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Bund zeichnet Förderprogramm aus
 

Bund zeichnet Förderprogramm aus

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Frankfurt frischt das Stadtklima auf

Foto: Stadt Frankfurt
Foto: Stadt Frankfurt
Das lokale Förderprogramm „Frankfurt frischt auf – 50% Klimabonus“ wurde bei dem bundesweiten Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019“ mit 25 000 Euro ausgezeichnet. Prämiert wurde das Programm für seinen integrativen Ansatz.
Am Dienstag, den 5. November, wurde das Förderprogramm „Frankfurt frischt auf – 50% Klimabonus“ bei dem Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019“ mit 25 000 Euro ausgezeichnet. Der Wettbewerb wurde vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik ins Leben gerufen und zeichnet deutschlandweit Förderprojekte aus. Umweltamtsleiter Peter Dommermuth hat den Preis in Berlin auf der 12. Kommunalen Klimakonferenz entgegengenommen. „Die Auszeichnung ist die Bestätigung dafür, dass wir mit dem Förderprogramm die richtigen und notwendigen Anreize setzen“, sagte Dommermuth. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) gratulierte der Stadt Frankfurt und den weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern: „Der Schlüssel zum Klimaschutz liegt in den Kommunen. Sie sind unverzichtbare Partner bei der Umsetzung der Energiewende und dem Erreichen der Klimaschutzziele. Kommunen, die im Klimaschutz vorangehen, motivieren ihre Bürgerinnen und Bürger und ortsansässige Unternehmen zu einem klimafreundlichen Verhalten und können auch andere Kommunen mitziehen“, so Schwarzelühr-Sutter.

Insbesondere der integrative Ansatz konnte die Jury überzeugen. Damit motiviert, berät und unterstützt die Stadt Bürgerinnen und Bürger dabei, Maßnahmen zur Klimaanpassung in Neubau und Neubestand eigenverantwortlich umzusetzen. Finanzielle Unterstützung bis zu 50 000 Euro gibt es beispielsweise bei der Begrünung von Dächern, Häuserfassaden, Höfen oder für die Errichtung von Trinkbrunnen. Übernommen werden bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten einer Maßnahme oder Liegenschaft. „Gerade hat die Stadtregierung ein Klimapaket und darin unter anderem eine Trinkbrunnenoffensive beschlossen. Hier möchten wir ansetzen und weitere öffentliche Trinkbrunnen realisieren“ hob Dommermuth hervor. So erfüllt das Projekt die Voraussetzung, dass das Preisgeld in weitere klimarelevante Vorhaben investiert werden muss. „Frankfurt frischt auf“ richtet sich vorrangig an private Gebäudeeigentümer. Sie können sich kostenlos und unverbindlich beraten lassen und ihre geplanten Vorhaben mit Hilfe des Klimaplanatlasses die Wirksamkeit potenzieller Maßnahmen bewerten lassen. Bei positiver Klimawirksamkeit gibt es für die Umsetzung finanzielle Unterstützung. Insgesamt stehen für das von 2017 bis 2021 laufende Programm zehn Millionen Euro zur Verfügung. Die Resonanz bisher ist erfreulich, so werden momentan ungefähr 50 Projekte realisiert.

In der Frage nach einem guten Stadtklima steht Frankfurt vor großen Herausforderungen. Die bereits dicht besiedelte Rhein-Main Metropole wächst nicht nur zunehmend, sondern sieht sich auch mit klimarelevantem Verkehr konfrontiert, so beherbergt Frankfurt Deutschlands größten Flughafen und hat neben Düsseldorf den größten innerstädtischen Pendlerverkehr. Mit der Problematik setzt sich seit 2014 die Koordinationsgruppe Klimawandel, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Ämter zusammensetzt, im Rahmen der „Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ strategisch auseinander. Im Zentrum steht dabei die Aufgabe, Themen wie Planen, Bauen, Grün, Mobilität, Verkehr, Wasser und Gesundheit sinnvoll unter einen Hut zu bringen. Über die ökologische Perspektive hinaus, ist Klimaschutz ein Treiber für moderne Infrastrukturen und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Investitionen erhöhen den Lebensstandard, die Lebensqualität und die Gesundheit der Frankfurterinnen und Frankfurter.

Der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ (bis 2015 Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“) wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. In diesem Jahr wurden insgesamt 88 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Frankfurt hatte sich in der Kategorie „Klimaanpassung Kommune“ beworben.
 
7. November 2019, 12.54 Uhr
ahe
 
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