Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Nachhaltigkeit
Startseite Alle NachrichtenNachhaltigkeit
Maßnahmenpaket zum Klimaschutz
 

Maßnahmenpaket zum Klimaschutz

0

Kommunaler Kohleausstieg bis 2025

Foto: Nicole Brevoord
Foto: Nicole Brevoord
Im Zuge der Vorstellung des Doppelhaushalts 2020/2021 präsentierte die Römerkoalition ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Klimaschutz. Klimaaspekte sollen stärker in die Stadtplanung einbezogen werden.
Bushaltestellen mit grünen Dächern, von Bäumen gesäumte Geh- und Fahrradwege, kostenloses Trinkwasser im öffentlichen Raum. So könnte Frankfurt schon bald aussehen. Um dem fortschreitenden Klimawandel zu begegnen hat der Magistrat ein Maßnahmenpaket zum Klimaschutz vorgestellt, das die Stadt nicht nur ökologischer machen soll, sondern auch ihr Gesicht nachhaltig verändern könnte.

Ein zentraler Punkt des Vorhabens ist der kommunale Kohleausstieg bis 2025. Das Heizkraftwerk West, Frankfurts einziges Kohlekraftwerk, soll bis dahin auf Gas umgestellt werden. Parallel dazu wird die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VgF) wieder auf Ökostrom umgestellt. Die VgF war bereits 2011 auf Ökostrom umgestellt worden, dies wurde jedoch aus Kostengründen wieder rückgängig gemacht. Zur Energiegewinnung soll künftig der Ausbau von Photovoltaikanlagen vorangetrieben werden. Anträge auf Nutzung städtischer Flächen zur Erzeugung von Sonnenenergie sollen beschleunigt bearbeitet werden. Die Stadt möchte auf Nutzungsentschädigungen für die Flächen verzichten. Zusätzlich dazu ist ein Ausbau des Fernwärmenetzes geplant. Auch die Abwärme von privaten Rechenzentren und Industrieanlagen könnte künftig zur nachhaltigen Wärmeerzeugung genutzt werden.

Ein weiteres Feld, in dem es zu Veränderungen kommen soll, ist der Bereich Verkehr. Neben der Umstellung der VgF auf grüne Energie sind eine Reihe weiterer Maßnahmen angedacht. Das Verkehrsdezernat wurde mit der Erstellung eines Gesamtverkehrsplans beauftragt, um den vorhandenen Verkehrsraum besser auszunutzen. Um die Situation nachhaltiger Mobilitätsformen, wie dem Rad- und Fußverkehr, zu verbessern, ist neben des Ausbaus der entsprechenden Infrastruktur ein stärkeres Vorgehen gegen Falschparker vorgesehen. Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge soll ausgebaut werden. Die Stadt möchte ihre eigene Fahrzeugflotte schnellstmöglich auf alternative Antriebe umrüsten, wo dies technisch möglich ist. Der weitere Ausbau der U-Bahnlinien U4, U5 und U7 ist angedacht, ebenso wie eine Durchführung der Pläne für die Ringstraßenbahn und die Regionaltangente West.

Um dem Klimawandel in der Stadt begegnen zu können, ist geplant, dass Dächer von Bushaltestellen begrünt werden. Bei Straßenumbauten sollen verstärkt Bäume gepflanzt werden. Die Biomasse der Stadt könnte so erhöht werden. Weiter ist angedacht, dass Grünflächen aufgeforstet und bestehende Waldstücke vergrößert werden, etwa das Eschbacher Wäldchen. In der Stadt sollen weitere kostenlose Trinkwasserbrunnen entstehen.

Bei allen künftigen Bauvorhaben werden in Zukunft die Auswirkungen auf Umwelt und Klima geprüft und benannt. Wo dies möglich ist, sollen Alternativen erarbeitet werden. Zusätzlich möchte die Stadt einen Klimaschutzfonds einrichten.

„Mit den getroffenen Beschlüssen werden wir den großen Herausforderungen in Hinblick auf den Klimaschutz und die Verkehrswende gerecht und sorgen gleichzeitig dafür, dass die soziale Integrationskraft der Stadt auch zukünftig erhalten bleibt“, konstatiert Stadtrat Stefan Majer.
Pläne gibt es viele, nun ist die Frage, wie diese umgesetzt werden. Das Gesicht der Stadt verändern werden sie sicherlich.
 
26. September 2019, 13.33 Uhr
Nathanael Reuter
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Nachhaltigkeit
 
 
Diskussionsrunde mit Robert Habeck
1
Nur noch kurz die Welt retten
Wie schnell sich die Welt doch verändert: Tim Bendzko sang 2011 „Muss nur noch kurz die Welt retten, danach flieg ich zu dir“, heute muss man sagen, fliegen und Welt retten lassen sich nicht mehr miteinander vereinbaren – so sieht das auch Robert Habeck. – Weiterlesen >>
Text: Armin Heinrich / Foto: ahe
 
 
Mitmach-Projekt „Unser Land“
0
Sorge um die hessischen Wälder
Hessens Wälder sind derzeit in der schlechtesten Verfassung seit Beginn der Erhebung vor fast 40 Jahren. Mit dem Bürgerbeteiligungs-Projekt „Unser Wald“ gibt die Hessische Landesregierung Bürgerinnen und Bürgern ab sofort die Möglichkeit, sich am Schutz der Wälder zu beteiligen. – Weiterlesen >>
Text: srp / Foto: H. Wollmerstädt/HessenForst
 
 
Verkehr und Rechenzentren größte CO2-Schleudern
1
Großer Nachholbedarf beim CO2-Ausstoß
Am Mittwoch wurde die aktuelle CO2-Bilanz der Stadt Frankfurt vorgestellt. Zwar sind die Emissionen seit dem Basisjahr 1990 um insgesamt 19,5 Prozent gesunken. Doch das reicht bei weitem nicht aus, um die Klimaschutzziele einzuhalten. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Bernd Kammerer
 
 
 
Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am vergangenen Freitag ein Maßnahmenpaket zum Klimaschutz beschlossen. Eine Ausrufung des Klimanotstandes, wie bereits in einigen Städten und Gemeinden geschehen, lehnt die Stadt weiter ab. – Weiterlesen >>
Text: nre / Foto: Nicole Brevoord
 
 
Was bedeutet Fairtrade? Wer verbirgt sich hinter Food-Coops? Wie finde ich E-Carsharing-Partner? Antworten auf diese Fragen und weitere Tipps für einen klimafreundlichen und nachhaltigen Lebensstil liefert das Klimasparbuch. Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es eine besondere Aktion. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: © Salome Roessler
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  7 
 
Nachhaltigkeit
Alle sechs Monate ist das Journal Frankfurt Teil des N-Klubs – einem Nachhaltigkeitsnetzwerk. Und dazwischen? Schreiben wir hier über die ökologischen Lebensaspekte unserer Stadt.