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Kultur
 

Spielzeit 17/18

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Ein facettenreiches Programm für die Alte Oper

Foto: Nicole Brevoord
Foto: Nicole Brevoord
Die Alte Oper hat sich viel vorgenommen für die kommende Spielzeit: Alles was Rang und Namen hat wird wieder in Frankfurt zugegen sein. Das Musikfest steht dieses Mal unter dem gegenwärtigen Thema Fremdsein – mit Schuberts „Winterreise“ im Vordergrund.
Wieder einmal blickt die Alte Oper auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück: 457 Veranstaltungen fanden im vergangenen Jahr statt, die von 478 000 Zuschauern besucht wurden. Zwar konnten die ganzen Kosten von rund 20,8 Millionen Euro nicht ohne einen Zuschuss der Stadt bestritten werden, doch die Eigenfinanzierung lag dieses Mal bei 65 Prozent. „Die Alte Oper entwickelt sich auch zu einem Kongresszentrum“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann, denn mehr und mehr Menschen würden den Ort für einen Kongress aufsuchen. In den letzten zehn Jahren hätten die Touristen und Kongresssuchenden so einen Zuwachs um 100 Prozent erfahren. Deshalb erwartet alle Interessierten auch in der kommenden Spielzeit ein innovatives, lebendiges und breitgefächertes Spielprogramm. „Alles, was Rang und Namen hat, scheint wieder in Frankfurt zu sein“, so Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Musikfest
Ein Highlight jedes Jahr ist vor allem das Musikfest, in dem diesmal Schuberts „Winterreise“ im Vordergrund steht. Die Auseinandersetzung mit dem Stück lohnt sich nicht nur aus musikalischen Gründen, denn die 24 Lieder des Zyklus erzählen von Ausgrenzung und Außenseiterschaft, von Flucht und Exil, und vom Gefühl der Fremdheit. „Die Fremdheit, die fliehende Menschen erfahren, steht als Stück im Vordergrund“, erklärt Geschäftsführer Stephan Pauly. Das sind vor allem Themen, die gegenwärtig viele Menschen beschäftigen und betreffen: Sei es in einer fremden Stadt oder unter fremden Menschen – es wird sich an verschiedenen Stellen mit Fremdsein sozial auseinandergesetzt. Nicht „Winterreise“, sondern „Fremd bin ich...“ lautet deshalb der Titel des Musikfestes. Um das Thema abzurunden, werden Gesprächsrunden durchgeführt, andere Performances angeboten und Filme gezeigt.

Fokus-Festival
Mit dem Fokus-Festival gibt die Alte Oper erneut besonderen Musikpersönlichkeiten Zeit und Raum. Dieses Mal sind es drei Künstler, die eingeladen wurde und über die gesamte Saison Einblicke in ihre Arbeite geben: Daniil Trifonov, Teodor Currentzis und Lang Lang. Ein weiteres Fokus-Festival wird sich mit neuen Zugängen zu zeitgenössischer Musik befassen und bringt Spiel und Musik zusammen: das Playsonic Festival. Es wurde nach einer Methode gesucht, „zeitgenössische Musik mehr Menschen zu öffnen“, sagt Pauly. Dies soll auf eine spielerische Art und Weise erreicht werden. „Man muss es auf sich zukommen lassen und erstmal nur hinhören“, erklärt Pauly weiter. Die Alte Oper führt dieses Festival gemeinsam mit dem Ensemble Modern und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst durch.

Weltmusik, Jazz und Weihnachtsmusical
Die in der vergangenen Spielzeit eingeführten beiden Reihen mit Weltmusik und Jazz werden fortgesetzt. In vier Konzerten unter dem Motto „Jazz im Mozart Saal“ präsentieren Musiker aktuelle Strömungen des Jazz. Ebenso viele Konzerte umfasst die Reihe „Weltmusik im Mozart-Saal“ und fokussiert sich auf die vielfältigen Kulturen. Ein besonderes Highlight zur Weihnachtszeit ist jedes Jahr die große Musicalproduktion und auch dieses Mal können sich die Besucher auf Entertainment der besonderen Art freuen, wenn Johnny und Baby mit „Dirty Dancing“ die Bühne rocken.

Für Kinder und Jugendliche
Mit dem Kinder- und Jugendprogramm „Pegasus – Musik erleben!“ geht die Alte Oper in die nächste Runde und deckt alle Altersklassen, von Krippe bis zur weiterführenden Schule, ab. Tobias Henn, Leiter des Programms, wurde vor kurzem mit dem Schumann-Preis für besondere musikerzieherische Leistungen 2016 der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main e.V. ausgezeichnet.
 
27. März 2017, 11.52 Uhr
Martina Schumacher
 
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