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Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer

Luftreinhalteplan vorgestellt

In Frankfurt drohen Fahrverbote ab Frühjahr

Am Montag wurde der Luftreinhalteplan für Frankfurt vorgestellt. Sollten die Stickoxid-Messwerte im März den Grenzwert überschreiten, drohen Fahrverbote für die Innenstadt.
In Frankfurt drohen weiterhin Dieselfahrverbote. Das geht aus dem Entwurf des Luftreinhalteplans hervor, den Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) am Montag vorstellte. Sollten die tatsächlichen Messwerte im Frühjahr den Grenzwert überschreiten, würden Fahrverbote an einzelnen Straßen eingerichtet werden, so Hinz. Die Verkehrs- und Immissionsgutachten hätten verdeutlicht, „dass wir an einigen Straßen voraussichtlich auch Fahrverbote vorsehen müssen“. Innerhalb des Anlagenrings ergebe sich daraus „eine kleinräumige Zone“. Allerdings gelte dies nur unter Vorbehalt: „Die Corona-Pandemie hat den Verkehr verringert. Viele sind auf das Fahrrad umgestiegen und auch das mobile Arbeiten von zuhause aus trägt zur Luftverbesserung bei. Sollte es dabei bleiben, brauchen wir keine Fahrverbote“, ergänzte Hinz.

Der Entwurf des Luftreinhalteplans für Frankfurt sieht mehr Rad- und Busspuren, eine engere Taktung des öffentlichen Nahverkehrs, mehr emissionsarme Busse und ein intelligentes Verkehrsleitsystem vor. „Wir werden weiter daran arbeiten, dass diese Zahl gesenkt wird, um Fahrverbote zu vermeiden. Dafür muss der Anteil des Autoverkehrs reduziert werden, indem wir die Attraktivität des ÖPNV und des Radverkehrs weiter verbessern“, sagte Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am Montag.

Bürgerinnen und Bürger können ab Dienstag bis einschließlich Mittwoch, 11. November, Einwendungen und Anregungen zu dem Entwurf des Luftreinhalteplans machen. Der Luftreinhalteplan soll bis Ende des Jahres aufgestellt werden und kann auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingesehen werden.
 
29. September 2020, 10.40 Uhr
ez
 
 
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Eine bundesweite Städteinitiative fordert einen neuen straßenverkehrsrechtlichen Rahmen, damit Städte eigenständig Tempolimits anordnen können. Auch Frankfurt schließt sich dieser Initiative an. Ein erster Schritt sei laut Mobilitätsdezernent Majer schon gemacht.
Text: sfk / Foto: Bernd Kammerer
 
 
 
 
 
 
 
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