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Place2help Frankfurt Rhein-Main gestartet
 

Place2help Frankfurt Rhein-Main gestartet

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Ein neuer Platz für Crowdfunding-Projekte

Foto: Place2Help
Foto: Place2Help
Mit Place2Help wollen Alexandra Partale und Dennis Darko eine Plattform etablieren, auf der sich Crowdfunding-Projekte aus Frankfurt und der Region präsentieren können. Und nicht nur das – es gibt auch Zuschüsse.
Fünf ganz unterschiedliche Projekte präsentieren sich bei der Vorstellung von Place2Help. Da ist "Auf dem Acker", eine solidarische Landwirtschaft aus Trebur, die Hacken und Schaufeln und einiges mehr benötigen. Da sind zwei Frauen, die für "One Team" werben – mit Sport soll die Teilhabe von Kinder und Jugendlichen ermöglicht werden. Lokaso hingegen will dem lokalen Einzelhandel um den Flughafen einen Lieferdienst ermöglichen und so gegen die Übermacht Amazons wappnen. Auch das interkulturelle Musikprojekt Bridges stellt sich vor, will mit dem Geld der Crowd gerne den Sprung ins nationale Musikgeschäft schaffen. Und schließlich steht eine Wohnbaugenossenschaft aus Mainz auf der Bühne, die ihr Traumhaus verwirklichen wollen – für 14 Menschen und einen Hund.

Die fünf Projekte sind eine Auswahl von 19 Projekten, die zum Start der Plattform Place2Help online sind. Von der Website aus wird vor allem verlinkt – zu den Internetpräsenzen der Projekte selbst, wie auch zu Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Startnext. "Wir wollten keine neue Crowdfunding-Plattform gründen, aber eine Seite schaffen, auf der die Projekte in der Region für sich werben können, sich vernetzen können – und schließlich auch cofinanziert werden", sagt Alexandra Partale.

Place2Help wurde bereits vor vier Jahren in Hofheim gegründet. Das Ziel: die Potenziale des Crowdfunding für Städte und Regionen zu erschließen. Unterstützt durch die Stadt München startete die Pilotplattform 2015 in der Bayerischen Landeshauptstadt. 2017 folgte eine umfassende konzeptionelle Weiterentwicklung zur heutigen Meta-Plattform, die Projekte der zahlreichen vorhandenen Crowdfunding-Plattformen bündelt. Auf dieser Basis soll place2help Rhein-Main nun als beispielhaftes Modellprojekt für regionales Crowdfunding etabliert werden.

Das interessiert auch die Kommunen. Johannes Baron, einst Regierungspräsident, mittlerweile Dezernent im Main-Taunus-Kreis, sieht in Place2Help gar den Beginn einer Umwälzung. "Es geht darum Zuständigkeiten zu verändern, das Konzept ist schon fast revolutionär", sagt er und meint damit, dass sich das Start-up nur bedingt um alte Gebietsgrenzen kümmert. Mit der VRM und der Taunussparkasse wurden zwei Sponsoren gewonnen, die nicht nur den Betrieb der Plattform, sondern auch die Kofinanzierung von besonders erfolgreichen Projekten sicherstellen. Für Kommunen kann, so hieß es bei der Vorstellung, Crowdfunding auch deshalb interessant sein, weil in Zeiten sinkender Steuereinnahmen die Bürgerbeteiligung wieder an Fahrt gewinnt.

Als leuchtendes Beispiel wird die Luchtsingel-Brücke in Rotterdam genannt, dort haben sich über 8000 Menschen finanziell am Bau einer Holzbrücke beteiligt, die nicht nur zwei Viertel miteinander verbinde, sondern ein Symbol für gemeinsames Handeln in der Stadt sei. „Unsere Vision ist es, ein echtes Gestaltungsinstrument für die gesamte Metropolregion zu etablieren. Jeder soll die Chance bekommen, eigene Ideen vorzustellen, überzeugende Projekte zu unterstützen oder sich einfach nur inspirieren zu lassen“, so Alexandra Partale. Als Konkurrenz zu Portalen wie Kickstarter oder Startnext sehe man sich nicht – im Gegenteil: man bringe dem Crowdfunding und den Plattformen mehr Sichtbarkeit. Der Zeitpunkt ist gut gewählt – am Donnerstag endet das Crowdfunding für das Projekt KulturMut der Aventis Foundation bei Startnext.
27. Februar 2018
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
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