eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: © Traffiq
Foto: © Traffiq

Neuer ÖPNV-Fahrplan

Mehr Nachtfahrten, weniger Fahrtzeit

Ab dem 13. Dezember gilt im Stadtgebiet Frankfurt ein neuer Fahrplan für den öffentlichen Personennahverkehr. Neben der Einführung von Metro- und Expressbussen soll der Nachtverkehr attraktiver werden und an den Tagesfahrplan angeglichen werden.
„Mit Metrobussen, Expressbussen und einem nochmals deutlich attraktiveren Nachtverkehr setzt die Stadt Meilensteine für eine nachhaltige Mobilität“, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am vergangenen Freitag anlässlich der Vorstellung des ab 13. Dezember geltenden Fahrplans für Frankfurt. Bei der Einführung der Metro- und Expressbusse sowie dem Ausbau des Nachtverkehrs handelt es sich um die zentralen Punkte des Fahrplanwechsels. Als Stadt mit rund 750 000 Einwohner:innen und 375 000 Einpendler:innen stehe Frankfurt bei der umweltfreundlichen Gestaltung von Mobilität vor besonders großen Herausforderungen, betonte Oesterling. Deshalb müsse der öffentliche Nahverkehr „leicht zu verstehen und immer da sein – täglich und rund um die Uhr.“

Deshalb soll die Unterscheidung zwischen Tag- und Nachtnetz im neuen Fahrplan weitgehend aufgehoben werden. Viele Linien sollen rund um die Uhr fahren. Dafür werden sogenannte Metrobuslinien eingeführt, die stark nachgefragte Frankfurter Buslinien bedienen. Aufgrund der engen Taktung würden Busse in einem „metro-ähnlichen“ Angebot verkehren. Die Linien M32, M34, M36, M43, M55, M60 und M72/M73 sollen dann ab Dezember nach Angaben von Traffiq rund um die Uhr und an jedem Tag der Woche verkehren. Das bedeute, tagsüber mindestens alle zehn Minuten und an Sonn- und Feiertagen viertelstündlich sowie in der Nacht jede halbe Stunde.

Die Expressbuslinien, die im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bereits existieren, sollen sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie überwiegend Schnellstraßen fahren und weniger Haltestellen anfahren beziehungsweise die bevorzugen, an denen wichtige Umsteigemöglichkeiten bestehen. Insgesamt soll auf diesen Linien laut Traffiq ein Fahrzeitgewinn von bis zu 15 Minuten gegenüber den aktuellen Busverbindungen entstehen.

Die drei Expressbuslinien X58, X61 und X77 erzielen so Fahrzeitgewinne von bis zu 15 Minuten gegenüber heutigen Busverbindungen. Alle drei Linien haben den Frankfurter Flughafen als Ziel. Mit der Ausweitung der Buslinie 31, die bisher zwischen Zoo und Kaiserleibrücke verkehrte, soll das Angebot für Ost- und Oberhafen attraktiver werden. Deshalb wird die Linie bis zur Hugo-Junkers-Straße in Fechenheim ausgeweitet. Im Gutleutviertel wird eine Quartierbuslinie mit der Nummer 87 eingeführt. Diese soll dann das westliche Gutleutviertel mit dem Gallus und der S-Bahnstation Galluswarte verbinden.

Nacht- und Tagesfahrplan werden angeglichen

Nach der Anpassung des Angebots in den Jahren 2017 und 2018 in Bezug auf den Nachtverkehr an Wochenenden, gehe man nun „konsequent den nächsten Schritt“, sagte Oesterling. Im neuen Frankfurter Nachtverkehr soll deshalb ein einziges Liniennetz gelten, das in jeder Nacht mindestens im Halbstundentakt bedient werde, so der Verkehrsdezernent. Bei U-Bahn und Straßenbahnen sollen aufgrund der geringen Nachfrage in Werktagsnächten auf schienennahe Nachtbuslinien umgelegt werden. Damit sei der Fahrplan an Werktagen identisch mit dem an Wochenenden.

Eine weitere Änderung ist die Einführung von vier Buslinien, die ab dem 13. Dezember elektrisch betrieben werden; 2021 sollen drei weitere folgen. Die Umstellung auf elektrisch betriebene Busse betrifft in diesem Jahr die Metrobuslinie M60, im kommenden Jahr die Linien 33, 37 und 75. Somit werden dann vier Frankfurter Linien mit insgesamt 29 Elektrobussen betrieben.
 
7. Dezember 2020, 13.17 Uhr
jwe
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Mobilität
Eine bundesweite Städteinitiative fordert einen neuen straßenverkehrsrechtlichen Rahmen, damit Städte eigenständig Tempolimits anordnen können. Auch Frankfurt schließt sich dieser Initiative an. Ein erster Schritt sei laut Mobilitätsdezernent Majer schon gemacht.
Text: sfk / Foto: Bernd Kammerer
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
26. Januar 2022
Journal Kultur-Tipps
und sonst
  • Babylon am Main – Die Goldenen Zwanziger in Frankfurt
    Frankfurter Stadtevents | 18.30 Uhr
  • Der Palmengarten und die Stadtgeschichte
    Palmengarten | 18.00 Uhr
  • Frankfurter Naturkunden: Schafe
    Holzhausenschlösschen | 19.30 Uhr
Klassik / Oper/ Ballett
  • Victor/Victoria
    Staatstheater Mainz | 19.30 Uhr
  • Julius Schepansky und Mathis Kasper Stier
    Kulturzentrum Englische Kirche | 19.00 Uhr
  • Igra
    Hessisches Staatstheater Wiesbaden | 19.30 Uhr
Kunst
  • John Cage. Museumcircle
    Zollamt MMK | 10.00 Uhr
  • Slawomir Elsner
    Museum Wiesbaden | 10.00 Uhr
  • Klaus Zylla
    Die Galerie | 09.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Mathias Tretter
    Theater Alte Mühle | 20.00 Uhr
  • Wochenend-Affären
    Die Komödie | 20.00 Uhr
  • Schöne Mannheims (abgesagt)
    Thalhaus | 20.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Monika Held und Gregor Praml
    Die Fabrik | 20.00 Uhr
  • Lui Hill
    Theater Rüsselsheim | 20.00 Uhr
  • HfMDK Jazzfest
    Hochschule für Musik und Darstellende Kunst | 18.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Monika Held und Gregor Praml
    Die Fabrik | 20.00 Uhr
  • Wochenend-Affären
    Die Komödie | 20.00 Uhr
  • Schöne Mannheims (abgesagt)
    Thalhaus | 20.00 Uhr