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Open Books 2019

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Lesefest im Herzen der Stadt

Foto: Stadt Frankfurt/Alexander Paul Englert
Foto: Stadt Frankfurt/Alexander Paul Englert
Das Lesefest Open Books ist in diesem Jahr so groß wie nie: 170 Veranstaltungen, mehr als 240 Autorinnen und Autoren und 94 Verlagshäuser bieten ein umfangreiches Programm. Im Mittelpunkt steht dieses Mal das Gastland Norwegen.
Seit zehn Jahren begleitet das vom Kulturamt Frankfurt veranstaltete Lesefest Open Books die alljährliche Buchmesse. Am gestrigen Mittwoch stellten Kulturzdezernentin Ina Hartwig (SPD) und Festivalleiterin Sonja Vandenrath das diesjährige Programm vor. „Seit 2009 gelingt es dem Organisationsteam um Sonja Vandenrath jedes Jahr aufs Neue, unterschiedlichste Literaturgenre auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Die dabei im Frankfurter Stadtraum angebotenen Buchpräsentationen und Lesungen, Ausstellungen oder Performances schaffen eine einmalige Begegnungs- und Austauschmöglichkeit für Autorinnen und Autoren und Leserinnen und Leser, von der auch die Verlage deutlich profitieren“, sagte die Kulturdezernentin. In diesem Jahr ist dieses Angebot so groß wie nie: Mit über 170 Veranstaltungen, mehr als 240 Autorinnen und Autoren und 94 Verlagshäusern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet das Festival ein umfangreiches Begleitprogramm vom 15. bis 19. Oktober – und das komplett kostenfrei.

Mehr Veranstaltungen benötigen auch mehr Veranstaltungsräume – das diesjährige Programm wird an 13 Orten stattfinden. „Open Books, das ist auch 2019 das Lesefest im Herzen der Stadt. Darin bleiben wir uns treu und sind doch gewachsen“, so die Leiterin von Open Books, Sonja Vandenrath. Neben der Deutschen Nationalbibliothek, dem Haus am Dom, der Evangelischen Akademie, dem Historischen Museum, der Katharinenkirche, dem Literaturhaus und dem Römer sind zum ersten Mal auch der Frankfurter Salon, das Fotografie Forum, das Museum für Moderne Kunst, das Stadthaus, das Gemeindehaus der St. Paulsgemeinde und das Struwwelpeter Museum mit dabei.

Zur Eröffnung des Festivals präsentieren Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und der am Tag zuvor gekürte Preisträger des Deutschen Buchpreises ihre neuesten Bücher auf dem Blauen Sofa in der Deutschen Nationalbibliothek. Unter den bekannten Gesichtern der Kategorie Sachbuch befinden sich dieses Jahr die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, der Blogger Sascha Lobo oder auch Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer.

Gastland Norwegen

Neben den Veranstaltungen zur deutschsprachigen Belletristik, neuen Sachbüchern und Graphic Novels werden Lesungen internationaler Autorinnen und Autoren mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem diesjährigen Gastland Norwegen stattfinden. Daneben präsentieren über 190 deutschsprachige Verlage Bücher aus oder über Norwegen in ihrem Programm. Auch in den Kultureinrichtungen der Stadt wird der Fokus auf dem Gastland liegen. „Die Stadt Frankfurt, ihre Museen und Kulturinstitutionen haben uns mit offenen Armen empfangen, so dass es jetzt zahlreiche Möglichkeiten gibt, norwegische Kunst und Literatur kennenzulernen“, sagte Halldór Guðmundsson, Projektleiter des norwegischen Gastlandauftritts.

So verwandelt sich das Museum Angewandte Kunst zum House of Norway vom 11. Oktober bis zum 26. Januar 2020 und zeigt auf seiner gesamten Ausstellungsfläche Positionen aus Norwegens Kunst und Kultur, Design, Handwerk und Architektur.

Das Fotografie Forum widmet sich ab 3. Oktober mit seiner Schau „Ethereal. Photographic Art from Norway“ den Arbeiten von Dag Alveng, AK Dolven und Linn Pedersen, während das Deutsche Architekturmuseum mit der Ausstellung „In Norwegischen Landschaften. Hunting high and low“ den Besonderheiten der architektonischen Tradition Norwegens nachgeht und aktuelle Projekte aus verschiedenen geografischen Teilen des Landes vorstellt, die häufig die Beziehung zwischen Gebäuden und Landschaft reflektieren.

In der Schirn Kunsthalle wird es politisch mit Hannah Ryggens Bildteppichen (ab 26. September). In ihnen thematisiert Ryggen grundlegende gesellschaftliche Themen: die Gräuel des Krieges, Machtmissbrauch, unser Angewiesensein auf die Natur und die Verbin­dung zu unse­ren Fami­lien und Mitmenschen.

Nach dem Erfolg von Henrik Ibsens Stück „Peer Gynt“ bringt das Schauspiel Frankfurt ein weiteres Stück des norwegischen Dramatikers auf die Bühne. „Brand“ wird ab dem 12. Oktober zu sehen sein. Zudem sind an den Städtischen Bühnen zwei Gastspiele zu erleben: das Nationaltheatret Oslo führt die „Nordische Heerfahrt“ von Henrik Ibsen auf (16./17. Oktober), das Norske Teatret spielt die preisgekrönte „Trilogie“ von Jon Fosse in einer Inszenierung von Luk Perceval (23./24. Oktober). Joostein Garder, der Autor des Kinderbuches „Sofies Welt“, ist einer der bekanntesten Vertreter der norwegischen Literatur und wird ebenfalls im Schauspiel zu sehen sein (17. Oktober). „Die kurze Geschichte einer langen Nacht“ erzählt von Ehe, Liebe, Familie und Krise.

Vom 15. Bis 19. Oktober findet im Mousonturm das Norsk Festival statt, bei dem neben Konzerten und einer Clubnacht auch Performances, Lesungen, Poetry Slam und Talks. Rock, Pop, Electro, Jazz und Folk auf dem Programm stehen. Das norwegische Filmschaffen wird im Oktober unter anderem im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) von der Stummfilmzeit bis heute beleuchtet. Das Museum Angewandte Kunst verwandelt sich ab dem 10. Oktober in ein „House of Norway“ und präsentiert unter anderem noch nie gezeigte Zeichnungen von Edvard Munch.

Alle Infos sowie das vollständige Programm finden Sie unter www.openbooks-frankfurt.de
 
19. September 2019
Elena Zompi
 
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