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S novom godom!

Das neue Jahr hat längst angefangen und die tollen Silvesterpartys in Frankfurt und Umgebung scheinen schon lange zurückzuliegen. Alle Partys? Nein, nicht ganz. Gestern fand nämlich im Velvet die russische Neujahrsfeier statt, im Volksmund „starij nowij god“ (altes neues Jahr) genannt. Der Russe an sich feiert Silvester gerne auch zweimal und so sieht das aus…
silvester 2

Nach dem julianischen Kalender, der bis 1918 in Russland gültig war und nach dem sich bis heute die russisch-orthodoxe Kirche richtet, wird Silvester am 13. Januar, Neujahr am 14. Januar gefeiert. Noch zu Sowjetzeiten, in denen der julianische Kalender von Staats wegen als „zaristisch“ und „christlich“ verpönt war, wurde das „alte neue Jahr“ von der Bevölkerung inoffiziell immer gerne begangen – ganz nach dem alten russischen Motto: „Besser einmal zuviel gefeiert als einmal zu wenig“.

So auch gestern das Motto im Velvet Club. Der russische Party-Veranstalter Club Parlament, der im Wechsel russische Partys u.a. in der St. James Bar, dem Schirn Café und einem Maindampfer organisiert, hatte zum Neujahrsfest geladen. In der Weißfrauenstraße bildeten sich vor dem Eingang meterlange Schlangen, russische, aber auch serbische, polnische und deutsche Stimmen waren zu hören. Manche Gäste ließen sich den großen Auftritt nicht nehmen und fuhren mit großen schwarzen Autos und Frauen in Pelz vor. Wer etwas hat, muss es auch zeigen, heißt es in Russland…

Drinnen kam russischer und internationaler House auf die Plattenteller, ein Handtrommler begleitete die coolen Beats und wünschte den Gästen auf der Tanzfläche und an den Tischen im VIP-Bereich, auf denen Cocktails und, natürlich, Wodka en masse standen, schon mal ein „Frohes Neues“. Einige Deutsche nickten anerkennend: „Die Russen gehen schon gut ab“.

Silvester 1

Recht haben sie, vor allem am „alten neuen Jahr“. Das schillernde und glitzervolle Velvet ließ tatsächlich Silvesteratmosphäre aufkommen und bot für jeden etwas: Für das russische Publikum einen schönen Abschied vom alten Jahr, für alle anderen einfach eine geile, ein wenig andere Party mit viel „Da“ und „Njet“. Wie sagt schon ein altes russisches Sprichtwort: „Wenn es zweites Silvester nicht gäbe, müsste man es erfinden.“
 
13. Januar 2008, 12.32 Uhr
Gary Vanisian
 
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