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Foto: Birgit Hupffeld
Foto: Birgit Hupffeld

Schauspiel Frankfurt

Mit Zuversicht und 22 Premieren in die neue Spielzeit

Die vergangene Spielzeit des Schauspiel Frankfurt war geprägt von Unwägbarkeiten, digitalen Angeboten und verschobenen Stücken. Einige sollen kommende Saison nachgeholt werden, insgesamt sind 22 Premieren geplant. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs soll im Juni stattfinden.
Nach Wochen und Monaten der coronabedingten Schließung wird das Schauspiel Frankfurt voraussichtlich Mitte Juni wieder seine Türen öffnen. Geplant sei das Wochenende um den 11. Juni – sofern es das Pandemie-Geschehen zulasse, teilte Intendant Anselm Weber am Mittwochmorgen mit. Zuversichtlich wolle man nun in die kommende Saison starten und das vergangene Jahr hinter sich lassen. Geplant sind insgesamt 22 Premieren, davon sechs Uraufführungen sowie eine deutschsprachige Erstaufführung.

Inhaltlich soll es in der kommenden Saison vor allem um jene Themen gehen, die durch das vergangene Jahr wichtiger denn je erscheinen. Dies sei zum einen die Verteidigung der offenen Gesellschaft. Hierbei knüpfe man unmittelbar an das Schwerpunktthema „Antisemitismus und Rassismus“ der auslaufenden Spielzeit an. Geplant sind etwa „Nach Mitternacht“ von Irmgard Keun mit Premiere am 17. September sowie George Taboris „Die Goldberg-Variationen“ im Juni kommenden Jahres in den Kammerspielen.

Während einige der geplanten Inszenierungen digital gezeigt werden konnten, mussten andere komplett verschoben werden. Diese sollen nun nachgeholt werden – darunter unter anderem Witold Gombrowiczs „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ oder Lisa Nielebocks neu bearbeitete Fassung von Goethes „Die Wahlverwandtschaften“.

Der Gedanke des Teilens

Eine weitere Säule des Spielplans seien die Themen Beteiligung und Teilhabe. Die digitale Kommunikation während des vergangenen Jahres habe einige Menschen „vernetzt und andere abgehängt", hieß es. Oft scheitere der Austausch im Netz oder münde in radikaler Ausgrenzung. „Teilen hat hier immer weniger mit Teilhabe zu tun, sondern damit, wie man Seiten aufteilt und die eigene Reichweite vergrößert.“ Aktuelle Erlebnisse und Gedanken hierzu sollen mit dem Open-Space-Projekt „Share!“ im Bockenheimer Depot umgesetzt werden.

Die Spielzeit beginnt am 19. September mit Upton Sinclairs Roman „Öl!“, der unter dem Titel „There Will Be Blood“ verfilmt, bekannt und nun durch Regisseur Jan-Christoph Gockel bearbeitet wurde. „Es geht ums ganz große Geld oder vielmehr um den Rohstoff, der das Geld sprichwörtlich fließen lässt“, erklärt Dramaturgin Katrin Spira. Neben dem Traum von Macht und Reichtum werde es dabei auch um die Zerstörung von Ressourcen und die Vater-Sohn-Beziehung gehen. Weiter sollen dann unter anderem Heinrich von Kleists „Michael Kohlhaas“ von Felicitas Brucker und eine Inszenierung von Elfriede Jelineks Text „Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!“ folgen. Bei letzterer handele es sich um eine Abrechnung mit flexiblen Wahrheiten und kruden Verschwörungsmärchen, mit der Stefan Bachmann, Theaterregisseur und Intendant des Schauspiel Köln, erstmals nach Frankfurt kommen wird.

In den Kammerspielen stehen laut Schauspiel wieder zeitgenössische Autor:innen im Mittelpunkt: Geplant sind vier Uraufführungen und eine deutschsprachige Erstaufführung. Das Junge Schauspiel unter Leitung von Martina Droste wiederum widmet sich Frankfurter Realitäten und der Lebenswelt der Jugendlichen mit mehreren inklusiven Projekten – so unter anderem in „Am Leben bleiben“, das im Januar erstmals aufgeführt werden soll.

Trotz aller Umstände sei es laut Intendant Anselm Weber ein erfolgreiches Jahr für die Städtischen Bühnen gewesen. Zum einen habe man das finanzielle Defizit von rund 13 Millionen, das durch die Pandemie entstanden sei und mit dem man das Jahr abschließen werde, ausgleichen können. Und zum anderen habe man unter den rund 1100 Mitarbeitenden keinen schwerwiegenden Krankheitsfall hinnehmen müssen.
 
20. Mai 2021, 11.53 Uhr
Sina Eichhorn
 
 
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