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Wettbewerb um Friedenssymbolik entschieden
 

Wettbewerb um Friedenssymbolik entschieden

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Die Schirn hat ein neues Peace-Logo auserkoren

Foto: Bekata Ozdikmen und Paul Müller
Foto: Bekata Ozdikmen und Paul Müller
"Wie sieht Frieden aus?" hat sich die Schirn Kunsthalle gefragt. In einem Wettbewerb hat eine hochkarätig besetzte Jury nun einen Gewinner entschieden. Bestechend ist die Einfachheit des neuen Peace-Logos.
Vom 1. Juli bis 24. September 2017 will die Schirn Kunsthalle Frankfurt die diskursive Gruppenausstellung "Peace" zeigen und stellt damit die Frage: Wie geht Frieden eigentlich? Die Ausstellung präsentiert zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler, die das Thema aus zeitgenössischer Perspektive betrachten: Jan de Cock, Minerva Cuevas, Ed Fornieles, Michel Houellebecq, Surasi Kusolwong, Isabel Lewis, Lee Mingwei, Katja Novitskova, Heather Phillipson, Agnieszka Polska, Timur Si-Qin und Ulay.

„Was ist Frieden? Die Frage ist simpel, die Antwort diffizil. Im Zuge einer gedanklichen Annäherung haben wir uns entschlossen, die Perspektive zu wechseln und zu fragen: Wie geht Frieden eigentlich? Die "Peace"-Ausstellung kommt damit zur richtigen Zeit – das beweisen nicht nur die mehr als 600 Einreichungen der Logo-Ausschreibung. "Peace" ist ein aktuelles, für die Gesellschaft relevantes Thema, das Diskussionen herausfordert und aktive Teilhabe einfordert. Die in der Ausstellung präsentierten Werke zeigen, wie die Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit sich dem Thema nähern – und bleiben beides: Antwort und Denkanstoß zugleich.“ Dr. Philipp Demandt, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, über "Peace".

Im Vorfeld der Ausstellung hat die Schirn ein neues Peace-Logo ausgeschrieben: Die Juroren überzeugte der Entwurf in Form eines blauen Punktes, der jeweils eigenständig von Bekata Ozdikmen (Türkei) und Paul Müller (Deutschland) eingereicht wurde. Die unabhängige Jury besteht aus den Künstlerinnen Marina Abramović und Britta Thie, den Designern Konstantin Grcic und Eike König sowie dem Geschäftsführer der Max-Planck-Stiftung für Internationalen Frieden und Rechtsstaatlichkeit, Tilmann Röder.
Das neue Peace-Logo zeichnet sich durch „überzeugende Einfachheit“ aus, der „Punkt als Symbol unserer Weltkugel funktioniert sofort“ (Konstantin Grcic). Es „verbindet weltanschauliche Neutralität, eine (…) intuitive Zeichensprache und (eine) einfache Reproduzierbarkeit“ (Tilmann Röder) und erinnert uns daran, „wie wichtig es ist, unseren Planeten zu erhalten“ (Marina Abramović).
7. Juni 2017
tm
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Helge Bomber Steinmann am 18.6.2017, 21:18 Uhr:
Wow. Reduce to the max. Ich vermute, wenige bzw. niemand kommt kommunikativ bei einem blauen Punkt auf Frieden. Bei der Friedenstaube gabs eine Herleitung (Picasso-Guernica) und eine Story: Arche Noah = Hoffnung. Die Entfernung der Friedentaube (auf blauen runden Aufklebern welteweit etabliert) als Gestaltungsidee für einen Siegerentwurf anzuerkennen scheint leider nicht gerade für die Einreichungen und eventuell auch nicht für die Jury zu sprechen. Empfehlung: Einfach nochmal Gestaltungsgrundlagen ausschauen. Ich komme mir verarscht vor.
 
Whizzbizz am 8.6.2017, 10:56 Uhr:
@Ronald M. Filkas:
Stimmt.
Die geschichtlich gewachsene Akzeptanz eines Symbols einfach durch ein willkürlich ausgeschriebenes neues "Logo" ersetzen zu wollen ist für mich alles andere als Kunst. Spricht aber Bände über die unbedarfte Machermentalität unserer Kommerzgesellschaft.
 
Rainer E. Kaufmann am 7.6.2017, 20:30 Uhr:
Wollt ihr mich bzw. die Leute verarschen...?
 
Ronald M. Filkas am 7.6.2017, 20:14 Uhr:
www.deutschlandfunkkultur.de/friedenssymbolik-auf-der-suche-nach-einem-neuen-peace.2156.de.html?dram:article_id=387938 zum Lesen oder Hören.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
 
 
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