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Über den Dächern der Stadt
 

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Über den Dächern der Stadt

Inzwischen ist es draußen schrecklich kalt geworden. Klar, dass der Citybeach Club auf dem Dach des Parkhauses von Peek&Cloppenburg mit seinem Namen keinen Gast mehr zu sich locken würde. Was macht man da als Betreiber? Aus dem Citybeach Club wird prompt der Frankfurter Winterzauber mit Eislaufbahn und Glühweinstand. Wie fühlt es sich an, über den Dächern der Stadt Advent zu feiern?
[credit Jens Prewo]xmas.jpg


Zunächst einmal sehr frisch und zugig. Auch die Art des Hinkommens ist sicher nicht die romantischste und besinnlichste, die ich mir vorstellen kann. Um ins fünfte Parkdeck zu kommen, musste ich erstmal an sämtlichen geparkten Mercedes und Citroen ans andere Ende der Etage, dort noch einmal etwas unwirtliche und enge Treppenstufen hochlaufen, dann war ich endlich am Ziel.


Dort bietet sich eine andere Welt.

Die Eisbahn erstrahlt in den Farben Rot, Gelb und Grün. Linker Seite eine Holzbude, in der Schlittschuhe verliehen werden. Dann ein kleines Tennisfeld, auf dem auf einer Nintendo Wii Tennis gespielt werden kann. Zentraler Aufenthaltsort wird aber wohl, dies entspricht auch dem Willen der Veranstalter, das große, von lauter Wärmepilzen beheizte Zelt sein. Dort kann man (vergleichsweise simple) Speisen wie Bratwurst, Steak, Kürbiscremesuppe (bei Wunsch auch mit Räucherlachsstreifen) und Chili con carne und eine große Auswahl an Getränken bestellen oder sich vom Stand gegenüber einen Glühwein, Süßigkeiten wie Popcorn, gebrannte Mandeln oder Crepes holen.


Einfach ist auch die Inneneinrichtung des Zeltes: mit Kissen bedeckte Bierbänke und Holztische. In einer Ecke stehen lauschige, tiefe Stühle. Wie es sich für einen furchlosen Reporter habe ich natürlich den Glühwein probiert, der allerdings mehr aus Gewürzen als aus Wein zu bestehen schien. Die Kürbiscremesuppe, in unattraktiven Tellern serviert, war für den gezahlten Preis (3,80 €) angemessen. Ob unsere Gastro-Abteilung aber auch begeistert wäre?


Während eifrige Kamerateams junge schlittschuhlaufende Mädchen ins Blitzlichtvisier nahm, kam die „Konkurrenz“, nämlich die Bauherren der Eislaufbahn vor dem Steigenberger Hotel (in der kommenden Journal-Ausgabe am Dienstag zu lesen). „Wir wollen uns mal umschauen, schließlich haben wir eine Einladung bekommen“, so Kai Winkler, der stellvertretende Direktor des Steigenbergers. Sie gingen vorsichtig umher, ohne allzu viel Kopfnicken zu verteilen.


Dann wurde die ganze Presseschar im Zelt versammelt, die Organisatoren des Winterzaubers stellten ihr Konzept („Zusammenkommen“, „Runden drehen und im Zelt kommunizieren“ etc.) vor. Der Startschuss für die Eisbahnsaison in Frankfurt ist gelegt. Wollen wir sehen, was die zweite Eisbahn der Stadt vor dem Frankfurter Hof vom 2. Dezember an macht. Konkurrenz soll aber nicht aufkommen. Bei einer Kapazität von gleichzeitig maximal 80 Leuten pro Eisbahn gilt nicht dem anderen die Umsätze wegzuschnappen, sondern im ersten Frankfurter Eisbahnwinter so viele Schlittschuhläufer wie möglich satt und zufrieden zu stellen.

 
21. November 2007, 10.32 Uhr
Gary Vanisian
 
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