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Foto: Frankfurt Art Experience © urbanmediaproject
Foto: Frankfurt Art Experience © urbanmediaproject

Wochenende voller Kunst

Neue Wege für und durch Frankfurt

Mit dem Saisonstart der Galerien, der Frankfurt Art Experience und der Absolventen-Ausstellung der Städelschule wird das erste September-Wochenende zum Kunstfestival. Interessierte können in der ganzen Stadt Malereien, Fotografien oder kunstvolle Skulpturen entdecken.
Die Zeichen stehen auf Spiel. Die letzte Ausgabe der Kunstzeitschrift „Kunstforum International“ war ein regelrechtes Spiel-Manifest, und auch der 27. Saisonstart der Frankfurter Galerien vom 3. bis 5. September zeigt sich spielfreudig: In diesem Jahr wird es dort neben einem umfangreichen Kinderprogramm unter anderem eine Rallye geben. Teilnehmen kann man auf eigene Faust – Ziel ist es, so viele Galerien wie möglich zu besuchen. Belohnt wird das Kunstschauen durch die Aussicht auf einen Gewinn: Signierte Kataloge, Druckgrafiken, Editionen und Fotografien haben die teilnehmenden Galerien gestiftet. „Es ist schon eine ganz ansehnliche Liste zusammengekommen,“ sagt Peter Sillem, der sich das Konzept zusammen mit Kai Middendorff ausgedacht hat. Die Idee der beiden Galeristen bietet nun einen charmanten „zusätzlichen Anreiz, möglichst viele Besucher:innen in möglichst viele Galerien und Ausstellungsräume zu lotsen“, wie Sillem erklärt.

Zu sehen gibt es dabei beispielsweise eine neue Arbeit von Winter/Hoerbelt. Das Frankfurter Künstler-Duo zeichnete für die „Große Illusion“ am Frankfurter Kunstverein verantwortlich – eine überdimensionierte Rolle aus poliertem, gefaltetem und gerolltem Edelstahl – und hat schon diverse begehbare Skulpturen in die Landschaft gesetzt, zum Beispiel das „Fata Morgana Teahouse“ an der University of Cambridge. Aus den gleichen Stahlgitter-Elementen werden Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt Galeristin Heike Strelow zum Saisonstart eine begehbare Arbeit in den Ausstellungsraum in der Innenstadt bauen.

In den Räumen von Philipp Pflug Contemporary, ebenfalls in der Innenstadt, sind Fotocollagen des britischen Künstlers John Stezaker – 2012 mit dem „Deutsche Börse Photography Prize“ ausgezeichnet – zu sehen, die unter anderem auf das Thema Bildmanipulation aufmerksam machen. Einen Dialog aus Fotografie und Malerei zeigt die Kai Middendorf Galerie im Bahnhofsviertel, wo Arbeiten des Frankfurter Fotografen Gerald Domenig und des Münchener Malers Thomas Bechinger ausgestellt werden. Einen Überblick über die teilnehmenden Galerien und die ausgestellten Künstler:innen gibt es auf der Webseite der Frankfurter Galerien.

Walks, Talks und auserwählte Galerien

Eingerahmt wird der traditionelle Saisonstart jetzt bereits zum dritten Mal von der Frankfurt Art Experience. Die Mission von Initiator Tyrown Vincent, den Galerienrundgang damit noch zugänglicher zu machen und zugleich in ein größeres, selbstbewusstes Format zu fassen, dürfte aufgehen: Rundgänge zu Fuß und mit dem Rad, durchs Bahnhofsviertel, die City, das West- oder Ostend sowie Sachsenhausen führen auf unterschiedlichen Routen in alle beteiligten Galerien und auch Ausstellungsräume wie die Kunsthalle 1A. Außerdem können private Sammlungen besichtigt werden, nicht zuletzt die von Vincent selbst.

Im Talks-Programm wird über den Kunstmarkt und die Krise, Digitalformate, Kunst und Luxusgüter, forschendes Kuratieren und über zeitgenössische afrikanische Kunst gesprochen. Gesprächsgäste sind hier wieder bekannte Namen aus den Reihen der Frankfurter Galerien, wie Peter Sillem oder Heike Strelow, aber auch die Vorstandsvorsitzende des Vereins „Schirn Freunde“, Antje Conzelmann. Im zugehörigen Showroom, der diesmal in der ehemaligen Sportarena an der Hauptwache Quartier bezieht, können neben zahlreichen Arbeiten zum Thema Stadt auch schon einmal die Preise der Galerien-Rallye besichtigt werden. Tickets für die einzelnen, teilweise kostenlosen, Programmpunkte können über die Webseite der Frankfurt Art Experience online bestellt werden.

Absolventen-Ausstellung komplettiert das Kunst-Wochenende

„Ein freudiger Zufall“, wie Pressesprecherin Mira Starke von der Städelschule die Terminwahl nennt, macht das ohnehin schon umfangreich ausgestaltete, erste September- dann zum ultimativen Kunst-Wochenende in Frankfurt. So startet die diesjährige Absolventenausstellung „The Whistle“ nun parallel zu Galerienrundgang und The Frankfurt Art Experience, läuft danach allerdings noch zwei weitere Wochen. 24 Absolventinnen und Absolventen präsentieren ihre Arbeiten, darunter zum Beispiel Agnese Galiotto, die aktuell auch noch im Frankfurter Kunstverein zu sehen ist, oder Cudelice Brazelton, der im vergangenen Sommer mit einer Ausstellung im Ola Bunker im Ostend vertreten war. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Auf Anfrage per Mail an kunstkoordination@staedelschule.de können auch Führungen organisiert werden.
 
1. September 2021, 08.50 Uhr
Katharina Cichosch
 
 
Fotogalerie:
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