntausend
Foto: Patrick Neuntausend
Nach seinem Städtekurztrip nach Hamburg ist unser Nightlife-Kolumnist wieder zurück in heimischen Gefilden. Und fischte gleich mal im Saasfee-Pavillion nach einer guten Nacht. Die wurde es dann auch.
Das hatte ich wiedermal einen schönen Abend in Frankfurt, ne! Vorletztes Wochenende hatte sich der Neuntausender mit der Fürstin mal in Hamburch umgeschaut, um kenntnisreich in der Komet Bar oder im Le Fonque zu versacken, denn in beiden Läden pflegt man seit Jahrzehnten liebevoll die Qualitätsbeschallung durch kompetente Schallplattenalleinunterhalter. Ganz schön kalt war es ausserdem, dort oben, wo es zwar Mexikana, aber keinen Apfelwein gab, aber immerhin konnte man mit Astra überbrücken, das ist so wie Frankfurter Bier, nur in gut. Auch so eine Art Städel gibt es, die Deichtorhallen. Gut, nicht so direkt, aber so ist das eben mit Äpfeln und Bananen.

Am letzten Freitag verschlug es mich zu den sanft verglimmenden Ausläufern der Luminale in den saasfee*pavillion, wo man eine schöne raumerweiternede Installation gab, die einem nach längerem Hinschauen durchaus in seinen Bann ziehen konnte. Ausserdem, als alter Synthesizernerd musste ich da natürlich unbedingt hin, gab das Analog Roland Orchester ein feines elektronisches Konzert. Der Name ergibt sich aus der Nutzung von Klangerzeugern der Firma Roland, hier mal aufgelistet ohne Anspruch auf Vollständigkeit: 101, 202, 505, 606, 707, 808, JX3P (ohne Programmer), Juno 6 sowie einige Effekte und Equipment zum Mischen. Ein cooler Typ indeed, und so spielte der junge Mann über zwei Stunden, wobei er auf dem Boden saß, was ihm das Publikum gleichtat, um sich dann vielleicht später auf die ausgelegten Kissen zu kuscheln, andächtig zu lauschen und sich auf der Saasfee - Insel irre wohl zu fühlen. Da wurden Flächen eingespielt, Sequenzer programmiert und fette Bassdrums geschoben, hach, das war schon ein schöner Spaß.

Hinterher war ich nochmal schnell im Tiefengrund bei RUDE & SHARP (Ska, Northern Soul und Oi), um mal kurz zu schauen, was Vinylriders - Ska - Experte Jimmy Jack so treibt. Das haben sie gut gemacht, der Laden war angenehm gefüllt mit gut erträglichen Leuten, und so blieb ich ein Weilchen. Leider bekam ich Kopfaua, weil der Kopf sagte: Aua! Warum auch immer. Na, und so war mein Besuch heimwärts in der Old Fashioned Bar bei DJ Jazzmadass auch nur ein Kurzer, obwohl Frankfurts Antwort auf Gilles Peterson immer irgendwas Interessantes in seinen Plattenkisten dabei hat, was man so vielleicht andererorts nicht zu hören bekommt. Also nur a kwik one, und dann musste ich ins Bett, die Birne schonen. Kann ja mal passieren. Aber am nächsten Tag war wieder alles gut. Mal schauen, wo es das nächste Mal hingeht!

Geht raus, die Nacht ist schön!
21. März 2016
Patrick Neuntausend
 
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